«Norwegen kann gewinnen, was es will, aber ich werde nicht rudern»
Norwegen hat die Fussballwelt im Sturm erobert. Nicht nur, weil die Nationalmannschaft um Starstürmer Erling Haaland Brasilien geschlagen hat und somit zum ersten Mal in ihrer Geschichte in einen WM-Viertelfinal vorgestossen ist. Denn parallel dazu haben sich die norwegischen Fans in die Herzen der Welt gerudert. Sie ruderten am Times Square, in der U-Bahn, zuhause in den Schulen, Altersheimen oder gar im Militär.
Norwegen-Fans nehmen den Times Square ein:
Und natürlich in den Stadien. Jeden einzelnen Sieg an diesem Turnier zelebrierte die norwegische Mannschaft mit den Fans und dem gemeinsamen Wikinger-Rudern. Nur einer macht den ganzen Zauber jeweils nicht mit: ein norwegischer Fan mit dem Namen Emil Anners Lappen. Eine Szene des Norwegers ging viral, als er nach dem 3:2-Sieg gegen den Senegal in der Gruppenphase inmitten der rudernden Norwegen-Fans regungslos sitzen blieb.
«Ich fand die Idee von Anfang an dumm», erklärt Lappen vor dem Viertelfinal-Duell mit England in einem Interview mit Sky. Die Begründung? Die Wikinger seien über den Atlantik gesegelt und nicht gerudert. Zudem findet Lappen, die Idee sei zu stark von den Isländern und ihrem Wikinger-Klatschen an der EM 2016 kopiert. «Ich wollte zeigen, dass ich das eine doofe Idee finde, und ich glaube, ich habe meinen Punkt gut rübergebracht», sagt Lappen.
Das Team unterstütze er natürlich trotzdem. Den Viertelfinal gegen England (Samstag, 23 Uhr Schweizer Zeit) werde er gemütlich auf seinem Stuhl vor dem TV zuhause verfolgen. Aber er stellt auch klar: «Norwegen kann gewinnen, was es will. Ich werde nicht rudern.»
