Sport
Fussball

WM 2026: Das sagt der Schweizerische Fussballverband zum Fall-Embolo

Breel Embolo von der Schweizer Fussball Nationalmannschaft im Training beim WM26 Pre-Camp in St. Gallen am Dienstag, 26. Mai 2026. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Breel Embolo konnte bisher noch nicht in die USA reisen.Bild: keystone

Schweizer Fussballverband informiert: Darum wartet Embolo auf seine Reisegenehmigung

In einer offiziellen Medienmitteilung hat sich der Schweizerische Fussballverband zum Visumsfall rund um Breel Embolo geäussert. Der Nati-Stürmer muss wegen seiner Verurteilung auf die Reisegenehmigung warten.
03.06.2026, 17:5603.06.2026, 19:06

Einen Tag, nachdem das US-Einreiseformular ESTA für Breel Embolo zurückgezogen wurde, hat sich der Schweizer Fussballverband (SFV) offiziell zum Fall-Embolo geäussert.

In einer offiziellen Mitteilung schreibt der SFV:

«Gestern Nachmittag informierte die US-Botschaft in Bern Breel darüber, dass sie die Gerichtsdokumente zu einem abgeschlossenen und seit diesem Frühjahr rechtskräftigen Urteil im Zusammenhang mit einer ausgesprochenen Drohung aus dem Jahr 2018 benötigt. Konkret ging es bei den Abklärungen auf der Botschaft um die Frage, ob physische Gewalt zur Anwendung gekommen war. Dies war nicht der Fall.»

Somit ist klar, dass der ESTA-Entzug mit seiner Verurteilung wegen einer Drohung im Jahr 2018 zu tun hat, die im April rechtskräftig geworden ist.

Es wird aktuell alles daran gelegt, dass Embolo so schnell wie möglich in die USA zum Nati-Team, welches am Dienstag abflog, nachreisen kann. «Breel Embolo war heute Vormittag Schweizer Zeit auf der US-Botschaft in Bern und musste dort einen Visumsantrag stellen», schreibt der Verband und führt weiter aus: «Die Botschaft hat uns mitgeteilt, dass der Antrag mit Priorität behandelt wird. Nun warten sowohl Breel als auch wir auf die Genehmigung, damit er schnellstmöglich nach San Diego reisen und zum Team stossen kann.»

Gemäss dem SFV deutete bis am Dienstagvormittag nichts darauf hin, dass Embolo die Reisegenehmigung entzogen wird. Der Verband teilt mit: «Alle ESTA-Anträge waren am Abreisetag als ‹approved› gemeldet worden, darunter auch jener von Breel Embolo. Zweieinhalb Stunden vor dem Abflug erhielten wir jedoch die Mitteilung, dass für sein ESTA zusätzliche Abklärungen erforderlich seien.»

Breel Embolo, links, gibt einem Fan ein Autogramm an einem Medienmeeting vor dem Abflug an die FIFA Fussball Weltmeisterschaft 2026 in Amerika, Kanada und Mexiko am Dienstag, 2. Juni 2026 im Radisson  ...
Embolo war am Dienstag bereits am Flughafen, konnte aber nicht mit der Nati mitfliegen.Bild: keystone

SFV-Kommunikationschef Adrian Arnold sagte bei der ersten Nati-Medienkonferenz in San Diego zur Causa Embolo: «Wir haben positive Signale, dass Breel bald nachreisen kann. Für heute Schweizer Zeit wird es nicht reichen – aber die US-Botschaft wird es dringlich bearbeiten.»

Weil Embolo bereits 2025 mit der Nati zu zwei Testspielen in die USA reiste und damals ein Einreiseformular ausfüllen musste, welches zwei Jahre gültig ist, ging der Verband davon aus, dass kein neuer Antrag gestellt werden muss. «Breel hätte aus unserer Sicht nach seiner Verurteilung den ESTA-Fragebogen nicht nochmals ausfüllen müssen, dies, weil es keine Verurteilung aufgrund körperlicher Gewalt ist», erklärt Arnold.

Trotz der Umstände sei Embolo sehr gelassen und zuversichtlich. Der Stürmer hat auch einen eigenen Trainingsplan erhalten, um sich fit zu halten. «Sobald er die Bestätigung hat, wird er in den nächsten Flieger steigen», bleibt Arnold zuversichtlich. Arnold bestätigt, dass Embolo nun ein Visum beantragen musste und nicht mit einem ESTA einreisen kann.

Auf die Frage, ob Murat Yakin einen Plan B hat, falls Embolo nicht zur WM reisen darf, antwortete Arnold optimistisch: «Wir bleiben bei Plan A, ich denke nicht, dass wir einen anderen Plan brauchen.»

Medienchef Adrian Arnold an einer Medienkonferenz der Schweizer Fussballnationalmannschaft in in St. Gallen am Montag, 25. Mai 2026. (KEYSTONE/Walter Bieri)
SFV-Kommunikationschef Adrian Arnold äusserte sich zum Fall Embolo.Bild: keystone

Bei der Pressekonferenz äusserte sich auch Torhüter Gregor Kobel zum Fall rund um Embolo: «Er ist ein wichtiger Spieler und ein super Typ. Wir alle hoffen, dass er so schnell wie möglich hier ankommt. Es ist schade, dass Breel noch nicht hier ist. Er ist eine Frohnatur, welche auch gute Laune in das Team bringt.»

Das Schweizer Team kam am Dienstagabend (US-Zeit) in Los Angeles an und hat sein WM-Camp in San Diego bezogen. Es bleibt unklar, wie lange die Nati auf Embolo warten muss. (riz)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
So sieht das WM-Hotel der Schweizer Nationalmannschaft aus
1 / 9
So sieht das WM-Hotel der Schweizer Nationalmannschaft aus

Im Hotel« Fairmont Grand Del Mar» wird sich die Fussball-Nati während der Weltmeisterschaft aufhalten.

quelle: fairmont grand del mar / fairmont grand del mar
Auf Facebook teilenAuf X teilen
An der Fussball-WM kommen Sicherheits-Roboterhunde zum Einsatz – das steckt dahinter
Video: youtube
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
19 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Raketenwissenschaftler
03.06.2026 19:18registriert Januar 2023
Wie kommt man darauf, dass Embolo ein super Typ ist, bei seinem Vorstrafenregister?
2220
Melden
Zum Kommentar
19
NHL-General mit Stanley Cup + ZSC Lions = Meistertitel – geht die Rechnung wieder auf?
Der NHL-Rentner Claude Julien wird neuer Trainer der ZSC Lions. Ein NHL-General. Ein Stanley-Cup-Titan wie Bob Hartley und Marc Crawford. Aber der neue alte Mann an der ZSC-Bande ist weder Bob Hartley noch Marc Crawford.
Es gibt noch Romantik in unserem Hockey. Claude Julien kommt nicht des Geldes wegen nach Zürich. Bei seinem letzten Cheftrainerjob in Montreal hat er umgerechnet etwas mehr als vier Millionen Franken verdient. Pro Saison. Die Legende geht – und sie dürfte wahr sein – ZSC-Sportchef Sven Leuenberger habe zur Eröffnung der Verhandlungen klar gemacht, wo der pekuniäre Hammer hängt: Bei weitem nicht einmal eine Million. Sind Sie noch interessiert?
Zur Story