Vorteil für die Schweiz? Kolumbien muss kreuz und quer über den Kontinent reisen
Bei einer WM, die in drei Ländern stattfindet, sind lange Distanzen praktisch unumgänglich. Vor allem, wenn es sich um so grosse Nationen wie Kanada, USA und Mexiko handelt.
Die FIFA hat bei der Erstellung des Spielplans deshalb darauf geachtet, die Gruppen auch nach Zeitzonen aufzuteilen. Im Fall der Schweizer Nationalmannschaft hat das dazu geführt, dass sie auch das fünfte Spiel an der Westküste bestreitet.
Kolumbien war schon überall
Kolumbien dagegen erlebt das pure Gegenteil. Begonnen hat die Endrunde für die «Cafeteros» in Mexiko-Stadt und Guadalajara (beide UTC-6), ehe das letzten Gruppenspiel eine Reise an die Ostküste nach Miami (UTC-4) bereithielt. Nach Kansas City (UTC-5) im Sechzehntelfinal steht nun der Achtelfinal in Vancouver (UTC-7) an, womit das Team auch die übriggebliebene Zeitzone abhaken kann.
Insgesamt kommt Kolumbien auf rund 12'600 Reisekilometer, die seit der Ankunft im Basecamp in Guadalajara zurückgelegt wurden. Berechnet wurden dabei stets die Luftlinien. Das sind etwa 5000 Kilometer mehr als bei der Schweiz. Besonders lang war die letzte Reise von Kansas City nach Vancouver (2530 km), während die Schweiz nach dem Sechzehntelfinal in der Stadt bleiben konnte.
Ndoye hofft auf Vorteil für die Nati
Natürlich merke man mit jedem Spiel die Belastung, welche die vielen Ortswechsel mit sich bringe, sagte Kolumbiens Stürmer Luis Suarez. «Aber wir sind Profis. Wir haben mit maximaler Intensität trainiert, um genau für diese Anforderungen gerüstet zu sein.»
Auf Schweizer Seite hielt Dan Ndoye nach dem letzten Spiel in Vancouver fest, dass er es begrüsse, zwischen Sechzehntel- und Achtelfinal nicht reisen zu müssen. «Ich hoffe, das wird zum Vorteil für uns.»
Gewinnt die Schweiz das Duell, reist auch sie erstmals an diesem Turnier in eine andere Zeitzone: Vier Tage später fände der Viertelfinal in Kansas City statt.
