Nach GC-Verkauf muss Sportchef Alain Sutter offenbar gehen
Gestern kam die überraschende Meldung: Die Gruppe um den Los Angeles FC hat den Grasshopper Club Zürich verkauft. Die neue Eigentümerin des Stadtzürcher Fussballklubs ist die Bridge Football Group Switzerland AG, eine Investorengruppe, die vom Schweizer Anwalt Ludovic Deléchat geführt und von chinesischen Geldgebern finanziert wird.
Sie hält bereits Mehrheitsanteile am niederländischen Zweitligisten FC Den Bosch, an Pro Vercelli aus der italienischen Serie C und am in der zweithöchsten chinesischen Liga spielenden Shaanxi Union FC. Die Grasshoppers sollen nun das Flaggschiff des Netzwerks werden.
Die neuen Besitzer haben nun offenbar auch ihre erste grosse Entscheidung getroffen. Wie der Blick berichtet, muss GC-Sportchef Alain Sutter seinen Posten nach rund einem Jahr bereits wieder räumen. Der langjährige Nati-Spieler übernahm diesen Job im vergangenen März. Er erhielt von den Besitzern aus Los Angeles viel freie Hand, um die Mannschaft nach seinem Gutdünken zu gestalten. Dennoch mussten die Hoppers auch in der vergangenen Saison wieder in die Barrage, wo sie sich gegen den FC Aarau durchsetzen und so den Klassenerhalt sichern konnten.
Vor vier Tagen sagte Sutter in einem Interview mit Blue noch: «Wir hoffen, dass Los Angeles bleibt.» Nun ist klar: Der LAFC hat sich zurückgezogen und damit ist auch Sutters Ende bei GC offenbar besiegelt. Wer den 58-Jährigen bei den Zürchern beerben soll, sei derzeit noch nicht bekannt.
Klar ist: Die Nachfolge-Entscheidung muss schnell getroffen werden. Die neue Saison beginnt bereits in rund dreieinhalb Wochen und die Kaderplanung wurde vom LAFC bis zum Verkauf auf Eis gelegt. (abu)
