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Lara Gut-Behrami

Lara Gut-Behrami tritt zurück – ein Clip zeigt, warum sie Erfolg hatte

Lara Gut-Behrami erklärt, warum sie immer noch wütend wird, wenn sie nicht gewinnt.
Lara Gut-Behrami kann nicht verstehen, wenn junge Fahrerinnen mit wenig zufrieden sind.Bild: screenshot fis

Dieser kurze Clip zeigt, warum Lara Gut-Behrami so viel Erfolg hatte

06.08.2026, 10:1706.08.2026, 10:17

Die Karriere von Lara Gut-Behrami ist vorbei. Die Tessinerin erklärte gestern Abend ihren Rücktritt. Nach ihrem Kreuzbandriss, den sie sich bei einem Speed-Training in den USA im vergangenen November zugezogen hatte, ist die 35-Jährige verständlicherweise nicht mehr bereit, ihre Gesundheit nochmals aufs Spiel zu setzen.

Gut-Behrami geht so als die zweitbeste Skirennfahrerin der Schweiz in die Geschichte ein. 48 Weltcupsiege hat sie auf dem Konto und liegt damit nur knapp hinter Vreni Schneider (55 Siege). Zudem ist die Tessinerin die einzige Fahrerin überhaupt im Weltcup, die in drei Disziplinen zehn oder mehr Siege geholt hat.

Neben ihrer fantastischen Technik war es vor allem die Einstellung im Kopf, die Gut-Behrami derart erfolgreich gemacht hat. Nichts zeigt das so sehr wie ein kurzes Interview vor dem letztjährigen Riesenslalom in Sölden, der am Ende ihr letztes Weltcuprennen geworden ist. Auf die Frage, ob sie immer noch wütend werde, wenn sie nicht gewinne, antwortete die Schweizerin ohne zu zögern: «Sehr oft.»

Danach holte Gut-Behrami aus, um sich zu erklären. Sie vermisse die Ehrlichkeit im Skiweltcup wie zu den Zeiten, als sie erstmals Fuss fasste. «Da gab es Fahrerinnen wie Anja Pärsson, Janica Kostelic oder Tina Maze, die ihre echten Emotionen zeigen. Damals war es auch okay, mal wütend zu sein», erklärte Gut-Behrami. Heute gehe es auch wegen Social Media nur darum, dass einen alle mögen, dass man jederzeit fair und nett sei.

Das ganze Gespräch mit Lara Gut-Behrami vor dem letztjährigen Riesenslalom in Sölden (Englisch).Video: YouTube/World Cup Alpine

Dabei habe Wut durchaus ihren Platz im Sport. «Wir arbeiten hart, um Rennen zu gewinnen, nicht um auf Platz 25 zu fahren», sagte Gut-Behrami. Deshalb könne sie nicht verstehen, wenn junge Fahrerinnen den 2. Lauf verpassen und trotzdem zufrieden sind und so täten, als wäre das okay. «Es ist nicht okay», ärgert sich die Schweizerin und ergänzt: «Ich will nicht Druck aufsetzen und sagen, dass sie schlecht sind. Aber es ist nicht okay, wenn es dir egal ist, ob du dich für den 2. Lauf qualifizierst oder nicht.»

Man müsse Freude haben an allem, was man erreicht. Aber am Ende sei es ein Wettbewerb, der Weltcup. Da brauche es grosse Ziele. «Ich kann damit leben, wenn ich einen Fehler mache und auf Platz 25 lande. Aber ich werde dann nicht dastehen und so tun, als hätte ich Freude daran», schloss Gut-Behrami ihren Monolog und erntete dafür von der anwesenden Runde Applaus.

Im Ski-Ruhestand muss sich Lara Gut-Behrami nun nicht mehr über verpasste Siege oder gleichgültige Youngsters ärgern. Aber vielleicht wären ihre Erfahrung und ihre Einstellung irgendwann auch als Trainerin sehr wertvoll. (abu)

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Die erfolgreiche Karriere von Lara Gut-Behrami
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Die erfolgreiche Karriere von Lara Gut-Behrami

Am 28. Dezember 2007 tritt Lara Gut zum ersten Mal im Weltcup auf. Im Riesenslalom von Lienz verpasst sie den zweiten Lauf.

quelle: swissski / olivier maire
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