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WM 2026: Österreich ist mit 3:3-Last-Minute-Drama gegen Algerien weiter

La joie des Autrichiens après le 3-3 de Sasa Kalajdzic
Die Österreicher überfallen den eben erst eingewechselten 3:3-Torschützen Sasa Kalajdzic.Bild: fxp-fr-sda-rtp

Unfassbares Drama – Österreich rettet sich in letzter Sekunde in die K.o.-Phase

Drama pur zum Abschluss der Vorrunde: In Kansas City sichern sich der nächste Schweizer Gegner Algerien und Österreich beim 3:3 die letzten zwei Tickets für die Sechzehntelfinals in einem unfassbaren Finish.
28.06.2026, 06:3528.06.2026, 06:47

Der Match plätscherte so vor sich hin. Das Unentschieden half schliesslich beiden Mannschaften zum Weiterkommen. Nach dem 2:2 in der 60. Minute einigten sich die beiden Teams stillschweigend, aber offensichtlich auf den befürchteten Nichtangriffspakt - bis zur 93. Minute. Da lancierte Houssem Aouar seinen Captain Riyad Mahrez und dieser traf zum 3:2 für Algerien. Damit war Österreich virtuell ausgeschieden und der Iran unverhofft als einer der besten Gruppendritten Sechzehntelfinal-Gegner der Schweiz.

Die iranische Hoffnung und die österreichische Trauer hielten nur drei Minuten. Dem nur Sekunden zuvor eingewechselten Sasa Kalajdzic gelang in seinem 24. Länderspiel ein Treffer für die österreichischen Geschichtsbücher. Nach Kopfballvorlage von Michael Gregoritsch traf der zwei Meter grosse Kalajdzic mit dem Kopf und verhalf seinem Team zum ersten Einzug in eine WM-K.o.-Runde seit 1954. Im Sechzehntelfinal trifft Österreich auf Spanien.

Ein Ausscheiden von Österreich wäre sehr bitter gewesen. Vor der verrückten Nachspielzeit war das Team von Nationalcoach Ralf Rangnick zweimal in Führung gegangen. Marko Arnautovic (28.) und Marcel Sabitzer (55.) waren erfolgreich, Rafik Belghali (45.) und Mahrez (60.) glichen jeweils aus.

Mit Aussenverteidiger Jaouen Hadjam von den Young Boys, Ersatzkeeper Melvin Matil von Stade Nyonnais und dem ehemaligen Lugano-Stürmer Mohamed Amoura stehen auch Spieler im algerischen Kader, die der Schweiz verbunden sind. Zu den Aushängeschildern der Mannschaft, die nicht zuletzt technisch viel zu bieten hat, gehören Captain Riyad Mahrez, Nabil Bentaleb, Ramy Bensebaini, Rayan Aït-Nouri oder auch der junge Ibrahim Maza.

Im zweiten Spiel der Gruppe J kam Argentinien in Arlington zum dritten Sieg. Beim 3:1 gegen Jordanien erzielte Lionel Messi nach seiner Einwechslung mit einem Freistoss, bei dem Goalie Yazeed Abulaila die Orientierung verlor, seinen bereits sechsten Treffer an diesem Turnier und den 19. überhaupt an einer WM.

Die Telegramme

Algerien - Österreich 3:3 (1:1)
Kansas City. - 69'045 Zuschauer. - SR Tantashev (UZB).
Tore: 28. Arnautović (Alaba) 0:1. 45. Belghali 1:1. 55. Sabitzer (Laimer) 1:2. 60. Mahrez (Aouar) 2:2. 93. Mahrez (Aouar) 3:2. 96. Kalajdžić (Gregoritsch) 3:3.
Algerien: Benbot; Belghali (71. Chergui), Mandi, Bensebaini, Hadjam (71. Aït-Nouri); Chaïbi, Bentaleb; Mahrez, Maza, Aouar (94. Ghedjemis); Gouiri (71. Belaïd).Österreich: Alexander Schlager; Posch, Lienhart, Alaba (62. Danso), Mwene (95. Kalajdžić); Seiwald, Xaver Schlager (46. Grillitsch); Laimer, Schmid (46. Wanner), Sabitzer; Arnautović (46. Gregoritsch).
Verwarnungen: 11. Arnautović.

Jordanien - Argentinien 1:3 (0:2)
Arlington. - 70'649 Zuschauer. - SR Kovács (ROU).
Tore: 19. Lo Celso 0:1. 31. Lautaro Martínez (Penalty) 0:2. 55. Mousa Al Tamari (Ehsan Haddad) 1:2. 80. Messi 1:3.
Jordanien: Yazeed Abulaila; Abdallah Nasib, Yazan Al Arab, Husam Abu Dahab (90. Saleem Obaid); Ehsan Haddad, Nizar Al Rashdan (76. Amer Jamous), Noor Al Rawabdeh, Mohannad Abu Taha; Ali Azaizeh (46. Mousa Al Tamari), Ali Olwan (90. Mohammad Abu Zraiq); Odeh Fakhoury (46. Mahmoud Al Mardi).
Argentinien: Emiliano Martínez; Palacios, Otamendi, Senesi, Tagliafico; Simeone (71. Barco), Paz (61. Mac Allister), Paredes, Lo Celso (60. Almada); Lautaro Martínez (60. Messi), Alvarez (82. López).
Verwarnungen: 17. Mohannad Abu Taha. 64. Yazan Al Arab. 94. Mohammad Abu Zraiq. (abu/sda)

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Vielleicht hat dieses Frankreich ja doch eine Schwachstelle …
Die Offensive Frankreichs ist nicht nur von den Namen her eine der besten an der WM. Defensiv wirkten die Bleus hingegen nicht immer sattelfest – ist das ein Grund zur Sorge?
Den Verteidigern, die sich der französischen Offensive gegenübersehen, kann man nur Glück wünschen. Es wäre diesen nämlich nicht zu verübeln, wenn sie nur schon beim Lesen der Namen schlotternde Knie bekommen: Kylian Mbappé. Ousmane Dembélé. Michael Olise. Désiré Doué.
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