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Olympia 2028

Olympia 2032: Ruder-Wettbewerbe trotz Protesten auf Krokodilfluss

BUNUBA RANGERS, A Johnstone s crocodile or freshwater crocodile is seen in the Danggu Geikie Gorge National Park on the Fitzroy River near Fitzroy Crossing in the Kimberley region of Western Australia ...
Im Fitzroy River sind Krokodile heimisch.Bild: www.imago-images.de

Ruderer protestieren – doch bei Olympia müssen sie auf einen Krokodilfluss

Trotz Krokodilen und Debatten über Strömung und Sicherheit soll im australischen Fitzroy River 2032 um Medaillen gerudert werden. Aber wie werden die Sportler geschützt?
18.09.2026, 08:0318.09.2026, 08:03
Ein Artikel von
t-online

In einem Fluss mit Salzwasserkrokodilen soll bei den Olympischen Spielen 2032 in Brisbane gerudert werden. Der Fitzroy River bei Rockhampton im australischen Bundesstaat Queensland sei als Austragungsort für Rudern, Para-Rudern, Kanu-Sprint und Para-Kanu bestätigt worden, teilte die Regionalregierung mit. Die internationale technische Prüfung der geplanten Wettkampfstrecke sei abgeschlossen und positiv ausgefallen, sagte der Regierungschef von Queensland, David Crisafulli.

Crisafulli erklärte im Landesparlament, der Wettkampfort habe die unabhängige Begutachtung «mit Bravour» bestanden. «Es ist offiziell, unter Dach und Fach und besiegelt», betonte der Regierungschef. Der Ruder-Weltverband World Rowing und der Kanuverband Paddle Worldwide hätten die Ergebnisse geprüft und den Standort ebenfalls gebilligt.

Ruderer forderten andere Wettkampfstrecke

Um den Standort gab es seit der Bekanntgabe der Pläne im März 2025 Debatten. Der Fitzroy River ist Lebensraum zahlreicher Salzwasserkrokodile. Zudem gab es grosse Bedenken wegen der starken Strömungen, häufiger Überschwemmungen und hoher Sedimentmengen im Fluss. Mehr als 500 Ruderinnen und Ruderer, darunter der ehemalige australische Olympiasieger Drew Ginn, hatten sich in einem offenen Brief für einen anderen Standort im Südosten Queenslands ausgesprochen.

CRICKET AUSTRALIA PRESSER, Cricket Australia Executive General Manager of High Performance and ex Olympic rower Drew Ginn is seen during an announcement in Sydney, Friday, October 11, 2019. Cricket Au ...
Ex-Ruderer Drew Ginn.Bild: www.imago-images.de

Die geplante Strecke im Fitzroy River wurde dann aber unabhängig technisch geprüft – unter anderem auf Flussbett, Strömungen, Wasserstände sowie Wind-, Wetter- und Umweltbedingungen. Hinzu kamen Vor-Ort-Untersuchungen und Modellberechnungen. Wie die Sportler speziell vor Krokodilen geschützt werden sollen, wurde zunächst nicht bekannt. Jedoch gibt es schon länger einen Managementplan der Behörden: Grosse Tiere und Krokodile mit gefährlichem Verhalten werden etwa gezielt entfernt.

Wie soll die Strecke aussehen?

Nach Angaben der Regionalregierung bietet der Fluss auf einem 2,7 Kilometer langen Abschnitt genügend Platz für eine internationale Strecke. Vorgesehen ist eine 2'000 Meter lange Regattastrecke mit acht Bahnen sowie Bereichen für Start und Ziel. Eine Verbreiterung des Flusses oder Ausbaggerungen seien nach den Untersuchungen nicht erforderlich, sagte Queenslands stellvertretender Premier Jarrod Bleijie.

Nach der Bestätigung des Austragungsorts beginnt nun die detaillierte Planung für die Wettkampfanlagen. Rockhamptons Bürgermeister Tony Williams begrüsste die Entscheidung. «Jetzt ist es an der Zeit, mit der Planung der Infrastruktur zu beginnen und die notwendigen Arbeiten auf den Weg zu bringen», zitierte ihn die Tierschutzorganisation AAP. (nih/t-online)

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46 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Hans Dampf
18.09.2026 08:51registriert Februar 2014
Da kann man sich wenigstens auf ein paar Weltrekorde freuen🤷...🐊🛶
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flubbi
18.09.2026 09:10registriert Juli 2026
Der Fluss ist 700km von Brisbane entfernt, er scheint nicht gestaut zu sein (Strömung?) und es leben Krokodile darin. Damit wäre ich auch nicht besonders glücklich.
Umgekehrt mussten die Triatlethen in Paris in der Seine schwimmen was auch ziemlich... scheisse war.
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International anerkannter Experte für ALLES
18.09.2026 08:42registriert Juli 2021
Salties gehören zusammen mit den Nilkrokodilen zu den gefährlichsten Arten. Dass man in einem Fluss rudern soll, wo diese Tiere wohnen, ist unverständlich.
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