Holpriger Tag für die Favoriten – Golubic souverän weiter
Golubic meistert Pflichtaufgabe – nun wartet Paolini
Golubic (WTA 62) erfüllte die Pflichtaufgabe gegen die Weltnummer 215 Schymanowitsch trotz einer Schwächephase im zweiten Satz letztlich souverän. In den letzten beiden Jahren war die 33-jährige Zürcherin beim Rasen-Grand-Slam-Turnier jeweils gleich zum Auftakt gescheitert. Nun trifft sie am Donnerstag auf die Italienerin Jasmine Paolini (WTA 17).
Golubic hatte die Partie über weite Strecken im Griff und war die solidere und variablere Spielerin. Einzig im zweiten Durchgang musste sie sich vorübergehend vom Powertennis der vier Jahre jüngeren Osteuropäerin dominieren lassen. Erst einmal, vor drei Jahren am French Open, hatte Schymanowitsch das Hauptfeld eines Major-Turniers und dabei die 2. Runde erreicht.
Dafür fehlte ihr diesmal viel. Der dritte Satz und damit die Partie wurde wieder eine klare Beute von Golubic. Nach gut eindreiviertel Stunden nutzte die Schweizerin ihren ersten Matchball.
Nun steht Golubic in der 2. Runde und darf auf einen ähnlichen Exploit wie 2021 hoffen, als sie beim Rasen-Höhepunkt bis in die Viertelfinals vorgestossen war. Die nächste Hürde ist höher, aber nicht unüberwindbar. Jasmine Paolini stand zwar vor zwei Jahren beim French Open und in Wimbledon im Final und etablierte sich zwischenzeitlich in den Top 10. Danach konnte die nur 1,63 m kleine Toskanerin aber nicht mehr ganz an diese grossen Erfolge anknüpfen.
Die 1. Runde überstand Paolini mit viel Mühe mit 7:5 im dritten Satz gegen die Qualifikantin Robin Montgomery. Auch hat Golubic drei von vier Duellen gewonnen. Das letzte liegt allerdings bereits vier Jahre zurück und ging an die Italienerin.
Tränen der Erleichterung bei Swiatek
Am Ende brach sie beim Siegerinterview in Tränen aus. Iga Swiatek hat schwierige Monate hinter sich. Nach ihrem sechsten Grand-Slam-Titel vor einem Jahr in Wimbledon passte bei der Polin nicht mehr viel zusammen. In diesem Jahr ist sie noch ohne Finaleinzug, beim einzigen Vorbereitungsturnier auf Rasen in Bad Homburg scheiterte sie bereits in der Startrunde. Auch gegen Taylor Townsend, die Nummer 79 der Welt, tat sich Swiatek sehr schwer, sie setzte sich aber am Ende in gut zwei Stunden 6:1, 2:6, 6:3 durch. «Ich habe in diesem Jahr glaub noch keinen dritten Satz gewonnen», meinte sie schluchzend. Was allerdings nicht stimmt, es war der vierte Sieg über drei Sätze.
Rybakina ebenfalls mit Mühe
Mühe bekundete auch die als Nummer 2 gesetzte Jelena Rybakina, doch auch die Kasachin setzte sich gegen Loïs Boisson (WTA 154) in drei Sätzen 6:4, 1:6, 6:3 durch. Die Wimbledonsiegerin von 2022 und Champion in Melbourne Anfang Jahr ist eine der grossen Favoritinnen.
Shelton bereits ausgeschieden
Einen Krimi nicht erfolgreich gestalten konnte hingegen Ben Shelton. Der Weltranglisten-Fünfte und letztjährige Viertelfinalist unterlag dem finnischen Qualifikanten Otto Virtanen (ATP 140) im Match-Tiebreak des fünften Satzes. Bei 9:8 konnte der Amerikaner einen Matchball nicht nutzen, zwei Punkte später musste er die Koffer packen. (car/sda)
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