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Zverev trifft im French-Open-Final auf Cobolli

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Zverev (r.) und der im Halbfinal unterlegene tschechische Tennis-Profi Jakub Mensik.Bild: keystone

Zverev trifft im French-Open-Final auf Cobolli

05.06.2026, 19:0205.06.2026, 19:12

Alexander Zverev bestreitet am Sonntag beim French Open seinen vierten Grand-Slam-Final. Der 29-jährige Deutsche setzt sich gegen den Tschechen Jakub Mensik mit 7:5, 6:2, 3:6, 6:3 durch und trifft im Final auf Flavio Cobolli.

Der lang ersehnte erste Turniersieg bei einem Major ist für Zverev nochmals etwas näher gerückt. Der Weltranglistendritte aus Hamburg verlor im Duell mit dem jungen Jakub Mensik (ATP 27) nur im dritten Satz zwischenzeitlich den Fokus. Nachdem der Tscheche sich einige Minuten lang am Nacken hatte behandeln lassen, häuften sich plötzlich die Fehler beim Favoriten. Mensik schaffte sein einziges Break und verkürzte in den Sätzen.

Zur Wende fehlte dann aber doch einiges. Der Teenager war nach einigen harten Matches in den letzten Tagen nicht mehr im Vollbesitz seiner Kräfte. Im vierten Satz geriet er rasch vorentscheidend 0:3 in Rückstand.

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Zverev mit einem Rückhand-Ball im Halbfinal.Bild: keystone

Unter dem Strich zeigte Zverev dem Court Philippe-Chatrier eine bemerkenswert abgeklärte Leistung. Von Nervosität, die ihm in der Vergangenheit immer wieder Mal auf grössten Bühnen einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, war nichts zu sehen. Nach drei Stunden schlug er zum Match auf und brachte sein letztes Servicegame problemlos durch.

Der Olympiasieger von Tokio 2021 steht zum vierten Mal nur noch einen Sieg vor dem grossen Triumph und die Ausgangslage ist vor dem Final auch wegen des frühen Ausscheidens von Jannik Sinner und der verletzungsbedingten Absenz von Carlos Alcaraz so vielversprechend wie noch nie.

Zum ersten Mal geht er als besser klassierter Spieler in ein Grand-Slam-Endspiel: 2020 verlor er beim US Open nach Zweisatz-Führung gegen den Österreicher Dominic Thiem, 2024 unterlag er beim French Open ebenfalls über die volle Distanz gegen Carlos Alcaraz und 2025 war er beim Australian Open gegen Jannik Sinner chancenlos.

Cobolli kampflos im Final

Flavio Cobolli (ATP 14) schaffte es kampflos in den Final. Der 24-Jährige aus Florenz profitierte im Halbfinal vom Forfait seines Landsmannes Matteo Arnaldi, dessen überraschender Lauf in Paris wegen eines Virus' am Freitag abrupt endete. Eine halbe Stunde vor dem Start seines Halbfinals musste der Weltranglisten-104. seinen bislang grössten Auftritt absagen.

Durch den Vorstoss unter die letzten vier kassiert Arnaldi 750'000 Euro und wird in der Weltrangliste vom 104. auf den 30. Rang vorstossen.

Italy's Flavio Cobolli reacts after winning the quarterfinal tennis match against Canada's Felix Auger-Aliassime at the French Open in Paris, Wednesday, June 3, 2026. (AP Photo/Emma Da Silva ...
Cobolli hat derzeit gut lachen.Bild: keystone

Für Cobolli steht schon mal fest, dass er am Montag zum ersten Mal in den Top 10 des Rankings klassiert sein wird. Für den grossen Coup fehlt ihm noch ein Sieg gegen Zverev. Einen solchen schaffte er in diesem Jahr bereits einmal. Vor sieben Wochen deklassierte der Toskaner den Deutschen im Halbfinal von München mit 6:3, 6:3. Die restlichen drei Duelle, die sich die beiden innerhalb der letzten gut zwölf Monate lieferten, gingen an Zverev, unter anderem jenes beim Turnier nach München im Viertelfinal von Madrid (6:1, 6:4).

(sda)

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