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WM 2026: Rauch aus Kanada sorgt in New York für schlechte Luftqualität

epa13116413 Wildfire smoke is seen amongst the Manhattan skyline and Brooklyn Bridge from the Brooklyn Promenade in the Brooklyn borough of New York, New York, USA, 16 July 2026. The National Weather  ...
Manhattan ist in Rauch eingehüllt.Bild: keystone

Rauchwolke kommt aus Kanada – schlechte Luftqualität in New York direkt vor dem WM-Final

Rauchwolken von Waldbränden in Kanada sorgen in New York momentan für schlechte Luftqualität und apokalyptische Bilder. Bis zum WM-Final am Sonntag sollte sich die Lage aber wieder etwas entspannen.
17.07.2026, 08:5417.07.2026, 08:59

In der Provinz Ontario, im Osten von Kanada, wüten derzeit diverse Waldbrände. Besonders betroffen sind die Wälder nordwestlich des Lake Superior, in der Nähe der Stadt Thunder Bay, wo es neun verschiedene Brandherde gibt. Die Brände hatten in der Region schon Evakuierungen von ganzen Ortschaften zur Folge und sorgten unter anderem für spektakuläre Bilder, als ein Güterzug in den Flammen warten musste.

Die Brände könnten jetzt aber möglicherweise gar auf den WM-Final Einfluss haben, der im rund 2200 Kilometer entfernten New York (eigentlich ja New Jersey) stattfindet. Denn mittlerweile hat die Rauchwolke der kanadischen Waldbrände die Metropole an der amerikanischen Ostküste erreicht und beeinflusst dort die Luftqualität stark. Die New Yorker Regierung hat die Bevölkerung vor der schlechten Luftqualität gewarnt und sie dazu aufgerufen, unnötige Aufenthalte im Freien zu vermeiden.

«Wer heute die New Yorker Luft einatmet, der raucht etwa zehn Zigaretten», sagte ein Luftverschmutzungsexperte der US-Umweltbehörde EPA gegenüber der New York Post. In diesen Bedingungen Fussball zu spielen, ist keine angenehme Angelegenheit. Die MLS-Partie zwischen den Chicago Fire und den Vancouver Whitecaps in Chicago, wo ähnlich rauchige Bedingungen herrschen, wurde abgesagt. Der ehemalige Dortmund-, Bayern- und Barcelona-Stürmer Robert Lewandowski hätte dort eigentlich sein Debüt in der nordamerikanischen Fussball-Liga geben sollen.

Stattgefunden hat dagegen die Partie zwischen dem Gotham FC und den Washington Spirit in der höchsten Fussballliga der Frauen in den Vereinigten Staaten. Trinity Rodman, die bestbezahlte Fussballerin der Welt, sagte danach, dieses Spiel hätte so nie stattfinden dürfen. Um den Bedingungen gerecht zu werden, gab es pro Halbzeit zwei zusätzliche Pausen – doch das war offenbar nicht genug. «Ich glaube, auf beiden Seiten hätten wir gerne noch mehr Pausen gehabt», sagte Rodman nach dem Spiel.

Am Sonntagabend (21 Uhr Schweizer Zeit) geht im MetLife Stadium in New Jersey, nicht weit von Manhattan entfernt, der WM-Final zwischen Spanien und Argentinien über die Bühne. Immerhin gibt es dafür einigermassen gute Nachrichten: Im Laufe des Freitags soll sich die Rauchsituation in New York etwas entspannen und am Samstag sollte sich die Luftqualität mit Regenschauern noch weiter verbessern. (abu)

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