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Reusser verteidigt Maillot Jaune an Tour de France – verpasst aber Sieg

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Marlen Reusser wird auch am Donnerstag das Maillot Jaune tragen.Bild: www.imago-images.de

Reusser verpasst zweiten Etappensieg in Folge knapp – bleibt aber in Gelb

Marlen Reusser bleibt nach der 5. Etappe der Tour de France Femmes im Maillot Jaune. Die Bernerin überzeugt einen Tag nach ihrem Sieg im Einzelzeitfahrerin auch auf dem Teilstück von Mâcon nach Belleville-en-Beaujolais mit dem 2. Platz.
05.08.2026, 17:5905.08.2026, 19:46

Es fehlte wenig zum vierten Etappensieg an der Tour de France. Marlen Reusser kam zusammen mit der Niederländerin Demi Vollering und der Polin Kasia Niewiadoma nach 140 schwierigen Kilometern in die Schlussgerade und lieferte sich mit den beiden einen Sprint, aus dem Vollering knapp als Siegerin hervorging.

Wichtiger noch als der Schlusssprint war für Reusser aber der erfolgreiche Widerstand in den letzten beiden Anstiegen der Etappe. Die 34-Jährige geriet trotz zahlreicher Angriffe von Vollering, ihrer erste Verfolgerin im Gesamtklassement, nie ernsthaft in Bedrängnis. Bloss in den letzten Metern des letzten Anstiegs und in der folgenden Abfahrt verlor sie zwischenzeitlich etwas Terrain auf Vollering und Niewiadoma.

Die dreifache Tour-de-Suisse-Siegerin verlor letztlich wegen der Zeitbonifikationen im Ziel bloss zwei Sekunden auf Vollering. Ihr Vorsprung auf die Niederländerin beträgt neu zwölf Sekunden. Dritte ist Niewiadoma mit 1:17 Minuten Rückstand.

Marlen Reusser hatte auf der Etappe mit 2880 Höhenmetern, aber ohne die ganz grossen Schwierigkeiten, zwischenzeitlich virtuell das Maillot Jaune verloren. Eine 19-köpfige Spitzengruppe mit der Schweizerin Noemi Rüegg und den im Gesamtklassement noch besser klassierten Antonia Niedermaier und Femke de Vries fuhr rund zwei Minuten Vorsprung auf das Feld heraus, bevor Reussers Team Movistar den Rückstand mit einem Effort reduzierte und über Kilometer hinweg im Rahmen hielt.

In den letzten 30 Kilometern schlossen die stärksten Fahrerinnen aus dem Feld zur Spitzengruppe auf. Opfer der Tempoverschärfung wurde unter anderen die Vorjahressiegerin Pauline Ferrand-Prévot, die bereits im Einzelzeitfahren viel Zeit auf Reusser verloren hatte. Sie ist wohl aus der Entscheidung um den Gesamtsieg gefallen. Noemi Rüegg kam als 36. mit 6:15 Minuten Rückstand ins Ziel.

Am Donnerstag geht es mit einem Teilstück mit vielen leichten und mittelschweren Anstiegen weiter Richtung Süden. Am Freitag steht dann der gefürchtete Aufstieg zum Mont Ventoux bevor. Die letzten beiden Etappen am Wochenende haben beide den Zielort Nizza an der französischen Riviera. (sda)

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