Pogacar lässt in den Pyrenäen die Muskeln spielen – Vingegaard und Co. schon geschlagen?
Die erste Bergetappe der Tour de France wurde zu einer Machtdemonstration von Tadej Pogacar. «Es war ein unglaublicher Sieg, einer meiner schönsten», sagte er im Ziel.
Am zweitletzten Anstieg, hinauf zum legendären Col du Tourmalet, verschärfte er das Tempo kontinuierlich, bis ihm keiner mehr folgen konnte. Nach inoffiziellen Angaben pulverisierte Pogacar an diesem Berg die von ihm gehaltene Rekordzeit um mehr als zwei Minuten. «Gestern nach der Etappe blickten wir im Bus alle schon erwartungsfroh auf die heutige Etappe», verriet Pogacar. «Ich erwachte um 7 Uhr und war schon richtig heiss darauf.»
Discesa FOLLE di Tadej Pogacar dal Tourmalet: in solitaria lo sloveno tocca i 107 km/h 😱🏔️#Ciclismo #Cycling #TourdeFrance #TDF2026 #Pogacar pic.twitter.com/F2pbirOo6n
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Bis ins Ziel in Gavarnie-Gèdre baute er seinen Vorsprung weiter aus. Am Ende nahm Tadej Pogacar seinem schärfsten Rivalen Jonas Vingegaard, dem Zweitplatzierten der Etappe, 2:40 Minuten ab. «Ich habe nichts kalkuliert, sondern wollte bis ins Ziel Vollgas fahren», schilderte der Dominator.
Pogacar übernimmt auch das Maillot Jaune. Der bisherige Gesamtleader Torstein Träen war schon abgehängt, als er in der Abfahrt vom Tourmalet zudem noch stürzte. Der Norweger konnte das Rennen aber fortsetzen. «Ich hoffe, es geht ihm gut», sagte Pogacar, «es ist eine gefährliche Abfahrt».
#TDF2026 | ¡Accidente del maillot amarillo del Tour de Francia 2026!
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😢 La caída de Torstein Traeen en el descenso del Tourmalet: pic.twitter.com/3TxvMJxTQb
Schon jetzt scheint klar, dass nur ein Sturz oder eine Krankheit Tadej Pogacar am dritten Gesamtsieg in Folge und dem fünften Tour-Erfolg insgesamt hindern kann. Der 27-jährige Slowene untermauerte seine Stellung als erfolgreichster Radprofi der Gegenwart – und für nicht wenige Beobachter ist er bereits jetzt der Beste der Geschichte.
Das neue Gesamtklassement
Im Vingegaard-Lager gibt man den Kampf aber noch nicht auf. «Das ist natürlich eine Lücke, aber wir haben erst sechs Etappen hinter uns», sagte sein sportlicher Leiter Marc Reef bei Eurosport. (ram)
