Sport
Wintersport

Federica Brignone «würde Olympiamedaillen für gesundes Bein eintauschen»

Italy's Federica Brignone shows her gold medals, one for an alpine ski, women's giant slalom race, and one for a super-G, at Casa Italia, at the 2026 Winter Olympics, in Cortina d'Ampez ...
Federica Brignone hätte lieber ein gesundes Bein als zwei Goldmedaillen.Bild: keystone

Federica Brignone will lieber gesund sein: «Würde die Goldmedaillen sofort eintauschen»

Federica Brignone erlebt bei den Winterspielen in Cortina d'Ampezzo ein Ski-Märchen mit zwei Goldmedaillen. Und das, obwohl sie «Todesangst» verspürte.
16.02.2026, 13:0716.02.2026, 13:07
Ein Artikel von
t-online

Die zweimalige Olympiasiegerin Federica Brignone hat mit einem Statement über das von ihr gewonnene Edelmetall Aufsehen erregt. Sie würde ihre «beiden olympischen Medaillen sofort eintauschen, um diese Verletzung nicht noch einmal zu erleiden», sagte die 35-jährige Italienerin der Zeitung «La Repubblica» nach ihren Siegen im Super-G und Riesenslalom bei den Winterspielen in Cortina d'Ampezzo.

Die Riesenslalom-Weltmeisterin hatte sich im April 2025 bei einem Sturz bei den nationalen Meisterschaften schwer verletzt. Mehrfache Frakturen des Schienbeinplateaus und des Wadenbeinkopfes sowie ein Kreuzbandriss drohten, ihren Olympia-Traum zu zerstören. Erst Mitte Januar kehrte sie in den Weltcup zurück.

«Mein Schienbein hat ein Loch»

«Ich habe mein Bein und mein Knie komplett ruiniert, und jeder Tag ist ein Kampf», beschrieb Brignone ihre Situation. Die zweimalige Gesamtweltcupsiegerin kämpft weiterhin mit den Folgen: «Mein Schienbein ist nicht mehr richtig ausgerichtet, es hat ein Loch. Zwei Monate lang konnte ich mein Bein nicht einmal beugen, und selbst jetzt weiss ich nicht, ob ich jemals wieder Tennis spielen kann.»

epa12710976 Flagbearer Federica Brignone and Team Italy enter the stadium during the Opening Ceremony of the Milano Cortina 2026 Winter Olympic Games in Cortina d'Ampezzo, Italy, 06 February 2026 ...
Bei der Eröffnungszeremonie trug Federica Brignone die italienische Fahne.Bild: keystone

Während ihrer Olympia-Rennen sei sie «in höchster Alarmbereitschaft» gewesen. «Wie, wenn man Todesangst hat», erklärte die 37-malige Weltcupsiegerin. Die Allrounderin, die bei der Eröffnungsfeier die italienische Fahne trug, betonte, sie sei ohne Goldambitionen angereist. Mit dieser Einstellung erlebte sie ein unerwartetes Ski-Märchen.

«Es war ein Wunder, hier zu sein, die Flagge zu tragen, das, was ich mir am meisten gewünscht und in meinem Leben vermisst hatte», sagte Brignone. Nach ihrem überraschenden Doppel-Gold will sich die Italienerin nun weiter auf ihre Genesung konzentrieren. (nih/t-online/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder der Olympischen Spiele Mailand-Cortina 2026
1 / 103
Die besten Bilder der Olympischen Spiele Mailand-Cortina 2026

Das olympische Feuer im Mailänder Friedensbogen ist erloschen – die Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina sind offiziell beendet.

quelle: keystone / wu hao
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Schweizer Firma bricht Rolltreppen-Weltrekord in China
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Nations League: Irland-Torwart Bazunu boykottiert Israel-Spiele
Die Aufeinandertreffen mit der Mannschaft aus dem Nahen Osten lösten unter Irlands Nationalspielern Diskussionen aus – und erregten darüberhinaus Aufsehen. Nun stehen mehrere Entscheidungen fest.
Debatte beendet: Die umstrittenen Nations-League-Spiele zwischen Irland und Israel sollen wie geplant stattfinden. Das teilte der irische Verbandspräsident David Courell am Samstag nach einer «90-minütigen Mannschaftssitzung» mit: «Es gab eine deutliche Mehrheit, die sich für eine Fortsetzung ausgesprochen hat. Der Verband hat die Entscheidung getroffen, diese Spiele auszutragen.» Allerdings entschied sich Irlands Torwart Gavin Bazunu dazu, nicht gegen Israel anzutreten.
Zur Story