Sport
Ski

Federica Brignone überrascht beim Comeback am Kronplatz alle

epa12664325 Federica Brignone of Italy celebrates in the finish area during the Women's Giant Slalom race at the FIS Alpine Skiing World Cup in Kronplatz, Italy, 20 January 2026. EPA/ANDREA SOLER ...
Federica Brignone jubelt nach ihrem 2. Lauf.Bild: keystone

«Ihr Bein sah überhaupt nicht gut aus»: Brignone überrascht beim Comeback alle

Es ist die Geschichte vom Riesenslalom am Kronplatz. Federica Brignone fährt bei ihrem Comeback sensationell auf den 6. Platz und ist somit für Olympia definitiv eine Medaillenkandidatin.
20.01.2026, 16:0520.01.2026, 16:05

292 Tage nach ihrem fürchterlichen Sturz bei den italienischen Meisterschaften ist Federica Brignone zurück im Ski-Weltcup. Die Italienerin sichert sich mit dem 6. Platz beim Riesenslalom am Kronplatz gleich ein Topergebnis. Einen doppelten Schien- und Wadenbeinbruch sowie einen Kreuzbandriss zog sich Brignone bei ihrem Sturz im April 2025 zu und es war von Anfang an klar, dass es mit Blick auf die Olympischen Spiele im eigenen Land ein Wettlauf gegen die Zeit wird.

Am Montag verkündete die 35-Jährige auf einer Pressekonferenz, dass sie am Kronplatz an den Start gehen wird und sorgte somit bereits für die erste Überraschung. «Ich muss meinen Körper, meinen Kopf und mein Bein testen», erklärte Brignone und stellte klar, dass sie weiterhin täglich mit Schmerzen zu kämpfen habe.

Das Rennen am Dienstag startete sehr gut für die aktuelle Riesenslalom-Weltmeisterin, sie klassierte sich im 1. Lauf auf dem siebten Platz. «Es war ziemlich emotional, und zu Beginn des Laufs war ich blockiert. Doch es ist ein wunderbarer Tag», sagte Brignone bereits am Mittag gegenüber «SRF» und es kam noch besser für sie.

Auch im zweiten Durchgang merkte man kaum, dass die letztjährige Gesamtweltcupsiegerin in diesem Winter noch kein Rennen bestritten hatte, und sie durfte zwischenzeitlich sogar auf dem Leaderthron Platz nehmen. Schlussendlich wurde Brignone starke Sechste.

«Es waren viele Emotionen. Ich wusste nicht, wo ich stehe, es war eine spezielle Situation für mich», erklärte «Fede» nach dem Rennen. Die Schmerzen habe Brignone durch das ganze Adrenalin nicht gespürt. «Heute war wirklich ein fantastischer Tag.»

Auch die Konkurrenz staunt über das Comeback von Brignone. «Es ist unglaublich. Ich war im Sommer bei Brignone und habe ihr Bein gesehen und das sah überhaupt nicht gut aus», sagte die Zweitplatzierte Camille Rast. «Sie hat sicherlich nicht vergessen, wie man Ski fährt. Es fehlt nicht viel, bis sie wieder ganz oben stehen wird.» Die Eurosport-Kommentatoren sprachen nach dem ersten Durchgang sogar vom «Comeback des Jahres».

Mit einem solchen Comeback gehört Brignone zu den grossen Medaillenkandidatinnen an den Olympischen Spielen. Neben dem Riesenslalom würde sie wohl auch in der Abfahrt und dem Super-G an den Start gehen. Eine olympische Goldmedaille fehlt noch im glorreichen Palmarès von Brignone. Bereits am kommenden Samstag steht in Spindlermühle der nächste Riesenslalom an.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die (schon jetzt) unfassbare Karriere von Ski-Star Marco Odermatt
1 / 51
Die (schon jetzt) unfassbare Karriere von Ski-Star Marco Odermatt

Am 8. Oktober 1997 wird Marco Odermatt in Stans NW geboren. Zwei Jahre und zwei Monate später steht Klein Marco erstmals auf Skiern.

quelle: marco odermatt / marco odermatt
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Kommentatoren feiern Odis Lauberhorn-Sieg
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
1
Schweizer Handball-Nati deklassiert Montenegro – und ist dank Slowenien-Sieg weiter
Die Schweiz steht an der Handball-EM erstmals seit 2004 in der Hauptrunde. Die Mannschaft von Trainer Andy Schmid gewinnt in Oslo das letzte Vorrundenspiel gegen Montenegro 43:26 und profitiert davon, dass der Olympia-Vierte Slowenien die Färöer 30:27 bezwingt.
Die Partie gegen Montenegro war für die Schweizer eine Reifeprüfung, nachdem sie am Sonntag gegen Slowenien nach einer 23:14-Führung noch 35:38 verloren hatten. Einerseits galt es, so hoch wie möglich zu siegen, um die Hoffnungen auf den Einzug in die Hauptrunde zu wahren. Andererseits war ein Erfolg mit Blick auf die WM-Qualifikation wichtig, da er den Weg vereinfacht.
Zur Story