Syrien
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epa04036677 A handout photograph provided by the Italian Navy shows a boat with 200 migrants, off the coast of Lampedusa, Italy, 22 January 2014. The Italian navy said on 22 January it has sent a frigate and helicopter to rescue some 200 migrants onboard a boat in the central Mediterranean. The vessel was seen around 90 nautical miles (170 kilometres) south of the island of Lampedusa, Italy's southern outpost which is roughly halfway between Sicily and Tunisia.  EPA/ITALIAN NAVY / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Allein 2014 versuchten rund 207'000 Flüchtlinge das Mittelmeer zu überqueren. Bild: EPA

Die Toten des Meeres

Das Fährunglück in der Adria war tragisch, aber als diese 3419 Menschen ertranken, gab's meistens nicht mal eine Meldung

Sie ist die tödlichste und am meisten genutzte Flüchtlingsroute der Welt: Die Überfahrt über das Mittelmeer. Auf der Suche nach einem besseren Leben liessen heuer 3419 Menschen ihr Leben.



Diese Zahlen sprechen Bände: Zwischen 1988 und dem 15. September 2014 sind gemäss UN-Angaben 21'344 Flüchtlinge auf der Überfahrt nach Europa ertrunken. Allein 2014 versuchten rund 207'000 Flüchtlinge das Mittelmeer zu überqueren – das waren fast dreimal so viele wie 2011 zu Zeiten des Bürgerkriegs in Libyen. 3419 Menschen liessen dabei ihr Leben

Nach aktuellen Angaben des italienischen Innenministeriums erreichten vom 1. Januar bis zum 17. Dezember genau 167'462 Flüchtlinge Italien über das Mittelmeer. Das sind im Durchschnitt 477 Menschen pro Tag. Mehr als 80 Prozent von ihnen starteten ihre gefährliche Seereise in Libyen, die übrigen in anderen nordafrikanischen Mittelmeeranrainer-Staaten. 

Bild

So erleben syrische Flüchtlingskinder die Überfahrt. Aufgenommen im Sommer 2014 in Mailand. bild: sza

Das Projekt Missing Migrants hat eine detaillierte Liste aus unterschiedlichen Quellen zusammengestellt, welche die Anzahl toten und vermissten Bootsflüchtlinge verortet. Die Daten für 2014 stammen teils von Behörden, teils auch aus Medienberichten:  

Flüchtlinge, die beim Versuch Europa zu erreichen starben

epa01623536 A total of 62 illegal immigrants including children rest after arriving on a small boat to San Sebastian de la Gomera, Canary Island, Spain, 03 February 2009.  EPA/CARLOS FERNANDEZ

Bootsflüchtlinge, gestrandet an der spanischen Küste. Bild: EPA

Drama um Frachter «Blue Sky M» im Mittelmeer

Private Seenotretter im Mittelmeer

(sza)

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    Alle Leser-Kommentare
  • AHTOH 01.01.2015 12:17
    Highlight Highlight Tragisch? Sicher!
    Aber im Unterschied zum Fährunglück wussten diese Passagiere ganz genau welches Risiko sie eingehen. Das Unverhoffte ist die Tragik.
  • zombie1969 31.12.2014 15:33
    Highlight Highlight Wer die Armeen der Warlords mit Waffen beliefert wie die EU, braucht sich hinterher nicht darüber wundern, dass diejenigen, die sich nicht totschiessen lassen wollen, vor den Toren Europas auf der Matte stehen. Das ist bestenfalls scheinheilig.

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