Kanada-Premier nutzt Teleprompter-Panne für Trump-Seitenhieb
Der kanadische Premierminister Mark Carney hielt eigentlich eine Pressekonferenz zur Wohnungspolitik in Toronto. Als mitten in der vorbereiteten Rede der Teleprompter ausstieg, nahm es Carney mit Humor und nutzte den Zwischenfall für einen Seitenhieb auf Nachbarpräsident Donald Trump. Dieser war vor nicht allzu langer Zeit ebenfalls Opfer eines launischen Teleprompters geworden, sah darin dann aber eine Verschwörung gegen seine Person statt eines technischen Problems.
Die Reporterinnen und Reporter nutzten die Gelegenheit, um den Politiker auch zu anderen Themen zu befragen (beispielsweise, was er von Gianni Infantino hält – Spoiler: Viel ist es nicht). Nicht nur das innige Verhältnis zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem FIFA-Obersten gefällt Carney nicht, er ist als kanadisches Staatsoberhaupt natürlich viel mehr über die Aussicht auf die neuen, happigen Strafzölle besorgt, die die USA gegen sein Land verhängen möchten.
Am 19. August sollen die neuen Tarife von 50 Prozent auf ausgewählte Güter in Kraft treten. Betroffen wäre eine breite Palette von Gütern, die in die USA importiert werden. Dazu gehören beispielsweise Hockeyschläger, Wein und Zement. Besonders daran ist eine neue rechtliche Dimension: Von diesen Strafzöllen wären auch Waren betroffen, die eigentlich einem Freihandelsabkommen zwischen Kanada und den USA unterliegen, die also zurzeit gar nicht verzollt werden müssen.
(hde)
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