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«Hunderte Millionen» auf versteckten Konten im Vatikan entdeckt

Interner Reformer wird fündig

«Hunderte Millionen» auf versteckten Konten im Vatikan entdeckt

05.12.2014, 00:5305.12.2014, 08:55

Bei den Bemühungen um mehr Finanztransparenz im Vatikan haben Reformer nach eigenen Angaben hunderte Millionen Euro entdeckt, die bisher nicht in den Bilanzen aufgetaucht sind.

«Es ist wichtig zu betonen, dass der Vatikan nicht pleite ist», schrieb der Vorsitzende der Finanzbehörde des Vatikans, George Pell, in der englischsprachigen katholischen Wochenzeitung «Catholic Herald». «Vielmehr haben wir entdeckt, dass die Situation viel besser ist als es schien, weil einige hundert Millionen Euro auf bestimmten Konten versteckt waren und nicht in der Bilanz auftauchten.»

Hat hunderte versteckte Millionen im Vatikan gefunden: Kardinal George Pell aus Australien. (Archivaufnahme) 
Hat hunderte versteckte Millionen im Vatikan gefunden: Kardinal George Pell aus Australien. (Archivaufnahme) Bild: Andrew Medichini/AP/KEYSTONE

Der australische Kardinal war im Februar eingesetzt worden, um mehr Transparenz in die undurchsichtigen Finanzen des Vatikans zu bringen. In dem Artikel spricht er offen über nebulöse Strukturen und Praktiken.

«Kongregationen, Räte und besonders das Staatssekretariat genossen und verteidigten eine gesunde Unabhängigkeit. Probleme wurden hausintern gehalten», heisst es in dem Artikel weiter, der vorab online zu lesen war. Die Standards der modernen Buchhaltung seien ignoriert worden.

Der Vatikan steht wegen seiner intransparenten Finanzstrukturen und vor allem wegen der Skandale bei der Vatikanbank seit längerem in der Kritik. Seit seinem Amtsantritt geht Papst Franziskus mit mehreren Kommissionen Reformen an. (sda/dpa)

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