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Swisscom-Chef schliesst Preiserhöhungen auch bei Wingo nicht aus

Christoph Aeschlimann, CEO der Swisscom, spricht an der Bilanzmedienkonferenz der Swisscom am Donnerstag, 12. Januar 2026 in Zuerich. (KEYSTONE/Claudio Thoma)
Konzernchef Christoph Aeschlimann.Bild: keystone

Swisscom-Chef schliesst Preiserhöhungen auch bei Wingo nicht aus

Nach den Preiserhöhungen für Millionen von Kunden der Marke Swisscom könnte der Telekomanbieter auch bei der Zweitmarke Wingo erneut aufschlagen. Eine weitere Preiserhöhung sei «sicher nicht ausgeschlossen».
07.05.2026, 11:3607.05.2026, 14:22

Dies sagte Konzernchef Christoph Aeschlimann am Donnerstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. Denn die Herausforderungen seien die gleichen wie bei der Hauptmarke Swisscom, die auf den 1. April die Tarife für Millionen von Kunden erhöht hat: «Wir müssen auch dort das Netz ausbauen, um die höhere Nutzung zu bewältigen.»

Ob die Preise für Wingo noch im laufenden Jahr steigen werden, wollte der Swisscom-Chef nicht sagen. Bereits im vergangenen Sommer hatte der Branchenprimus die Abopreise bei Wingo erhöht.

Die Preiserhöhungen bei der Marke Swisscom hätten zu keiner Kündigungswelle der Kunden geführt, sagte Aeschlimann. Während im Mobilfunk die Wechselquote ganz leicht zugenommen habe, sei sie im Breitband deutlicher gewesen.

Im ersten Quartal habe Swisscom 16'000 Breitbandkunden verloren. Dies sei allerdings nicht nur auf die Preiserhöhungen zurückzuführen, sondern auch auf die Rabattschlacht am «Black Friday».

Weniger und teurere Handys

Zudem müssen die Kunden auch für Handys tiefer in die Tasche greifen. Der KI-Boom verknappe und verteuere die Chips für Handys, Tablets und Computer. «Apple- und Samsung-Geräte gibt es nicht mehr in den gleichen Mengen wie früher», sagte Aeschlimann.

Einen unmittelbaren Engpass befürchtet der Swisscom-Chef aber nicht: In diesem Jahr stünden noch genügend Geräte zur Verfügung. Denn es würden ja immer noch welche geliefert. Das fast noch grössere Problem seien die grossen Preiserhöhungen. «Die neuen iPhones werden sicher nicht billiger werden», sagte Aeschlimann.

Auch die Telekomkonzerne bekommen die Knappheit zu spüren. So hätten auch die Preise für Netzausrüstung markant aufgeschlagen.

Mit einer raschen Entspannung rechnet der Swisscom-Chef nicht: «Der Chipmangel wird auch nächstes Jahr nicht verschwinden.» Im besten Fall bringe die Inbetriebnahme einer neuen Halbleiterfabrik in den USA im nächsten Jahr eine gewisse Entspannung. Wenn der KI-Boom allerdings anhalte, würde auch diese zusätzliche Kapazität sofort wieder kompensiert.

(sda/awp)

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