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Schweiz verliert den ersten Platz im Ranking zur Wettbewerbsfähigkeit

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Schweizer Wirtschaft verliert den ersten Platz im Ranking zur Wettbewerbsfähigkeit

15.06.2022, 04:25

Die Schweiz zählt, wenn es um die Wettbewerbsfähigkeit geht, stets zu den Top-Nationen. Im diesjährigen Ranking der Lausanner Wirtschaftshochschule IMD muss die Schweiz jedoch den Spitzenplatz an Dänemark abtreten.

Wie sieht das neue Ranking aus?

Neu steht die Schweiz im IMD-Ranking laut einer Mitteilung dazu vom Mittwoch auf Platz zwei. Dänemark kletterte derweil von Platz 3 aus erstmals in der 34-jährigen Ranking-Geschichte an die Spitze. Den dritten Platz belegt Singapur (zuvor Rang 5).

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Dänemark (hier Ministerpräsidentin Mette Frederiksen) ist neu das Land mit der grössten Wettbewerbsfähigkeit.Bild: keystone

Den grössten Sprung nach vorne in der Tabelle gelang Kroatien von 59 auf Platz 46. Die Kroaten hätten sich in allen Hauptindikatoren zur Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Demgegenüber rutschte Neuseeland um elf Ränge auf Platz 31 ab. Schwach entwickelten sich auch grosse Volkswirtschaften wie Grossbritannien (-5 Ränge) oder Indonesien (-7 Ränge).

Die Schweizer Nachbarländer schafften es derweil nicht in die Top Ten. Deutschland liegt weiterhin auf Rang 15 und Österreich auf Platz 20 (zuvor 19). Frankreich belegt Platz 28 (29) und Italien nach wie vor gar nur Platz 41. Am Ende des Rankings liegt Venezuela hinter dem zweitletztplatzierten Argentinien.

Warum wurde die Schweiz überholt?

Dänemark sei das digital fortschrittlichste Land der Welt, verfüge über einen agilen Unternehmenssektor und lege grossen Wert auf Nachhaltigkeit, schreibt das IMD. Das Land belege in der Studie im Bereich Leistungsfähigkeit der Firmen sowie in den Subkomponenten Produktivität und Unternehmensführung die Spitzenplätze.

Doch auch die Schweiz bleibt in einigen Bereichen top, etwa wenn es um die Funktionsfähigkeit des Staates oder um die gute Infrastruktur geht. Top ist das Land auch bezüglich Unternehmensleistung (Platz 4), während die Wirtschaftsleistung (30) vor allem aufgrund des hohen Preisniveaus traditionell schlechter abschneidet.

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Die Schweiz und WBF-Vorsteher Guy Parmelin wurden von der Spitze verdrängt.Bild: keystone

Warum sind die Veränderungen so gross?

Störfaktoren wie die Inflation, der Ukraine-Krieg oder für die Firmen problematischen Lieferengpässe haben in diesem Jahr in der Rangliste zu grösseren Verschiebungen geführt. In den Top-Ten rutschte Schweden von Platz zwei auf vier ab und Nachbar Finnland kletterte von elf auf acht. Die USA belegen derweil nach wie vor den zehnten Platz.

Wie wurde das Ranking erstellt?

Das Lausanner Institut hat im «World Competitiveness Ranking 2022» total 63 Länder anhand von 333 Kriterien bewertet. Im Durchschnitt seien rund 100 Manager pro Land zu den zahlreichen Kriterien befragt worden, heisst es. Russland und die Ukraine wurden in dieser Ausgabe aufgrund der schwierigen Lage im Zug des Kriegs nicht bewertet.

(dab/sda/awp)

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