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Schweiz

Kehrtwende der Energiekonzerne: Axpo, Alpiq und BKW begraben Pläne für neue AKW definitiv

AKW Gösgen von Aarau aus gesehen. Bild: dmr
AKW Gösgen von Aarau aus gesehen.Bild: watson/dmr

Kehrtwende der Energiekonzerne: Axpo, Alpiq und BKW begraben Pläne für neue AKW definitiv

12.10.2016, 14:5312.10.2016, 15:15

Die drei grossen Schweizer Energiekonzerne und AKW-Betreiber Axpo, Alpiq und BKW haben ihre Rahmenbewilligungsgesuche für neue AKW formell zurückgezogen. Die Gesuche waren 2011 nach dem Atomunfall in Fukushima sistiert worden.

Energieministerin Doris Leuthard hatte die laufenden Verfahren nur drei Tage nach dem von einem Erdbeben beziehungsweise Tsunami ausgelösten Atomunfall in Japan ausgesetzt. Rund eineinhalb Monate später sprach sich der Gesamtbundesrat für einen längerfristigen Atomausstieg aus.

Energiewelt fundamental verändert

Bestehende AKW sollen «am Ende ihrer sicherheitstechnischen Betriebsdauer» stillgelegt und nicht ersetzt werden. Das Parlament billigte die Ausstiegspläne der Landesregierung danach prinzipiell.

Seit der Einreichung der Rahmenbewilligungsgesuche für Ersatzkernkraftwerke im Jahr 2008 habe sich die Energiewelt fundamental verändert, heisst es in einer Mitteilung der drei Energiekonzerte vom Mittwoch Der Markt sei heute ein ganz anderer und die Politik habe in der Zwischenzeit die Weichen für eine Zukunft ohne Kernkraft gestellt.

Die drei CEOs von Alpiq, Axpo und BKW hätten daher entschieden, die Rahmenbewilligungsgesuche durch die drei Standortgesellschaften aktiv zurück zu ziehen. Der entsprechende Antrag an den Bundesrat wurde am Mittwoch beim Bundesamt für Energie eingereicht. (sda)

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