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Das neue «Unwort des Jahres» hat seinen Titel jetzt echt mal verdient 



Der Begriff «Volksverräter» ist das deutsche «Unwort des Jahres 2016». Das teilte die Sprecherin der «Unwort»-Jury, die Sprachwissenschaftlerin Nina Janich, am Dienstag in Darmstadt mit. Das Wort sei ein «Erbe von Diktaturen» unter anderem der Nationalsozialisten.

epa05667732 A sculpture entitled 'Him' (2001) that resembles Adolf Hitler, on display during the Italian artist Maurizio Cattelan's exhibition 'Not Afraid of Love' exhibition at La Monnaie de Paris, in Paris, France, 09 December 2016. The exhibition runs from 21 October 2016 to 08 January 2017.  EPA/YOAN VALAT

Dieser Knilch hätte an dem neuen Unwort des Jahres seine helle Freude gehabt. Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

Zum «Unwort des Jahres 2015» war der häufig von Rechtspopulisten verwendete Begriff «Gutmensch» gewählt worden. Für 2014 hatte das Gremium «Lügenpresse» ausgesucht. Im Jahr 2013 war «Sozialtourismus» das «Unwort», davor «Opfer-Abo» (2012) und «Döner-Morde» (2011).

Die Aktion gibt es seit 1991. Sie soll das Bewusstsein und die Sensibilität für Sprache fördern. Die Jury nimmt bei ihren Entscheidungen «sachlich unangemessene oder inhumane Formulierungen im öffentlichen Sprachgebrauch» in den Blick, «um damit zu alltäglicher sprachkritischer Reflexion aufzufordern».

Neben dem «Unwort des Jahres» gibt es auch das «Wort des Jahres». Dieser Begriff wird unabhängig von der sprachkritischen Jury mit ihrer Sprecherin in Darmstadt von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden gewählt. Für 2016 entschied sie sich für den Begriff «postfaktisch». Zur Begründung hiess es, in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen gehe es zunehmend um Emotionen anstelle von Fakten.

(sda/dpa)

Apropos Wort:

Video: watson.ch

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