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Insektenspray: Experiment zeigt, warum Mücken die besprühte Hand wählen

Culex Mücke
Als wären Mücken nicht schon lästig genug – jetzt gewöhnen sie sich auch noch an den Insektenspray!Bild: Shutterstock

Forscher entdecken überraschende Schwäche von Mückenspray

Mücken lassen sich nicht einfach von einem Abwehrspray überrumpeln. Forscher fanden jetzt heraus, dass das Gegenteil eintreten kann.
29.05.2026, 21:3829.05.2026, 22:33
Ein Artikel von
t-online

Auf die Haut aufgetragenes Mückenspray soll die lästigen Blutsauger davon abhalten, zuzustechen. Einer neuen Studie zufolge kann das Spray jedoch genau das Gegenteil bewirken. Laut einer am Donnerstag im «Journal of Experimental Biology» veröffentlichten Studie unter Leitung des Forschers Claudio Lazzari von der Universität Tours in Frankreich können Mücken lernen, den Geruch des weitverbreiteten Abwehrmittels DEET anziehend zu finden – und sogar bevorzugt damit besprühte Menschen stechen.

Das chemische Insektenabwehrmittel DEET war in den 1940ern in den USA entwickelt worden. Es gilt als wirksamstes Mittel gegen Mücken und ist in vielen Mückensprays enthalten. «Wir wissen nicht, warum» Wirkstoffe wie DEET Mücken abwehren, sagte Lazzari vom Institut für Insektenbiologie in Tours der Nachrichtenagentur AFP.

Auch in Schweizer Mückensprays findet sich DEET – so etwa im allseits bekannten «Anti-Brumm Forte» und im Migros-Spray «Anti-Insect Forte».
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Bild: antibrumm.de

Um mehr herauszufinden, wandte das internationale Forscherteam um Lazzari in einem Experiment eine Abwandlung der durch den «Pawlowschen Hund» bekannt gewordenen Form der Konditionierung an. Das berühmte Experiment zeigte, dass bereits ein Geräusch, welches ein Hund mit seinem Fressen verbindet, bei ihm Speichelfluss auslösen kann.

Insekten wählten die eingesprühte Hand

In einem Experiment fütterten die Forscher Gelbfiebermücken 20 Sekunden lang mit warmem Schafsblut, das sich hinter einem Stoffgitter befand und setzten die Tiere in den letzten zehn Sekunden DEET aus. Dieser Vorgang wurde dreimal wiederholt, bevor die Mücken ausschliesslich dem Geruch des Abwehrmittels ausgesetzt wurden – ohne dass sich Blut unter dem Stoffgitter befand. Mehr als 60 Prozent der Tiere versuchten trotzdem, in den Stoff zu stechen.

Im Anschluss besprühte einer der Forscher eine Hand mit DEET, liess die andere unbehandelt und bot beide den Mücken an. Die Insekten wählten die eingesprühte Hand.

«Wir zeigen, dass das Gehirn der Mücke diese Reaktion auf der Grundlage von Erfahrungen neu programmieren kann», erklärte der Mitautor der Studie, Clement Vinauger von der Virginia Tech in den USA. «Was das Insekt gelernt hat, ist genauso wichtig wie die Wirkung der Chemikalie», fügte er hinzu.

Lazzari betonte aber zugleich, dass durch die Ergebnisse der Studie, die im Labor «unter ganz bestimmten Bedingungen» erzielt worden seien, die Wirksamkeit des Mittels DEET nicht grundsätzlich infrage gestellt werde.

Verwendete Quellen:

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26 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Butschina
29.05.2026 22:14registriert August 2015
Ist nicht nur bei Mückensprays so, dass quasi durch gewöhnung die Wirkung flöten geht. Meine Tierärztin erklärte mir kürzlich, dass das alseits bekannte Parasitenprophylaktika frontline mittlerweile gegen Zecken fast nicht mehr wirkt. Ich denke, dass ist alles irgendwie vergleichbar mit der Resistenzbildung von Bakterien gegen etablierte Antibiotika. Je mehr es genutzt wird umso eher entsteht die Resistenzbildung.
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[CH-Bürger]
29.05.2026 21:46registriert August 2018
der Trick: wenn man alle nicht-bedeckten Hautoberflächen eingesprüht hat, kann sich die Mücke vor lauter verlockenden Hautstellen nicht entscheiden, wo sie zustechen soll - wird verwirrt und zieht weiter!

WIN 🎉

😜
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SC90
29.05.2026 23:32registriert Juli 2025
Keine Ahnung, aber bei mir wirken Antibrumm draussen sowie der Mückenstecker in der Wohnung zu 100%...

Mücken lieben mich leider, ohne diese Dinge wäre ich permanent verstochen.
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