International

Zwei Haitianer durchqueren einen Fluss nachdem eine Brücke eingestürzt ist. Bild: EPA/EFE

Zahl der Todesopfer durch Hurrikan «Matthew» steigt weiter – jetzt trifft er auf die USA

06.10.16, 04:20 06.10.16, 06:12

In der Karibik sind mindestens 26 Menschen nach dem Durchzug des Hurrikans «Matthew» gestorben. Allein in Haiti kamen mindestens 22 Menschen ums Leben, wie die Behörden mitteilten. Zudem verursachte der Sturm grosse Schäden, vor allem im Süden des Landes.

Mit Windgeschwindigkeiten von 230 Kilometern pro Stunde war der Sturm über Haiti, die Dominikanische Republik und Kuba hinweggefegt. Mindestens acht Menschen wurden im Süden Haitis nach Behördenangaben von umstürzenden Bäumen erschlagen, mindestens sechs wurden von den durch Regenfälle angeschwollenen Flüssen mitgerissen. Details zu den weiteren Toten liegen nicht vor.

Mehr als 9000 Haitianer wurden in Notunterkünften wie Schulen und Kirchen untergebracht. Das Land verschob wegen der Katastrophe seine Präsidentenwahl. In der benachbarten Dominikanischen Republik kamen nach vorläufigen Angaben mindestens vier Menschen ums Leben.

1,5 Millionen Menschen gewarnt

Als nächstes bereiten sich die USA auf den Sturm vor. 1,5 Millionen Menschen wurden aufgefordert, die südöstlichen Küstengebiete zu verlassen. Floridas Gouverneur Rick Scott warnte die Bevölkerung: Man müsse sich darauf vorbereiten, direkt vom Sturm getroffen zu werden. Das könne katastrophal werden.

«Matthew» ist der stärkste Sturm in der Region seit einem Jahrzehnt. Zwischenzeitlich erreichte der Sturm die höchste Kategorie fünf, mit der Kategorie vier wütete er in Haiti und im Osten Kubas, bevor er sich am Mittwoch auf Stufe drei abschwächte.

Die USA schickten unterdessen neun Militärhelikopter nach Haiti, um die Rettungsarbeiten in dem verarmten Karibikstaat zu unterstützen. Zudem würden drei Marineschiffe, darunter ein Flugzeugträger und ein Spitalschiff, in die Katastrophenregion verlegt, teilte das US-Militär mit. Zwischen 150 und 200 Soldaten seien an den Hilfseinsätzen beteiligt. (cma/sda/reu/afp)

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0Alle Kommentare anzeigen
0
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

«Mooch» is back – und schiesst wegen Nazi-Krawallen gegen Ex-Boss Trump

Wegen vulgären Äusserungen jagte ihn Trump nach nur 10 Tagen zum Teufel. Jetzt spricht Anthony Scaramucci erstmals seit seiner Entlassung. Und kritisiert seinen früheren Chef. 

«Ich bin nicht wie Steve Bannon, ich versuche nicht meinen eigenen Schwanz zu lutschen». Wegen solchen Aussagen wurde der frühere Kommunikationschef des Weissen Hauses nach nur 10 Tagen Amtszeit entlassen. 

In einem Interview mit ABC hat sich Anthony Scaramucci nun erstmals seit seinem Abgang zu Wort gemeldet. Und kritisierte sogleich den Trump wegen seiner Reaktion auf die Nazi-Krawallen in Charlottesville: «Ich denke, er hätte die Rassisten viel stärker verurteilen sollen», sagte «Mooch».

Artikel lesen