Schweiz

Nach Unfall mit 5 Toten bei Rheinfelden AG: Raserstrecke war bekannt – eines der Opfer war Unterhaltungsmusiker

Die Waldstrasse in Rheinfelden, auf der in der Nacht auf Samstag fünf Männer bei einem Autounfall ums Leben kamen, war bekannt als Raserstrecke. Anwohner hatten vergebens Massnahmen gefordert.

27.09.15, 06:35 27.09.15, 08:40

Fünf Männer zwischen 23 und 39 Jahren sind beim schrecklichen Autounfall auf einer Waldstrasse in Rheinfelden in der Nacht auf Samstag ums Leben gekommen. Wie es aussieht, fuhr das verunglückte Auto schneller als die erlaubten 40 Stundenkilometer. 

Anwohner Axel Pierach.
bild: telem1

«Warum kann man nicht vorher schon reagieren, damit nichts passiert?»

Axel Pierach, Anwohner

Der Strassenabschnitt im Wald vor dem Rheinfelder Quartier Alte Saline ist nicht erst seit Samstag bekannt dafür, dass immer mal wieder zu schnell gefahren wird. Anwohner Axel Pierach hat schon vor Jahren Radarkontrollen und verkehrsberuhigende Massnahmen gefordert, sagt er gegenüber Tele M1: «Warum kann man nicht vorher schon reagieren, damit nichts passiert?», empört sich Pierach, der seit 18 Jahren im Quartier wohnt. Er glaubt, wenn die Behörden schon vorher Massnahmen getroffen hätten, hätte «dieser schockierende und entsetzliche Unfall nicht müssen sein».  

Ob der Unfallwagen tatsächlich zu schnell gefahren ist, und was genau die Unfallursache war, ist derzeit noch unklar. Das werden die Spezialisten der Kantonspolizei herausfinden müssen. 

Der junge Mann war anscheinend ohne seinen Vater unterwegs und wollte sich nach Hause chauffieren lassen. Kurz vor der Ankunft an seinem Zuhause im Quartier Alte Saline geschah das Unglück. Der VW Golf soll mit einem Kandelaber und einem Baum kollidiert sein und begann dann gleich zu brennen.

In der Region bekannter Musiker

Zwei Frauen im Alter von 24 und 34 Jahren kamen beim Horror-Unfall in Rheinfelden mit dem Leben davon. Ihr Zustand soll laut der Polizei stabil sein. Sechs der sieben Verunfallten stammen aus der Region, beim siebten Opfer handelt es sich um einen serbischen Touristen.

Wie Recherchen von Tele M1 zeigen, war eines der Opfer Sänger und Gitarrist und gehörte zu einem im Fricktal beliebten Unterhaltungs-Duo. Der 32-Jährige war mit seinem Vater für seine Auftritte an privaten und Vereins-Anlässen Wochenende für Wochenende unterwegs. Ein Musikerkollege der beiden ist schockiert über den Verlust: «Es ist wahnsinnig, wenn man einen so guten Musikerkollege verliert.» Sie hätten sich gegenseitig zu Auftritten verholfen.

Was genau passiert ist, soll nun von den Unfallspezialisten der Kantonspolizei Aargau untersucht werden. Die Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg hat ein Verfahren eröffnet. (fam)

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1Kommentar anzeigen
1
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • atomschlaf 27.09.2015 11:05
    Highlight Was soll der Unsinn wegen nicht getroffener Massnahmen? Gemäss Artikel bestand bereits ein Tempolimit von 40 km/h. Wenn dieses nicht eingehalten wurde, dann liegt das in der Eigenverantwortung des Fahrers.
    18 1 Melden
    600

Sextäter missbraucht junge Frau beim Bahnhof Rothrist AG – Fahndung läuft

Eine junge Frau ist in der Nacht auf Donnerstag von einem unbekannten Mann überfallen und sexuell missbraucht worden. Die Tat geschah in der Bahnhofsunterführung in Rothrist. Der Täter flüchtete. Die Polizei sucht mit einem Phantombild Zeugen.

Der Täter überfiel die 21-jährige Frau in der Nacht auf Donnerstag, zirka 0.15 Uhr, wie die Kantonspolizei mitteilt. 

Das Opfer gab an, dass der Mann sie erst mit einem Messer bedrohte und Bargeld forderte. Danach habe er sie gepackt und sexuell missbraucht. Dabei wehrte sie sich und schrie um Hilfe. Dem Mann gelang die Flucht. 

Zwar schlug die Frau rasch bei einer Drittperson in der Nähe Alarm. Die Fahndung der Polizei, bei der ein Diensthund im Einsatz war, blieb erfolglos. 

Gemäss …

Artikel lesen