Gesellschaft & Politik
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A protester looks on during a rally in Independence Square, the epicenter of the country's current unrest, in Kiev, Ukraine, Friday, Feb. 21, 2014. In a day that could significantly shift Ukraine's political destiny, opposition leaders signed a deal Friday with the country's beleaguered president that calls for early elections, a new constitution and a new unity government. Russian officials immediately criticized the deal and protesters angry over police violence showed no sign of abandoning their sprawling camp in central Kiev. (AP Photo/Efrem Lukatsky)

Bild: AP/AP

Ukrainer in der Schweiz

«Wir können nicht einfach zusehen, wie unsere Mitbürger umgebracht werden»

Die Ukrainer in der Schweiz bleiben angesichts der Krise in ihrem Heimatland nicht tatenlos. Während mehrere Dutzend Unterstützer der pro-europäischen Opposition persönlich nach Kiew gereist sind, organisieren die Daheimgebliebenen Demonstrationen. 

21.02.14, 19:25

Iryna Parokinna, eine Ukrainerin aus der Westschweiz, sagte der Nachrichtenagentur sda am Freitag, sie kenne rund 40 Mitbürger, die sich in den vergangenen Wochen in Kiew den Protesten gegen das Regime von Viktor Janukowitsch angeschlossen hätten. 

Fünf von ihnen befänden sich auch nach der Eskalation der Gewalt weiterhin auf dem Maidan-Platz. Sie kenne persönlich einen Demonstranten, der von Scharfschützen getötet worden sei. 

epa04093785 Ukrainian opposition supporters attend their rally at Independence Square during continuing protest in downtown Kiev, Ukraine, 21 February 2014. Riot police has left government and parliament area. Ukrainian lawmakers have passed a law that allows the freeing of former Prime Minister Yulia Tymoshenko. According to media reports, Ukrainian President Viktor Yanukovych and opposition leaders signed an agreement on a way out of the country's political crisis. The deal, which was published on the website of the German Foreign Ministry, calls for the formation of a national unity government within ten days and for early presidential elections no later than December. Yanukovych's term ends in March 2015. Shortly after the signing, parliament voted in favour of restoring a 2004 constitution that limits the powers of the president and approved an amnesty.  EPA/IGOR KOVALENKO

Bild: EPA/EPA

Auch Andriy Grysyuk, Mitglied der "Ukrainischen Gemeinschaft in der Schweiz" war im Dezember "nach den ersten Angriffen der Sicherheitskräfte" selber auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew. Seine Organisation unterstütze bis heute Bekannte vor Ort mit Geld, sagte Grysyuk. 

KIEV, UKRAINE - FEBRUARY 21: A man presses against the side of a van carrying the body of Ustim Holodnyuk, 19, who was killed in fighting between anti-government protesters and police, after a funeral procession through Independence Square on February 21, 2014 in Kiev, Ukraine. After a week that saw new levels of violence, with dozens killed, it is thought that the opposition and government representatives reached an agreement intended to resolve the crisis,  after all-night talks in Ukraine mediated by EU foreign ministers. (Photo by Brendan Hoffman/Getty Images)

Bild: Getty Images Europe

Demonstrationen in der Schweiz 

"Wir können nicht einfach zusehen, wie unsere Mitbürger umgebracht werden", sagte Parokinna. Sie und andere, die in der Schweiz geblieben sind, machen derweil auf andere Art und Weise mobil. Sie organisieren sich über Facebook und veranstalten Demonstrationen. 

So forderten am Donnerstag rund hundert Exil-Ukrainer in Genf und Zürich die Schweiz zum Handeln gegen die ukrainischen Oligarchen auf. Auch für eine Demonstration vor dem Hauptsitz des Olympischen Komitees in Lausanne hätten sie eine Bewilligung erhalten, sagte Parokinna. 

Diese Aktionen gehen meistens auf individuelle, spontane Initiativen zurück. "Denn es gibt keine zentralisierte Organisation, welche diese unterschiedlichen kleinen Gruppen koordiniert", sagte Grysyuk. 

People shout as they listen to speeches in front of a statue in Independence Square in Kiev February 21, 2014. Ukraine's opposition leaders signed an EU-mediated peace deal with President Viktor Yanukovich on Friday, aiming to resolve a political crisis in which dozens have been killed and opening the way for an early presidential election this year.  REUTERS/Vasily Fedosenko (UKRAINE  - Tags: POLITICS CIVIL UNREST)

Bild: X00829

Vor allem bei der Mobilisierung spiele das soziale Netzwerk Facebook eine wichtige Rolle. Die Gruppen "Ukrainians of Switzerland", "EuroMaidan Geneva" oder "Ukrainians in Geneva" hätten je zwischen 160 und 500 Mitglieder und seien zu 100 Prozent auf der Seite der pro-europäischen Opposition, sagte Grysyuk. 

Insgesamt leben in der Schweiz rund 5000 Ukrainerinnen und Ukrainer. Nach Einschätzung von Grysyuk unterstützt auch eine Mehrheit von ihnen die pro-europäische Opposition. (aeg/sda)



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