Schweiz
Drogen

In Zürich kursiert jetzt LSD mit Jacqueline-Badran-Gesicht

Hochdosiertes LSD: In Zürich kursieren jetzt Drogen mit Badran-Gesicht

LSD mit dem Gesicht von Politikerin Jacqueline Badran: Vor dieser Droge warnt das Zürcher Drogeninformationszentrum. Badran äussert sich ebenfalls zum Auftauchen des hochdosierten psychedelischen Stoffs.
21.08.2026, 16:2221.08.2026, 17:32

Das Drogeninformationszentrum Zürich (DIZ) warnt unter anderem auf Social Media vor den LSD-Filzen mit dem Konterfei von Jacqueline Badran. Die Droge sei besonders hochdosiert mit bis zu 180 Mikrogramm pro Dosis. Laut dem DIZ können bereits 150 Mikrogramm «zu viel» sein.

«Es können höchst intensive psychedelische Erlebnisse hervorgerufen werden, welche verstörend und angsteinflössend sein können. Auch paranoide Vorstellungen können vorkommen. Des Weiteren kann eine sogenannte Übersensibilität auftreten. Musik, Licht und andere Reize können dabei als extrem unangenehm empfunden werden. Auch eine Körper-Geist-Trennung kann auftreten.»
badran lsd zürich
Das Zürcher Drogeninformationszentrum warnt via Social Media vor dem Badran-LSD.Bild: saferparty_warnungen/instagram

Durchschnittlich haben vom DIZ untersuchte LSD-Filze im vergangenen Jahr knapp 80 Mikrogramm der Droge enthalten. Die Badran-Version enthält damit mehr als doppelt so viel Wirkstoff.

Badran reagiert besorgt

Jacqueline Badran hat gegenüber dem Tagesanzeiger auf das Auftauchen der LSD-Version mit ihrem Gesicht reagiert. Sie betont, dass sie rein gar nichts mit dem Filz zu tun hat, und ist besorgt, dass Leute die Droge wegen ihres Porträts konsumieren könnten. Die Zürcherin gilt als eine der populärsten Politikerinnen des Landes. Bei den Nationalratswahlen 2023 holte sie landesweit von allen Kandidierenden mit 150'529 Stimmen die meisten überhaupt. Sie sagt:

«Ich könnte schwer damit leben, wenn in der Folge etwas Schlimmes passiert.»

Laut Nadeen Schuster, Kommunikationsleiterin der Sozialen Einrichtungen Zürich, kommt Badran mit ihrer Droge eine zweifelhafte Ehre zuteil.

«Dass eine bekannte Schweizer Person abgebildet wird, ist bislang im DIZ nicht vorgekommen.»

Allerdings sind Drogen mit den Gesichtern von berühmten Personen keine Neuigkeit an sich. Laut Schuster wird die Popularität von Prominenten oder Produkten als Marketingstrategie genutzt, um die Drogen attraktiver zu machen. In der Vergangenheit kursierten beispielsweise bereits Versionen von «Super Mario», Nordkoreas Diktator Kim Jong-un oder zuletzt an der Street Parade auch von Wladimir Putin.

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Vor kurzem kursierte auch Kim Jong-un-MDMA in Zürich.Bild: diz

(con)

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