Hochdosiertes LSD: In Zürich kursieren jetzt Drogen mit Badran-Gesicht
Das Drogeninformationszentrum Zürich (DIZ) warnt unter anderem auf Social Media vor den LSD-Filzen mit dem Konterfei von Jacqueline Badran. Die Droge sei besonders hochdosiert mit bis zu 180 Mikrogramm pro Dosis. Laut dem DIZ können bereits 150 Mikrogramm «zu viel» sein.
Durchschnittlich haben vom DIZ untersuchte LSD-Filze im vergangenen Jahr knapp 80 Mikrogramm der Droge enthalten. Die Badran-Version enthält damit mehr als doppelt so viel Wirkstoff.
Badran reagiert besorgt
Jacqueline Badran hat gegenüber dem Tagesanzeiger auf das Auftauchen der LSD-Version mit ihrem Gesicht reagiert. Sie betont, dass sie rein gar nichts mit dem Filz zu tun hat, und ist besorgt, dass Leute die Droge wegen ihres Porträts konsumieren könnten. Die Zürcherin gilt als eine der populärsten Politikerinnen des Landes. Bei den Nationalratswahlen 2023 holte sie landesweit von allen Kandidierenden mit 150'529 Stimmen die meisten überhaupt. Sie sagt:
Laut Nadeen Schuster, Kommunikationsleiterin der Sozialen Einrichtungen Zürich, kommt Badran mit ihrer Droge eine zweifelhafte Ehre zuteil.
Allerdings sind Drogen mit den Gesichtern von berühmten Personen keine Neuigkeit an sich. Laut Schuster wird die Popularität von Prominenten oder Produkten als Marketingstrategie genutzt, um die Drogen attraktiver zu machen. In der Vergangenheit kursierten beispielsweise bereits Versionen von «Super Mario», Nordkoreas Diktator Kim Jong-un oder zuletzt an der Street Parade auch von Wladimir Putin.
(con)
