International
Naher Osten

Mindestens 17 Tote bei Anschlag auf Moschee in Saudi-Arabien

Mindestens 17 Tote bei Anschlag auf Moschee in Saudi-Arabien

06.08.2015, 13:3806.08.2015, 14:23

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Moschee in Saudi-Arabien sind mindestens 17 Menschen getötet worden. Wie der Nachrichtensender Al-Arabija und weitere Quellen im Königreich meldeten, zündete der Täter am Donnerstag eine Bombe in dem südwestlichen Ort Abha. 

Ein Sprecher des Innenministeriums bestätigte den Angriff. Die Zahl der Toten gab er mit «mehr als 13» an. Die Moschee habe einer Sondereinheit der Sicherheitsdienste als Gebetsstätte gedient. Alle Getöteten seien Angehörige der Einheit. 

Laut der Zeitung «Arab News» wurden beim Anschlag mehr als 60 Menschen verletzt. Zunächst war unklar, wer für den Anschlag verantwortlich war. 

Der Anschlagsort liegt in der Grenzregion zum Bürgerkriegsland Jemen. Dort fliegt ein von den Saudis angeführtes Militärbündnis seit März Luftschläge gegen die Huthi-Rebellen. 

In dem streng sunnitischen Königreich gibt es seit Monaten immer wieder Terroranschläge. Meist haben die Täter schiitische Moscheen zum Ziel. Im Mai waren bei einem solchen Anschlag 21 Menschen getötet worden. 

Schiiten sind in Saudi-Arabien eine Minderheit, die sich über Diskriminierung seitens des Staates beklagt. In einigen Gebieten der ölreichen Ostprovinz bilden Schiiten sogar die Mehrheit. In Saudi-Arabien ist der sunnitische Wahhabismus, eine besonders konservative Interpretation des Islam, Staatsreligion. (sda/afp/reu/dpa) 

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
Magyar vermeldet: Ungarn einigt sich mit Ukraine in Minderheitenfrage
Ungarn und die Ukraine haben sich nach Angaben der Regierung in Budapest auf ein Abkommen zu den Rechten der ungarischen Minderheit in der Ukraine geeinigt. Der Schritt ist für Kiew auch wichtig für die Bemühungen um einen EU-Beitritt. Ungarns Ministerpräsident Peter Magyar, der erst seit 9. Mai Regierungschef ist, hatte die Regelung der Minderheitenrechte im östlichen Nachbarstaat zur Bedingung dafür gemacht, dass sein Land dem Beginn von EU-Beitrittsgesprächen mit der von Russland angegriffenen Ukraine zustimmt.
Zur Story