DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bundesgerichts-Entscheid: «Kassensturz»-Beitrag zu Zahnarztpfusch war nicht sachgerecht

15.01.2016, 12:1515.01.2016, 13:03

Das Bundesgericht hat eine Beschwerde der SRG zu einem Bericht der SRF-Sendung «Kassensturz» abgewiesen. Wie die Vorinstanz kommt es zum Schluss, dass der im Mai 2014 ausgestrahlte Beitrag «Zahnarztpfusch» nicht sachgerecht war.

Thema war die Haftungsproblematik bei Behandlungsfehlern in Zahnarztzentren. Als konkretes Beispiel wurde der Fall einer Frau aufgezeigt. Nach der Einsetzung eines Implantats in der Aarauer Zahnarztklinik (AAZ) kam es bei ihr zu einem andauernden Gefühlsverlust im betroffenen Bereich in Mund und Gesicht.

    Justiz
    AbonnierenAbonnieren

Von diesem Fall ausgehend warf der «Kassensturz» die Frage auf, ob nun die behandelnde Zahnärztin oder die Klinik für den mutmasslichen Fehler und dessen Folgen haftet. Bezüglich der behandelnden Ärztin wurde im Bericht nur erwähnt, dass sie mittlerweile nicht mehr in Aarau tätig sei.

Der Filmbericht fokussierte gemäss Urteil des Bundesgerichts fast ausnahmslos auf das Verhalten und das Ansehen der Klinik.

Verschwiegen wurde dem TV-Publikum hingegen, dass die Zahnärztin mittlerweile in Bern arbeitete und zum Zeitpunkt der Ausstrahlung bereits eine Zivilklage gegen sie hängig war.

Den Zuschauern sei mit dem Weglassen dieser Fakten das Bild vermittelt worden, die Ärztin sei nicht mehr auffindbar und könne somit nicht mehr ins Recht gefasst werden. Die Anforderungen an das Sachgerechtigkeitsgebot seien somit nicht erfüllt worden. (Urteil 2C_494/2015 vom 22.12.2015) (wst/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Fernseher-Preise im Internet manipuliert: Samsung muss büssen

Samsung hat laut der niederländischen Konsumentenschutzbehörde während fünf Jahren die Preise seiner Fernseher auf illegale Weise manipuliert. Der koreanische Elektronikriese muss deshalb eine Strafe in Höhe von fast 40 Millionen Euro zahlen, wie die Zeitung «De Telegraaf» berichtete.

Samsung-Angestellte hätten in der Zeit von 2013 bis 2018 aktiv das Internet nach besonders günstigen Angeboten von Händlern durchforstet, um im Anschluss Druck auf die Anbieter auszuüben, damit diese die Preise …

Artikel lesen
Link zum Artikel