Nordkorea feuert zwei weitere Raketen ins Meer
Vor dem Besuch von Chinas Präsident Xi Jinping in Seoul hat Nordkorea zwei weitere Raketen abgefeuert. Sie landeten vor der Küste im Meer. Wie das südkoreanische Verteidigungsministerium mitteilte, stiegen die Raketen am Sonntagmorgen gegen 5.00 Uhr unweit der nordkoreanischen Küste auf. Es handelte sich um Scud-Raketen mit einer Reichweite bis zu 500 Kilometern.
Experten sehen in dem neuen Raketenstart eine Warnung vor dem Besuch von Chinas Präsident Xi in Südkorea, der am Donnerstag und Freitag in Seoul erwartet wird. China ist der wichtigste Verbündete des kommunistischen Nordkoreas, doch mehrten sich zuletzt die Anzeichen, dass Peking unglücklich über die konfrontative Politik Pjöngjangs ist. Seit seinem Amtsantritt reiste Xi bislang nicht nach Pjöngjang.
Xi und seine südkoreanische Kollegin Park Geun Hye werden bei ihrem Treffen mutmasslich auch über das Atomwaffenprogramm Pjöngjangs reden. Erst am Donnerstag hatte Nordkorea nach eigenen Angaben erfolgreich eine neue ferngelenkte Rakete getestet. Der Flug der «hochpräzisen» Rakete sei ein «Meilenstein» für die Streitkräfte des kommunistischen Landes, vermeldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Freitag. (sza/sda/afp)
