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FILE - In this Thursday, Nov. 5, 2015 file photo, Tanzania's President John Magufuli holds up a ceremonial spear and shield to signify the beginning of his presidency, shortly after swearing an oath during his inauguration ceremony at Uhuru Stadium in Dar es Salaam, Tanzania. Opposition politicians on Wednesday March 10 2021, are raising questions about the health of Tanzania's COVID-19-denying president John Magufuli, as he has not been seen in public for more than a week and there has been no responce to questions from The Associated Press about Magufuli

Tansanias Präsident verneinte die Pandemie – und zahlte schliesslich mit seinem Leben dafür. Bild: keystone

Diese 9 kuriosen Folgen hatte die Pandemie weltweit

Masken im Supermarkt, geschlossene Grenzen, Kontaktverbote: Was mittlerweile schon normal ist, zählt längst nicht zu den aussergewöhnlichsten Auswirkungen der Pandemie. Ein Überblick.



Ein Artikel von

T-Online

Vieles, was heute zum Alltag gehört, hätte noch Anfang 2020 nur für Verwunderung oder gar Gelächter gesorgt. Wer hätte geglaubt, dass Ausgangssperren, Quarantäne, Masken oder Reiseverbote mal ganz normal für uns sein würden?

Doch es gibt auch einige Unterschiede, wenn es darum geht, wie die Länder der Welt dem Coronavirus begegnen. Und dabei sind auch einige Kuriositäten entstanden. Der Krisenfrühwarn-Experte A3M hat einen Überblick über neun spezielle Auswüchse der Corona-Krise zusammengestellt.

Thorsten Muth vom Travel Security Analysts Team von A3M fasst zusammen: «Tag für Tag arbeiten wir uns durch eine schier unüberschaubare Masse an News und Behördenmitteilungen. Einige Schritte schiessen entweder völlig übers Ziel hinaus und demonstrieren unnötige Härte, andere erscheinen eher wie Placebos. Wer weiss, was in Zukunft noch alles dazu kommt.»

Arabische Emirate: Drohnen-Desinfektion für Autobahnen

Desinfektionsmittel ist in den Supermärkten, bei Ärzten und mittlerweile auch in nahezu jeder Hand- oder Jackentasche in der Corona-Krise zum täglichen Begleiter geworden.

Etwas übertrieben wirkt hingegen eine Idee aus den Vereinigten Arabischen Emiraten: Zur Eindämmung des Virus wurden die Autobahnen im Land flächendeckend mithilfe moderner Drohnen aus der Luft desinfiziert.

Ein Video der Regierung von Dubai:

Georgien: Hochglanzpolitur gegen das Virus

Auch Georgien setzte auf die Desinfektion grosser Flächen. Allerdings ohne moderne Technik. In dem Kaukasusstaat wurde der Teer der Hauptstadt Tiflis mit dem klassischen Besen auf Hochglanz poliert. So schäumten und strahlten die öffentlichen Plätze in der Millionenmetropole so schön wie nie zuvor.

Turkmenistan: Fragwürdige Maskenpflicht

Auch wenn es im Juli 2020 schon in zahlreichen Staaten eine Maskenpflicht gab, war die Einführung in Turkmenistan etwas Besonderes. Das autoritäre Regime begründete die Massnahme nicht mit der Corona-Pandemie, sondern verwies auf eine erhöhte Staubkonzentration in der Luft. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Behörden Turkmenistans noch keinen einzigen Corona-Fall offiziell bestätigt. Das hat sich auch bis jetzt noch nicht geändert.

Tansania: Keine Registrierung der Neuinfektionen – kein Corona

Besonders ungewöhnlich hat sich auch Tansania im Osten Afrikas verhalten: Bereits im April 2020 hörte die Regierung auf, die Zahl der Corona-Neuinfektionen zu registrieren. In Tansania sollte es keine Corona-Pandemie geben. Doch damit stürzte das Land in eine Katastrophe: Mehr als zehn unbekannte Mutanten sollen in Tansania mittlerweile grassieren. Ihre Haltung bezahlten in den letzten Monaten sowohl der Vizepräsident von Sansibar als auch der tansanische Staatspräsident John Magufuli persönlich mit dem Leben.

Bolivien: Zahlenspiele

Mit der Pandemie kam auch der Lockdown in ganz unterschiedlichen Ausführungen. Das öffentliche Leben sollte reguliert und vor allem Kontakte mussten reduziert werden. Dabei setzten vor allem südamerikanische Staaten auf ganz besondere Strategien. In Bolivien beispielsweise entschieden zu Beginn der Pandemie die letzten Ziffern des Personalausweises darüber, wer zu welchem Zeitpunkt einkaufen gehen durfte und wer nicht.

Thailand, Spanien und Südafrika: Rauchverbot

Schnell war klar, dass sich das Coronavirus über Aerosole in der Luft ausbreiten kann. Trotzdem wirkte es zunächst befremdlich, als Thailand und einige Regionen Spaniens schon früh in der Pandemie Rauchverbote erliessen. Südafrika ging gar noch einen Schritt weiter und verbot den Tabakverkauf gänzlich.

FILE - In this June 2, 2020 file photo, demonstrators protest against the tobacco ban outside parliament in Cape Town, South Africa. South Africa is three months into a ban on the sale of cigarettes and other tobacco products, an unusual tactic employed by a government to protect the health of its citizens during the coronavirus pandemic. The country is one of just a few around the world to have banned tobacco sales during the pandemic and the only one to still have it in place. (AP Photo/Nardus Engelbrecht, File)

Raucher demonstrieren in Cape Town gegen das Tabakverkaufs-Verbot. Bild: keystone

Panama: Geschlechtertrennung gegen die Pandemie

Auch in Panama sollte eine einfache, aber dennoch aussergewöhnliche Lockdown-Lösung her: So wurde ausserhalb der eigenen vier Wände eine flächendeckende Geschlechtertrennung eingeführt. Männer und Frauen durften nur noch an unterschiedlichen Tagen das Haus verlassen, auch, um Interaktionen zwischen den beiden Geschlechtern zu vermeiden.

Usbekistan: 3000 Dollar für eine Infektion

Reisebeschränkungen, Flugverbote, Risikogebiete: Ferien im Ausland sind seit Pandemiebeginn eher schwierig geworden. Deshalb haben sich einige Staaten kreative Ideen überlegt, um Touristen anzulocken. Usbekistan versprach beispielsweise allen Reisenden 3000 US-Dollar, wenn sie sich im Land mit Covid-19 infizieren sollten. Dabei ging es vor allem um die Kosten der Behandlung in einem usbekischen Krankenhaus. Das sorgte zwar für ein grosses Medienecho, die Besucherzahlen gingen jedoch trotzdem um 77 Prozent zurück.

Deutschland: Kreative Namensgebung

Nicht zuletzt lohnt sich auch ein Blick nach Deutschland: Wenn es um die Namensgebung der einzelnen Corona-Massnahmen geht, sind sie ganz vorne mit dabei. Vom «Lockdown light» über den «Wellenbrecher-Lockdown» und die «Osterruhe» bis zur «Bundesnotbremse» liessen sich die Behörden im grossen Kanton immer wieder neue Namen für entsprechende Massnahmen und Konzepte einfallen.

(sms/t-online)

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