Wallis
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In Belarus inhaftierter Schweizer wieder auf freiem Fuss



epa08602354 Belarusians leave a detention center in Minsk, Belarus, 14 August 2020, where protesters were kept following recent protests against the presidential election results. According to media reports, nearly 7,000 people have been detained and hundreds injured in the crackdown on demonstrators protesting the official results. Long-time President of Belarus Alexander Lukashenko won the elections by a landslide with 80 percent of the votes, a result questioned and protested by the oppositions. Main opposition leader Svetlana Tikhanovskaya fled to Lithuania after rejecting the election results she claimed was rigged.  EPA/STRINGER

Tausende Gefangene in Minsk wieder frei – darunter auch der Schweizer (nicht im Bild). Bild: keystone

Der im Umfeld der Proteste in der belarussischen Hauptstadt Minsk verhaftete Schweizer ist wieder auf freiem Fuss. Wie Aussenminister Ignazio Cassis am Freitag auf Twitter mitteilte, erfolgte die Freilassung nach einem Gespräch mit dem belarussischen Amtskollegen.

«Erfreuliche Nachricht aus Belarus», schrieb Cassis im Tweet. Der inhaftierte Schweizer sei frei. «Ich bin erleichtert.» Die Freilassung sei nach seinem Telefongespräch mit Uladzimir Makej, dem Aussenminister von Belarus, erfolgt. Der Mann sei wohlauf und stehe im Kontakt mit dem Botschafter der Schweiz in Minsk, teilte das Aussendepartement EDA am Freitag mit.

Das EDA hatte sich seit Tagen um die Freilassung des 21-jährigen Wallisers Tanguy Darbellay bemüht. Der junge Ringer war am Montag in Minsk im Rahmen der Proteste gegen Wahlfälschung bei den Präsidentschaftswahlen vom Sonntag verhaftet worden.

Darbellay war laut Angaben seines Vaters gegenüber der Walliser Zeitung «Le Nouvelliste» von einem ersten Polizisten überprüft worden, der ihn gehen liess. Ein weiterer habe ihn durchsucht und ein dritter habe ihn festgenommen, als er auf dem Heimweg war, wurde der Vater von der Zeitung zitiert.

Das Aussenministerium von Belarus erwähnte das Telefongespräch in einer Medienmitteilung ebenfalls, ohne jedoch den verhafteten Schweizer zu erwähnen. Im Zentrum des Gesprächs mit Cassis seien die Präsidentschaftswahlen und die aktuelle Lage im Land gestanden, hiess es.

(aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Der Buchstabe I 14.08.2020 14:44
    Highlight Highlight Seit Tagen interessierts in der nationalen und internationalen Politik keine Sau, was dort abgeht, aber wehe ein Schweizer ist involviert. Den haben wir plötzlich innerhalb von zwei Tagen rausgehauen.

    Ist ja schön, aber es beweist, dass es nicht am Können liegt, dass nichts passiert.

    Man will halt einfach nicht.
    • Lioness 14.08.2020 15:54
      Highlight Highlight Ich finde es absolut wiederlich was in Belarus gerade geschieht, aber es ist für die Schweiz sicher leichter einen schweizer Staatsbürger rauszuholen, als einen Belarusen. Ausländische Verhaftete müssen ja meistens auch sofort ausreisen und sind somit dann kein Problem mehr für die Statsoberhäupter.
    • Der Buchstabe I 14.08.2020 16:18
      Highlight Highlight @Lioness es geht nicht darum, dass die schweiz eigenhändig weissrussland retten muss. Aber zumindest politische konsequenzen kann man ja wohl erwarten. Zeichen setzen.
    • Trompete 15.08.2020 08:00
      Highlight Highlight Wird ein Schweizer im Ausland verhaftet, kann die Schweiz gemäss Vökerrecht ihrem Staatsangehörigen konsularischen Schutz bieten, was bei einem belarussischen Staatsbürger nicht möglich ist. Es ist wichtig, richtig und gut, dass die Schweiz ihre Verpflichtungen gegenüber den eigenen Staatsangehörigen wahrnimmt.
      Eingriffe in interne Angelegenheiten anderer Länder sind da schon fraglicher.
  • Garp 14.08.2020 14:34
    Highlight Highlight Es freut mich ist der junge Schweizer wieder frei. Ich freu mich für jeden Gefangengen der wieder frei kommt.

    Cassis hatte damit wohl nicht wirklich viel am Hut. Aber sich nun einen Lorbeerkranz aufsetzen. Widerlich!
    • The Destiny // Team Telegram 15.08.2020 01:01
      Highlight Highlight Das kannst du als aussenstehender sicher gut beurteilen.
    • P. Meier 15.08.2020 14:10
      Highlight Highlight Es überrascht mich, dass die Intervention des CH Aussenminister so prominent bekannt gemacht wird. Das läuft sonst meistens eher diskret ab. Wibei er auch schon bei den blockierten Masken recht erfolgreich war.

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