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Bis zu 1000 Zuschauer duerfen im Stadion dabeisein, beim Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Servette Genf vom Samstag, 27. Juni 2020 in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Auch zu Beginn der neuen Saison werden die Stadien, hier jenes in Luzern, nicht voll ausgelastet. Bild: keystone

Hockeyklubs müssen umbauen – den meisten Fussballklubs reichen 2/3 der Plätze



Aufatmen bei den Klubs der Super League und der National League: Der Bundesrat erlaubt, dass Stadien mit Beginn der neuen Saison zu zwei Drittel besetzt werden dürfen. Diese Regelung gilt im Freien (Fussball) wie in geschlossenen Arenen (Eishockey).

In der Super League dürften mit dieser Regelung die meisten Klubs gut leben können. Denn sie konnten ihre Stadionkapazität schon vor Corona nicht ausschöpfen. Die Eishockeyklubs mit ihren kleineren Hallen hingegen müssen auf ihren Stehplatztribünen Sitze montieren, um auf eine «vernünftige» Anzahl Zuschauer zu kommen.

Super League

Diese Grafik zeigt zum einen die Zuschauerschnitte der eineinhalb Saisons vor der Corona-Zeit (rote Balken) und wie viele Plätze zwei Dritteln der Sitzplätze entsprechen (grün).

Bild

Diese Grafik hat keinen Wahrheitsanspruch; sie dient zur Orientierung, da zu vieles noch unbekannt ist. Bei YB und St.Gallen finden wohl nicht ganz alle Platz, die gerne kommen würden. Sorgenfrei dürften Servette Genf und der FC Zürich mit ihren grossen Stadien sein, die sie im Liga-Alltag ohnehin fast nie füllen.

Für alle Stadien wurde als 100-Prozent-Auslastung die Gesamtkapazität für internationale Spiele genommen, wo nur Sitzplätze erlaubt sind. Ausnahme ist Lugano, das Cornaredo ist von der UEFA nicht für internationale Spiele zugelassen. Generaldirektor Michele Campana sagte Mitte August, Lugano wolle das Stadion so umbauen, dass rund 3600 Fans Platz haben. Mehr Platz benötigen die Tessiner ohnehin nur höchst selten.

Zu beachten ist, dass Vaduz und Lausanne in den vergangenen beiden Saisons in der Challenge League spielten, Servette war in der vorletzten Saison zweitklassig.

National League

Der Blick auf die gleiche Grafik mit den Eishockeyklubs zeigt, dass der grüne Balken durchs Band kürzer ist. Das heisst, dass weniger Sitzplätze zur Verfügung stehen, als in den letzten beiden Jahren Zuschauer kamen.

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Wichtig zu wissen: Die grünen Balken entsprechen zwei Dritteln der Sitzplätze, wie sie bislang existierten. Längst laufen bei den Klubs Vorbereitungen, wie sie ihre Stadien so umbauen können, dass möglichst viele Zuschauer darin Platz finden.

Die Berner Fans waehrend dem dritten Playoff-Finalspiel der National League A zwischen dem SC Bern und den ZSC Lions am Samstag, 7. April 2012 in der Postfinance-Arena in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Blick auf die proppenvolle Stehtribüne des SC Bern. Bild: KEYSTONE

Drei Beispiele: Der EV Zug liess vor drei Wochen verlauten, 2400 Steh- in 850 Sitzplätze umzuwandeln. Damit kommen die Zentralschweizer auf eine Gesamtkapazität von 5700 Sitzplätzen, von denen gemäss Corona-Regeln 3800 belegt werden dürfen. Die Zuger hatten sich erhofft, die volle Sitzplatzkapazität ausnutzen zu können. Dass dem nicht entsprochen wurde, ist für CEO Patrick Lengwiler unverständlich.

Beim SC Bern entstünden durch eine Umwandlung der imposanten Stehrampe in Sitzplätze insgesamt rund 12'000 solcher. Zwei Drittel davon sind 8000 – damit würde sich die Zuschauerzahl des SCB halbieren.

Bei den SCL Tigers reduziert sich die Kapazität auf knapp 4200 Sitzplätze. Heisst: Die Emmentaler dürfen, wie es aussieht, rund 2700 Zuschauer in die Ilfishalle lassen. Ein Problem auch deshalb, weil 3600 Saisonabos verkauft wurden – der Verkauf der Abos wurde deshalb vor zwei Wochen gestoppt. Nach dem Bundesrats-Entscheid lässt sich Geschäftsführer Peter Müller so zitieren: «Wir sind grundsätzlich geübte und fitte Kletterer, aber keine Bergsteiger. Was uns bevorsteht, kann mit einer Besteigung der Eigernordwand verglichen werden. Ungesichert, ohne grosse Hilfsmittel und Proviant sowie der Unsicherheit, dass sich die Rahmenbedingungen stetig ändern können.» Man nehme die Herausforderung im Bewusstsein an, dass es ohne Unterstützung «sehr, sehr schwer» werde.

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