DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
People take part in an anti-war procession and a rally in Moscow, March 15, 2014. Participants, including opposition activists and supporters, protested against the incursions of the Russian army into Ukraine's Crimea, according to organizers. The banner reads

Bild: X90156

Demo in Moskau

Zehntausende demonstrieren in Moskau für und gegen Putin



Mehrere zehntausend Menschen haben am Samstag in Moskau gegen die Einmischung Russlands in der Ukraine demonstriert. Rund 50'000 Demonstranten folgten nach Schätzungen von AFP-Reportern dem Aufruf einer Oppositionsgruppe zu der Kundgebung.

Sie trugen Spruchbänder mit Parolen wie «Lasst die Ukraine in Ruhe!» und «Nein zum Krieg!». Der Protestzug startete am Moskauer Puschkin-Platz und sammelte sich dann auf der Sacharow-Strasse.

People take part in an anti-war procession and a rally in Moscow March 15, 2014. Participants, including opposition activists and supporters, protested against the incursions of the Russian army into Ukraine's Crimea, according to organisers. EU diplomats will choose from a long list of 120-130 possible Russian targets for sanctions on Sunday, as pro-Moscow authorities who have taken power in Crimea hold a vote to join Russia in the worst East-West confrontation since the Cold War. The banner reads,

«Für Russland und Ukraine ohne Putin». Bild: X90156

«Die Krim gehört zur Ukraine, selbst wenn die Mehrheit dort Russen sind. Sie müssen ihre Probleme mit dem Staat selbst lösen, Russland hat da nichts zu suchen», sagte eine ältere Demonstrantin. «Das ist ein Krieg, eine Besetzung, das ist für einen zivilisierten Staat nicht akzeptabel.»

Gegenkundgebung der Nationalisten

Zeitgleich demonstrierten mehrere tausend Menschen in der Nähe des Kreml und bekundeten ihre Unterstützung für die Politik von Staatschef Wladimir Putin. Zu der Gegenkundgebung hatten nationalistische Gruppierungen aufgerufen.

People participate in the

Putin-Anhänger auf Moskaus Strassen. Bild: X02468

People march in formation as they participate in the

Bild: X02468

Russland hatte nach dem Umsturz in Kiew in den Konflikt im Nachbarland eingegriffen, offiziell aus «Verantwortung für das Leben seiner Landsleute». Inzwischen steht die mehrheitlich russischsprachige Halbinsel Krim am Schwarzen Meer faktisch unter der Kontrolle Moskaus.

Die Bevölkerung der autonomen ukrainischen Teilrepublik soll in einem Referendum am Sonntag über eine mögliche Angliederung an Russland entscheiden. Der Westen wirft der Regierung in Moskau vor, mit einem völkerrechtswidrigen Volksentscheid die Annexion der Krim besiegeln zu wollen. Die USA und die EU verhängten erste Sanktionen und wollen diese demnächst verschärfen.

Das ukrainische Parlament löste am Samstag das Parlament der Halbinsel Krim auf. Die Abstimmung der Rada in Kiew gilt als symbolischer Akt eines Protestes gegen den Krim-Volksentscheid. Die prorussische Führung der Schwarzmeerhalbinsel erkennt nach dem Sturz des ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch die neue Regierung in Kiew nicht an. (kub/sda/afp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Ich will nicht, dass meine Kinder durchgeseucht werden»: Eltern kritisieren Kinderärzte

Verbände aus der Kindermedizin wollen die Schutzmassnahmen an den Schulen auf ein Minimum beschränken. Das ruft Eltern auf den Plan.

Schulkinder schützen oder das Coronavirus im Klassenzimmer frei laufen lassen? Diese Frage sorgt momentan für rote Köpfe. Die Verbände Pädiatrie Schweiz und Kinderärzte Schweiz (KIS) plädieren seit Anfang Woche dafür, die Massnahmen an Schulen auf ein Minimum zu reduzieren. Jetzt reagieren einige Eltern.

«Wir sind schockiert von dem, was Pädiatrie Schweiz will», sagt Jonas Hostettler. Er ist Vater und Mitglied von «Protect The Kids». Zusammen mit zwei weiteren Elternorganisationen hat sie …

Artikel lesen
Link zum Artikel