Motorsport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Formel 1, GP von Russland in Sotschi

1. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes

2. Max Verstappen (NED), Red Bull

3. Lewis Hamilton (GBR), Mercedes

4. Sergio Perez (MEX), Racing Point

6. Charles Leclerc (MON), Ferrari

11. Antonio Giovinazzi (ITA), Alfa Romeo

13. Sebastian Vettel (GER), Ferrari

14. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo

epa08701152 British Formula One driver Lewis Hamilton of Mercedes-AMG Petronas in action during the 2020 Formula One Grand Prix of Russia at the race track in Sochi, Russia, 27 September 2020.  EPA/Yuri Kochetkov / Pool

Lewis Hamilton kommt in Sotschi nicht wie gewünscht auf Touren. Bild: keystone

Kein 91. Grand-Prix-Sieg! Hamilton verpasst Schumi-Rekord in Sotschi

Valtteri Bottas gewinnt zum zweiten Mal den Grand Prix von Russland. Der Finne siegt im Mercedes vor Max Verstappen im Red Bull und seinem Teamkollegen Lewis Hamilton, der einen leichtsinnigen Fehler begeht.



Bottas siegte auch im laufenden Jahr zum zweiten Mal, nachdem er Anfang Juli beim Saisonauftakt den Grand Prix von Österreich für sich entschieden hatte. In Sotschi hatte er vor drei Jahren schon gewonnen, in der folgenden Saison war er erneut der Beste, musste den Sieg auf Geheiss der Teamleitung von Mercedes aber Hamilton überlassen. Insgesamt war es für Bottas der neunte Sieg in der Formel 1.

Bottas übernahm nach 11 der 53 Runden die Führung von Hamilton, der ein weiteres Mal mit der Rennleitung ins Gehege kam. Nach Übernahme des Spitzenplatzes blieb Bottas ungefährdet. Den zweitplatzierten Verstappen hielt er jederzeit sicher auf Distanz.

Der Start:

abspielen

Sainz schiesst sich kurz nach dem Start selbst ab. Video: streamable

Der aus der Pole-Position gestartete Lewis Hamilton brachte sich durch eigenes Fehlverhalten um die Chance, zum 91. Mal ein Formel-1-Rennen zu gewinnen und damit den Rekord von Michael Schumacher zu egalisieren. Die Stewards sanktionierten den Weltmeister wegen eines Startversuchs ausserhalb der vorgesehenen Zone am Ende der Boxengasse. Weil er gleich zweimal an einer nicht genehmigten Stelle innehielt, wurden gegen ihn zweimal fünf Sekunden als Strafe ausgesprochen. Die zehn Sekunden sass Hamilton im Zuge seines Zwischenhalts zum Reifenwechseln ab. Durch die zusätzliche Standzeit fiel der zu jenem Zeitpunkt führende Engländer an die elfte Stelle zurück.

Die Entscheidung:

abspielen

Hamiltons Reaktion auf die 10-Sekunden-Strafe. Video: streamable

Es war bereits das vierte Mal in dieser Saison, dass Hamilton von der Rennleitung belangt wurde. Im Grand Prix von Österreich war er um drei Startplätze zurückversetzt werden, weil er im Qualifying der Aufforderung zur Temporeduktion nicht nachgekommen war. Als Verursacher einer Kollision mit Alexander Albon im Red Bull wurden ihm im Spielberg zudem fünf Sekunden auf die Fahrzeit im Rennen aufgerechnet, was ihn im Schlussklassement vom zweiten auf den vierten Platz zurückwarf. Im Grossen Preis von Italien hatte ein unerlaubter Boxenstopp während einer Safety-Car-Phase eine Durchfahrtsstrafe nach sich gezogen.

Giovinazzi verpasst Punkt knapp

Das Duo des Teams Alfa Romeo, Antonio Giovinazzi und Antonio Giovinazzi, verpasste die Punkteränge deutlich. Der Italiener belegte Platz 11, der Finne, der mit seiner 323. Teilnahme an einem Formel-1-Rennen zu Rekordhalter Rubens Barrichello aufschloss, kam nicht über Rang 14 hinaus.

Die Fahrer hatten erst einige hundert Meter hinter sich gebracht, als es im Mittelfeld der Fahrerkolonne zweimal krachte und das Rennen durch den Safety-Car neutralisiert werden musste. Carlos Sainz, der im McLaren von der Strecke abgekommen war, schlug beim Wiedereintritt in einer Mauer ein. Lance Stroll im Racing Point landete nach einer leichten Berührung mit dem Ferrari mit Charles Leclerc und einem Dreher in der Begrenzungsmauer. (pre/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die schlimmsten Formel-1-Unfälle seit 1994

«Es wird mir schlecht» – Toggi und Baroni im Polestar-Testdrive

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

11 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
MartinZH
27.09.2020 15:38registriert May 2019
Einfach lächerlich, wie sich Hamilton wieder einmal über die Rennleitung beklagt hat: "...ridiculous".
Nachdem er letztes Mal die blaue Lampe (links) zur Boxeneinfahrt ganz offensichtlich nicht gekannt hat, sollte er von der Team-Leitung endlich einmal dazu verpflichtet werden, die spezifischen Punkte hinsichtlich der Regeln beim Briefing VOR dem Rennen zu studieren, anstatt sich im Nachhinein völlig unqualifiziert zu beklagen. Ridiculous! 😂
4517
Melden
Zum Kommentar
MartinZH
27.09.2020 15:46registriert May 2019
Fahren kann er ja. Aber von einem amtierenden und künftigen Formel-1-Weltmeister dürfte man ruhig etwas mehr Köpfchen (inkl. Regelkenntnisse) erwarten können. Schliesslich will er ja ein "würdiger" Weltmeister sein. Eine talentierte Diva in einem schnellen Wagen mag nun einfach (fast) niemand.
Könnte ihm das vielleicht irgend jemand einmal sagen? 🤔
4521
Melden
Zum Kommentar
11

Unvergessen

Sennas tödlicher Unfall in Imola: «Als hätte man Jesus live ans Kreuz genagelt»

1. Mai 1994: An diesem Sonntag um 14.17 Uhr findet das schwarze Wochenende von Imola seinen traurigen Höhepunkt. Einen Tag nach dem tödlichen Unfall von Roland Ratzenberger verliert die Formel 1 mit Ayrton Senna den «König der Rennfahrer».

Mit leicht geneigtem Kopf sitzt Ayrton Senna in seinem völlig zerstörten Williams. Der 34-jährige Brasilianer hat an diesem Sonntag um 14.17 Uhr in der siebten Runde des Grand Prix von Imola bei Tempo 321 die Kontrolle über seinen Boliden verloren und ist in der Tamburello-Kurve mit 214 km/h in spitzem Winkel in die Betonmauer gekracht. Alles bremsen nützt nichts mehr, sein Auto ist unlenkbar, es zerbricht in seine Einzelteile. Eine halbe Milliarde TV-Zuschauer hält den Atem an.

Es dauert lange, …

Artikel lesen
Link zum Artikel