Das sind die Begünstigten in Epsteins Testament
Epsteins damalige Freundin und Verlobte Karyna Shuliak sollte das grösste Stück vom Kuchen abbekommen: einen mehr als 32 Karat schweren Diamantring, 48 Diamanten, 100 Millionen Dollar und seine Immobilien – etwa seine Appartements in Manhattan und Paris, die Ranch in New Mexico sowie die beiden Privatinseln, wie der Business Insider berichtet.
Shuliak ist aber nur eine von 43 Begünstigten des Testaments. Der Rest sollte 230 Millionen Dollar erhalten. Epsteins langjähriger persönlicher Anwalt Darren Indyke sollte 50 Millionen erhalten, sein Buchhalter Richard Kahn wurde mit 25 Millionen bedacht.
Weitere sieben Namen sind geschwärzt. Sie sollten zwischen drei und zehn Millionen Dollar erhalten. Auch Epsteins Assistentin Ghislaine Maxwell, die derzeit im Gefängnis sitzt, sollte zehn Millionen Dollar erhalten. Epsteins Bruder Mark sollte einen 10-Millionen-Treuhandfonds erhalten, der seinen Kindern zugute kommen sollte. Davon habe er nichts gewusst, erklärt Mark Epstein gegenüber dem «Business Insider».
Für Aufsehen sorgte auch die Erwähnung der beiden Kinder der ehemaligen norwegischen Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Mona Juul, im Testament. Sie sollten zusammen 8,5 Millionen Euro erben. Juul wurde mittlerweile von ihren Aufgaben entbunden, wie das Aussenministerium bekannt gab. Juul ist heute Chefdiplomatin in Jordanien.
Daneben werden im Testament auch einige Angestellte Epsteins berücksichtigt. Dies jedoch nur, wenn sie nach Epsteins Tod nicht von seinem Anwalt oder dem Buchhalter entlassen wurden. Die Angestellten würden jedoch nicht unter Druck gesetzt, nicht mit den Behörden zu kooperieren, erklärte ein Anwalt der beiden.
Insgesamt 630 Millionen Dollar betrug das Vermögen von Epstein, als er sich das Leben nahm. Die Menschen, die in seinem Testament bedacht wurden, werden jedoch kaum jemals etwas vom Geld sehen: Es soll für Opferentschädigungen genutzt werden. (vro)
