International
Epstein-Affäre

Das sind die Begünstigten in Epsteins Testament

NEW YORK, NY - MAY 30: Karyna Shuliak is seen out and about on May 30, 2024 in New York, New York. (Photo by MEGA/GC Images)
Epsteins damalige Freundin Karyna Shuliak sollte am meisten Vermögen erhalten.Bild: GC Images

Das sind die Begünstigten in Epsteins Testament

Nur zwei Tage vor seinem Suizid hat Jeffrey Epstein sein Testament geändert. In den neu veröffentlichten Akten wird nun ersichtlich, wem er sein 630-Millionen-Vermögen vermachen wollte. Erhalten werden diese Personen aber kaum etwas.
03.02.2026, 11:2203.02.2026, 11:22

Epsteins damalige Freundin und Verlobte Karyna Shuliak sollte das grösste Stück vom Kuchen abbekommen: einen mehr als 32 Karat schweren Diamantring, 48 Diamanten, 100 Millionen Dollar und seine Immobilien – etwa seine Appartements in Manhattan und Paris, die Ranch in New Mexico sowie die beiden Privatinseln, wie der Business Insider berichtet.

Shuliak ist aber nur eine von 43 Begünstigten des Testaments. Der Rest sollte 230 Millionen Dollar erhalten. Epsteins langjähriger persönlicher Anwalt Darren Indyke sollte 50 Millionen erhalten, sein Buchhalter Richard Kahn wurde mit 25 Millionen bedacht.

Weitere sieben Namen sind geschwärzt. Sie sollten zwischen drei und zehn Millionen Dollar erhalten. Auch Epsteins Assistentin Ghislaine Maxwell, die derzeit im Gefängnis sitzt, sollte zehn Millionen Dollar erhalten. Epsteins Bruder Mark sollte einen 10-Millionen-Treuhandfonds erhalten, der seinen Kindern zugute kommen sollte. Davon habe er nichts gewusst, erklärt Mark Epstein gegenüber dem «Business Insider».

Für Aufsehen sorgte auch die Erwähnung der beiden Kinder der ehemaligen norwegischen Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Mona Juul, im Testament. Sie sollten zusammen 8,5 Millionen Euro erben. Juul wurde mittlerweile von ihren Aufgaben entbunden, wie das Aussenministerium bekannt gab. Juul ist heute Chefdiplomatin in Jordanien.

NEW YORK, UNITED STATES - 2022/07/12: Permanent Representative of Norway to the United Nations Ambassador Mona Juul speaks at a press encounter at stakeout with Permanent Representative of Ireland, Am ...
Mona Juul war Botschafterin bei den Vereinten Nationen und zuletzt Chefdiplomatin in Jordanien.Bild: LightRocket

Daneben werden im Testament auch einige Angestellte Epsteins berücksichtigt. Dies jedoch nur, wenn sie nach Epsteins Tod nicht von seinem Anwalt oder dem Buchhalter entlassen wurden. Die Angestellten würden jedoch nicht unter Druck gesetzt, nicht mit den Behörden zu kooperieren, erklärte ein Anwalt der beiden.

Insgesamt 630 Millionen Dollar betrug das Vermögen von Epstein, als er sich das Leben nahm. Die Menschen, die in seinem Testament bedacht wurden, werden jedoch kaum jemals etwas vom Geld sehen: Es soll für Opferentschädigungen genutzt werden. (vro)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Epstein-Files vom 30.01.2026
1 / 8
Epstein-Files vom 30.01.2026
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Howard Lutnick im Interview über Epstein
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
45 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Fretless Guy
03.02.2026 12:01registriert Juli 2018
Am Ende bekommt alles Trump, weil er sich derart über die belastende Geschichte aufregen musste. Er ist schliesslich das grösste, wichtigste und am schlimmsten betroffene Opfer.
1494
Melden
Zum Kommentar
avatar
Pebbles F.
03.02.2026 11:45registriert Mai 2021
Epstein wurde suizidiert. Und die Akten belegen, dass auch Trump ein langjähriger Nutzniesser von Epsteins Dienstleistungen war. Die heutige First „Lady“ ist ein Überbleibsel aus der vergangenen Zeit.
1129
Melden
Zum Kommentar
avatar
Donny Drumpf
03.02.2026 11:32registriert November 2019
Können wir bitte nicht von Tatsachen sprechen, wenn wir von seinem mutmasslichen Selbstmord reden? Es passt nach wie vor einiges nicht zusammen und gerade, dass so viele Einflussreiche Persönlichkeiten betroffen sind, macht das ganze noch viel verdächtiger. Ein Mann wie Epstein hat hätte doch viel mehr alle Hebel in Bewegung gesetzt um raus zu kommen, vielleicht hätte er die vorhandenen Druckmittel eingesetzt, was wäre da wohl ans Licht gekommen? Vielleicht werden wir es ja nun erfahren. Leider ist bereits viel Zeit vergangen... wer weiss, ob alles ans Licht kommt.
776
Melden
Zum Kommentar
45
Auch Spanien will Verbot sozialer Medien für Jugendliche
Nach dem Vorbild Australiens will auch Spanien ein Verbot sozialer Medien für alle unter 16 Jahren. «Spanien lässt nun seinen Worten Taten folgen», sagte Regierungschef Pedro Sánchez beim Weltregierungsgipfel in Dubai, wie die Regierungspressestelle in Madrid mitteilte. Dazu gehöre ein Verbot des Zugangs für Minderjährige unter 16 Jahren zu sozialen Medien, die Beendigung der Straflosigkeit für Manager sozialer Plattformen, die Löschungsanordnungen nicht Folge leisteten, und die Schaffung eines Systems zur Rückverfolgbarkeit von Hass-Kommentaren. Wie das erreicht werden soll, sagte Sánchez nicht.
Zur Story