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Liveticker

Mehrere hundert Menschen zum Frauenrütli versammelt ++ 1997 war's am 1. August noch kälter

Die Schweiz hat Geburtstag! Ganz ohne feiern geht's natürlich nicht (trotz Corona und miesen Wetters) und darum halten wir hier die wichtigsten Ereignisse rund um den Nationalfeiertag fest.
01.08.2021, 07:4701.08.2021, 13:02

Liveticker: 1. August 2021

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13:03
«Die Krise soll uns schlussendlich stärken»
Finanzdirektor Ernst Stocker (SVP) hat sich am 1. August in Uster, Rümlang und Oberrieden unters Volk gemischt. In seiner Rede zog er Bilanz zur Corona-Krise, die «wir alle zusammen bisher gut gemeistert» hätten. Leider hätten sich auch Gräben aufgetan.

Die Pandemie haben den Zusammenhalt der Schweiz auf die Probe gestellt und das Land vor unangenehme und einschneidende Fragen gestellt, sagte Stocker gemäss Redetext.
Regierungsrat Ernst Stocker spricht an einer Medienkonferenz ueber das kantonale Covid-19-Haertefallprogramm und die Situation auf dem Arbeitsmarkt am Freitag, 13. November 2020, in Zuerich. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
Bild: keystone
Die Auseinandersetzungen hätten leider auch zu einer gewissen Spaltung geführt, selbst in Familien und in Freundschaften. «Ich hoffe sehr, dass wir das wieder hinkriegen», sagte er.

Helfen werde das direktdemokratische System. Es wahre den bestmöglichen Ausgleich, weil jede und jeder mitreden und politisch Einfluss nehmen könne. Auch wenn keine Einigkeit herrsche, entscheide die Mehrheit und diese werde grundsätzlich akzeptiert.

Auch wenn die Pandemie viel Schmerz und Leid mit sich gebracht habe und es manchmal sehr schwer gewesen sei, hätten alle ihr Bestes gegeben. «Wir haben aufeinander Rücksicht genommen und einander geholfen», sagte Stocker weiter. «Ich wünsche mir, dass uns die Krise schlussendlich gestärkt hat.» (viw/sda)
13:01
Mehrere hundert Menschen zum «Frauenrütli» versammelt
Auf dem Rütli UR hat am Sonntag die Feier zum 1. August begonnen. 50 Jahre nach der Einführung des Frauenstimmrechts soll an dieser Feier nicht das Bewahren von Traditionen, sondern der gesellschaftliche Wandel hin zu Gleichstellung und Mitsprache im Zentrum stehen.

Mehrere hundert Personen sind am Mittag mit dem Schiff von Brunnen SZ aus über den Vierwaldstättersee aufs Rütli gefahren, die meisten von ihnen waren Frauen. Vieles ist dieses Jahr anders: die von der Frauendachorganisation Alliance F organisierte Bundesfeier heisst «Frauenrütli», auf dem Logo des Fests prangen nicht die drei bärtigen Eidgenossen, die auf Brüderlichkeit schwören, sondern drei Frauen unterschiedlicher Hautfarbe.

Cervelats werden auf dem Rütli an diesem 1. August keine gebrätelt, stattdessen haben die Festbesucherinnen und -besucher vor der Abfahrt des Schiffs ein vegetarisches Lunchpaket erhalten. Die Nationalhymne wird gemäss Programm gesungen, aber nicht mit dem traditionellen, sondern mit dem neuen Text «Weisses Kreuz auf rotem Grund».

Erzählungen und Begegnungen
Bundesraetin Simonetta Sommaruga, rechts, auf dem Ruetlischiff im Gespraech mit geladenen Frauen waehrend der Bundesfeier auf dem Ruetli, welche im Zeichen von 50 Jahre Frauenstimmrecht steht, am Sonntag, 1. August 2021. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Bild: keystone
Mit Simonetta Sommaruga und Viola Amherd sind zwar zwei Bundesrätinnen auf dem Rütli, eigentliche Festansprachen halten sie aber nicht. Stattdessen gibt es auf der Rütliwiese Erzählungen zur Frauengeschichte und Begegnungen zwischen Frauen - dies als Ausdruck einer integrativen Demokratie, wie es sie in der Schweiz erst seit 50 Jahren gebe, erklärte Alliance F.

Das Frauenrütli hat denn auch eine klare politische Botschaft. Nach dem Frauenstreik und dem Erfolg der Frauen bei den letzten eidgenössischen Wahlen solle mit dieser Bundesfeier das neue Selbstverständnis der Frauenbewegung gestärkt werden, teilte Alliance F mit. Ziel sei ein weiterer Wandel in der Gesellschaft, denn die Gleichstellung sei noch nicht erreicht. (viw/sda)
12:29
Gössi ruft zu Flexibilität auf – Chiesa nimmt Städte ins Visier
Die Parteispitzen von FDP und SVP haben sich zum Nationalfeiertag am Sonntag mit unterschiedlichen Voten an die Öffentlichkeit gewandt. FDP-Chefin Petra Gössi rief ihre Partei zu Flexibilität auf. SVP-Präsident Marco Chiesa nahm mit markigen Worten die Städte ins Visier.

Gössi wandte sich in einer Video-Botschaft zum 1. August vor allem an ihre freisinnigen Parteimitglieder. Wie ein jahrhundertealter Baum müsse sich die FDP ständig dem veränderten Ökosystem anpassen, um nicht plötzlich um das Überleben kämpfen zu müssen. Es brauche Flexibilität und Lösungen für die wichtigsten politischen Probleme, sagte die 45-jährige Schwyzerin.
FDP Parteipraesidentin Petra Goessi spricht an einem Medientermin, am Montag, 14. Juni 2021, in Bern. Goessi gab ihren Ruecktritt per Ende Jahr bekannt. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Bild: keystone
Als eine der grössten Herausforderungen für die Schweiz nannte Gössi die demografische Entwicklung. Es brauche echte Reformen bei der Altersvorsorge. Angesichts der Corona-Krise und dem ungeklärten Verhältnis zu Europa rief sie zudem zur Verteidigung der liberalen Wirtschaftsordnung mit entsprechenden Reformen auf.

SVP-Parteipräsident Marco Chiesa pries ebenfalls in einer Videorede die Schweiz als Ort der direkten Demokratie, der Unabhängigkeit, des Föderalismus sowie der Vielfalt der Sprachen und Kulturen. Der 46-jährige Tessiner sah allerdings vor allem die Freiheit durch einen Stadt-Land-Graben bedroht.

Die «linken Städte» würden «Schmarotzer-Politik» betreiben, die es zu bekämpfen gelte. Die «Luxus-Linken» und «Bevormunder-Grünen» lebten «abgehoben in ihren Blasen, ohne Bezug zur Realität der meisten Menschen in diesem Land». Gleichzeitig profitierten sie von Transferzahlungen der Landschaft. Den Städten, die eine schädliche Politik betrieben, müsse Geld entzogen werden. (viw/sda)
12:27
Herbstliches Wetter am 1. August – 1997 war's noch kälter
Das Wetter zeigt sich dieses Jahr am Bundesfeiertag von seiner garstigen Seite. Doch 1997 war es mit nur gerade 13,2 Grad noch deutlich kälter.

Im neuen Jahrtausend war bisher der erste August 2015 mit 19,5 Grad am kältesten, dicht gefolgt vom Jahr 2006, als 19,6 Grad gemessen wurden, wie SRF Meteo am Sonntag auf Twitter schrieb.

Regen und «herbstliche» 17 bis 20 Grad bescherten laut dem Wetterdienst dieses Jahr der Schweiz einen kühlen 1.-August-Feiertag. Im Appenzell werden laut Meteocentrale gerade mal 15 Grad erreicht. Die Schneefallgrenze sank auf 2900 bis 2500 Meter über Meer.

Im Gegensatz zum kühlen Wetter am Bundesfeiertag 2021 wurden letztes Jahr Temperaturen über 35 Grad gemessen. Der Allzeitrekord liegt bei 35,6 Grad – diese Temperatur wurde am 1. August 2018 in Zürich-Kloten gemessen, wie damals Meteoschweiz, das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie schrieb. (viw/sda)
Bundesraetin Simonetta Sommaruga bei windigen Wetter auf dem Weg zum Ruetlischiff in Brunnen waehrend der Bundesfeier auf dem Ruetli, welche im Zeichen von 50 Jahre Frauenstimmrecht steht, am Sonntag, 1. August 2021. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Bild: keystone
12:24
Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried: «Nur gemeinsam geht's»
Der Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried hat die Bevölkerung zum 1. August dazu ermuntert, die gute Nachbarschaft zu pflegen, im Haus, im Quartier, in der Stadt, im Land und darüber hinaus. Denn nur gemeinsam liessen sich die heutigen Probleme lösen, betonte von Graffenried.

Statt beispielsweise über die gekappte Zusammenarbeit in Bildung und Forschung mit der EU zu jammern, sollte die Schweiz das Verhältnis zu ihren Nachbarn klären. Nur eine offene, kooperationsfähige Schweiz sei eine starke Schweiz, sagte von Graffenried laut Redetext beim Empfang des Diplomatischen Korps in der Berner Elfenau.
Bild: sda
Der Berner Stadtpräsident betonte die starke internationale Prägung der Schweiz. «Die Schweiz ist ein kleines Land. Daher gibt es weniger Schweiz, aber mehr Nachbarschaft und mehr Nachbarn». Ein gutes Verhältnis zu den europäischen Nachbarstaaten sei deshalb nicht nur wünschenswert, sondern «zwingend notwendig».

Von Graffenried ermunterte das Land, grosszügiger zu werden. «Wir sind reich und privilegiert. Wir könnten der Welt mit einer gewissen Grosszügigkeit begegnen. Das tun wir selten. Viel lieber wehren wir vieles ab, was von aussen kommt. Dabei profitieren wir seit Jahrzehnten von dem, was von draussen kommt: Die Schweiz ist ein Land der Migrantinnen und Migranten.»

Ohne sie sei die heutige Schweiz nicht vorstellbar. Menschen mit Migrationshintergrund bereicherten die Schweiz, machten das Land vielfältiger, kreativer und kompetitiver.

In diesem Zusammenhang fehlte natürlich auch ein Hinweis auf die sportlichen Erfolge der Schweizerinnen und Schweizer an den Olympischen Spielen nicht. Dass man heute wieder vermehrt über sportliche Erfolge und schlechtes Wetter redet, wertete von Graffenried ausserdem als «gutes Zeichen» auf dem Weg aus der Coronakrise zurück in die Normalität.

Eine offizielle Bundesfeier gibt es auch in diesem Jahr in Bern nicht. Sie wurde aufgrund der Covid-19-Pandemie schon vor Wochen abgesagt. Ähnlich ist die Situation in zahlreichen anderen bernischen Gemeinden. Andere wiederum führen Feiern im kleinerem, coronakonformem Rahmen durch.

In Biel etwa stand die offizielle Feier auf dem Walserplatz im Zeichen des 50-Jahr-Jubiläums des Frauenstimmrechts. Festrednerin war Agnès von Beust, Vorstandsmitglied Frauenplatz Biel.

Hohen Besuch erhielt das Dorf Herzogenbuchsee am Samstagabend: Bundespräsident Guy Parmelin war an der Feier in der Dreifachturnhalle Mittelholz zu Gast. Er beschwor Schweizer Werte wie Mut, Zuversicht und gegenseitige Hilfe. (viw/sda)
12:20
Regierungsrat Mario Fehr: «Gesellschaft hat zusammengehalten»
Vier der sieben Zürcher Regierungsmitglieder treten an diesem 1. August vor Publikum auf. Tief «Ferdinand» dürfte die Feiern jedoch etwas ungemütlich werden lassen, sofern sie nicht in ein Festzelt oder wie in der Stadt Zürich in eine Kirche verlegt werden können.

Der neu parteilose Sicherheitsdirektor Mario Fehr trat in Bauma, Hettlingen und Hombrechtikon vor die Festgemeinden. Die Feier in Bauma wurde ausgerechnet von der SP organisiert, seiner ehemaligen Partei, mit der er sich überworfen hatte und schliesslich austrat. Für Fehr und die Ortspartei aber offensichtlich kein Problem.
Der Zuercher Regierungsrat Mario Fehr an einer Medienkonferenz in Zuerich am Freitag, 18. Juni 2021. Mario Fehr tritt nach 39 Jahren per sofort aus der SP aus. (KEYSTONE/Walter Bieri)
Bild: keystone
In seiner Rede sprach Fehr gemäss Redetext vor allem über das gegenseitige Vertrauen zwischen Bevölkerung und Behörden. Dieses sei die Basis gewesen, um durch die Corona-Pandemie zu kommen. Die Gesellschaft habe zusammengehalten und die Massnahmen mitgetragen.

Fehr zog eine vorläufig positive Bilanz zur Pandemie. Im Vergleich zu den Nachbarländern sei die Schweiz ohne grössere Kollateralschäden durch die Krise gekommen. «Wir hatten keine Ausgangssperre. Wir hatten Massnahmen, die insgesamt vernünftig waren.»

«Flagge zeigen und feiern»

Nun seien bereits 1,8 Millionen Impfdosen im Kanton Zürich verabreicht, das Leben sei auf Plätze, Terrassen, in Restaurants und an viele Veranstaltungsorte zurückgekehrt.

Die Schweiz habe ideale Voraussetzungen, um auch weiterhin gute Lösungen für die Probleme der Zukunft zu finden. «Vor allem, wenn wir uns gemeinsam engagieren.» Nun sei es wichtig, Flagge zu zeigen, und auch zu feiern. (viw/sda)
12:17
Cassis: Solidarität und Pluralität als Schweizer Markenzeichen
In einer virtuellen 1. August-Ansprache hat sich Aussenminister Ignazio Cassis von Bangkok aus an die Auslandschweizer in Thailand gewandt. Es sei seine erste Nationalfeiertags-Rede im Ausland, sagte Cassis am Sonntag. Die gelebte Solidarität und die Pluralität seien Markenzeichen der Schweiz.

Cassis war am frühen Sonntag (Schweizer Zeit) in der thailändischen Hauptstadt Bangkok eingetroffen, wie er im Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Begleitet wurde der Bundesrat von Ständerätin Céline Vara (Grüne/NE) und Nationalrat Laurent Wehrli (FDP/VD).

Cassis ist bis Freitag auf diplomatischer Mission in Thailand, Laos und Vietnam. Für die Landsleute in Thailand hielt der Bundesrat fest, es gebe die weit von Asien entfernte geografische Schweiz. Es gebe aber auch die Schweiz im Herzen.
epa09324006 The Federal Council, Head of the Federal Department of Foreign Affairs of the Swiss Confederation, Ignazio Cassis attends the flower laying ceremony at the Freedom Monument in Riga, Latvia, 05 July 2021. Swiss Federal Councilor Ignazio Cassis makes an official visit to the Baltic states from 4 to 8 July 2021.  EPA/Toms Kalnins
Bild: keystone
Einzigartig in der Welt

Und die Schweiz sei mit ihrer Diversität, ihren Landessprachen, ihrer Pluralität einzigartig in der Welt. Auf den Respekt vor dem anderen, der das Recht auf eine andere Meinung hat, dürfe sie stolz sein.

Deshalb wolle er den Nationalfeiertag mit Auslandschweizerinnen und -schweizern in Thailand, Malaysia, Kambodscha, Laos und Myanmar begehen. Speziell den Landsleuten in Myanmar drückte er die Hoffnung aus, dass sich die politische Lage stabilisiert.

Seine aktuelle Reise führe ihn in Länder mit unsicherer Covid-19-Situation. Er versicherte dem thailändischen Volk die Solidarität der Schweiz im Kampf gegen die Pandemie. Dafür sandte die Humanitäre Hilfe des Bundes bereits 100 Beatmungsgeräte und über eine Million Antigentests nach Bangkok.

Impfdosen für Auslandschweizer

Im Rahmen der Covax-Initiative übergab die Schweiz vier Millionen Impfdosen, die auch für Auslandschweizer gedacht sind, welche sich gemäss Cassis in Kambodscha und Laos impfen lassen können. Für die Impfung der Auslandschweizer will sich der Bund weiter einsetzen, wie Cassis versicherte.

In der Entwicklungszusammenarbeit engagiert sich die Schweiz für Fabrikarbeiterfamilien in Kambodscha, welche im Lockdown ihr Einkommen verloren hatten. In Laos finden heimgekehrte Arbeitsmigrantinnen und -migranten in Quarantänelagern Hilfe der Schweiz. Das sei gelebte Solidarität, sagte Cassis.

Mit Thailand schaut die Schweiz auf 90 Jahre diplomatischer Beziehungen zurück. (viw/sda)
12:11
Bildungsdirektorin Steiner in Zürich: «Wir dürfen stolz sein»
Bildungsdirektorin Silvia Steiner hat in ihrer Rede zum 1. August in Zürich für den Föderalismus geworben, der in der Pandemie oft als «Kantönligeist» abgetan wurde. Differenzen müsse man aushalten.

«Wir sind sogar in der Lage auszuhalten, dass jeder Kanton seine eigenen Pandemie-Regeln hat», sagte Steiner gemäss Redetext. Auch wenn diese eigenen Regeln als Sonderlösungen bezeichnet worden seien und der Föderalismus als schwerfällig erlebt worden sei – das Akzeptieren von Differenzen sei der Kitt der Schweiz.
Regierungspraesidentin Silvia Steiner, informiert an einer Medienkonferenz ueber die aktuelle Lage und das weitere Vorgehen zur Eindaemmung der Corona-Pandemie im Kanton Zuerich, aufgenommen am Freitag, 27. November 2020 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Bild: keystone
Diese Differenzen auszuhalten sei manchmal ganz schön unbequem, sagte Steiner weiter. Der «Schweizer Weg» führe über 26 Kantone und es würden bis zu 5,5 Millionen Stimmberechtigte mitreden. «Aber ich bin überzeugt, dass es sich lohnt.»

Wie schon die drei Talschaften von Uri, Schwyz und Unterwalden vor 730 Jahren hätten sich auch die Kantone in den letzten Monaten beigestanden und seien dabei trotzdem eigenständig geblieben. «Darauf dürfen wir stolz sein.»

Kein Sechseläuten

Steiner resümierte in ihrer Rede auch ihr Amtsjahr als Regierungspräsidentin von Mai 2020 bis April 2021, das beinahe ohne feierliche Anlässe ablief. Wegen der Pandemie gab es bekanntlich keine 1. August Feier, kein Sechseläuten und kein Knabenschiessen.

Und für die Böögg-Verbrennung habe sie im April zusammen mit Stadtpräsidentin Corine Mauch über die Teufelsbrücke gehen müssen, sagte Steiner. «Wenn ich den Sommer, wie er sich bis jetzt zeigt, anschaue, hat sich das noch nicht wirklich ausgezahlt.»

Wegen «Ferdinand» im Grossmünster

Auch in diesem Jahr gab es bei der Bundesfeier eine Planänderung, allerdings nicht Corona-bedingt: Wegen Sturmtief «Ferdinand» konnte der Anlass nicht unter freiem Himmel in der Stadthausanlage durchgeführt werden, sondern musste ins Grossmünster verschoben werden. 350 Personen konnten maximal teilnehmen. (viw/sda)
11:08
Keller-Sutter ruft zum Zuhören auf
Bundesrätin Karin Keller-Sutter hat an den Feierlichkeiten zum 1. August die Vielfalt der Schweiz betont. Diese gehöre zum Land, sagte sie in ihrer Rede auf einem Bauernhof im luzernischen Hohenrain. Statt Gräben zu kultivieren, müssten Blockaden überwunden werden, um gemeinsam neue Wege zu finden.

Sie habe in den vergangenen Wochen viel gehört von Gräben - zwischen Stadt und Land, Jung und Alt, Mann und Frau. Natürlich gebe es in der Schweiz unterschiedliche Lebenswelten, Bedürfnisse und verschiedene Ansichten. Das sei nicht neu, sondern Ausdruck der Vielfalt der Schweiz, sagte die Justizministerin gemäss Redetext vor Brunch-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern.

Die Herausforderungen der Schweiz könnten nicht gemeistert werden, indem ein neuer Kulturkampf heraufbeschworen werde, sagte die Bundesrätin. Die Schweiz könne diese nur gemeinsam bewältigen. Als Herausforderung nannte Keller-Sutter nicht nur die Corona-Pandemie, sondern auch die Digitalisierung «mit all ihren Chancen und Risiken» sowie die Sicherung der Altersvorsorge, des bilateralen Wegs und der natürlichen Lebensgrundlagen.

«Wir müssen in der Lage sein, einander zuzuhören und die Meinungen der anderen zu respektieren», sagte die Bundesrätin. Man müsse gerade auch Andersdenkenden das Gehör schenken, auf sie eingehen und gemeinsam Lösungen finden. In persönlichen Begegnungen, wie es jetzt wieder möglich sei, sei es leichter, einander zuzuhören. (viw/sda)
Bundesraetin Karin Keller-Sutter spricht am Nationalfeiertag an einem Bauernbrunch auf dem Fohrenhof in Kleinwangen, am Sonntag, 1. August 2021. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
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8:32
US-Präsident Joe Biden gratuliert der Schweiz
Der amerikanische Präsident Joe Biden hat der Schweiz zum Nationalfeiertag gratuliert. Bundespräsident Guy Parmelin hat einen entsprechender Brief von der US-Botschaft in Bern erhalten, schreibt der «SonntagsBlick».

In dem Brief richtet Biden seine besten Wünsche an die Eidgenossenschaft. Der 78-jährige US-Präsident lobt die Schweiz beinahe überschwänglich. Die Schweiz sei ein guter Freund und Partner der Vereinigten Staaten, heisst es im Briefkopf Bidens, den der «SonntagsBlick» veröffentlicht hat.

«Unsere Nationen sind vereint in unseren gemeinsamen demokratischen Werten, unserem Respekt für den Rechtsstaat und dem Engagement zum Schutz der Menschenrechte, aber auch durch unsere engen Handels- und Wirtschaftsbeziehungen», schreibt Biden weiter.

Ausdrücklich würdigt der US-Präsident die Guten Dienste der Schweiz im Iran, wo eidgenössische Diplomaten seit 40 Jahren die Interessen der USA wahrnehmen. Biden bedankt sich erneut, dass die Schweiz das Gipfeltreffen zwischen ihm und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Genf ausgerichtet habe. Die Schweiz leiste einen unschätzbaren Beitrag zur globalen Diplomatie und zum Frieden. (viw/sda)
epa09380709 US President Joe Biden speaks to reporters outside of the White House in Washington, DC, USA, 30 July 2021, before boarding Marine One for a weekend at Camp David.  EPA/SARAH SILBIGER / POOL
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7:41
«Schwiizerdütsch» als Sprachoption bei Facebook
Das soziale Medium Facebook hat zum Nationalfeiertag «Schwiizerdütsch» als Sprachoption hinzugefügt. Prominente Elemente in der App wie der «Gefällt mir»-Button wurden statt auf Deutsch temporär auf Schweizerdeutsch angezeigt, wie der Internet-Konzern mitteilte.

Statt «Gefällt mir» hiess es am Sonntag ab 06.00 Uhr «Findi guet!», wenn Nutzerinnen und Nutzer einen Beitrag auf Facebook mochten. Begrüsst wurden sie zudem nicht mit dem obligaten «Was machst du gerade?» sondern mit «Was machsch grad?». «Kommentieren» hiess «Gib din Sänf dezue» und «Weiterleiten» wurde zu «Wiiterschickä».

Die Umstellung auf Mundart war auf Android-Geräten und der Desktop-Version möglich, aus technischen Gründen nicht aber für iPhone-Besitzer. Die Option funktioniert laut Facebook eine Woche lang für Schweizer Nutzerinnen und Nutzer, die ihre Spracheinstellung auf Deutsch eingestellt haben.

Aus der Schweiz waren Ende Juni 2021 laut dem Markt- und Konsumentendatenanbieter Statista rund 3,48 Millionen Menschen auf der weltweit grössten Social-Media-Plattform aktiv. Die höchste Zahl von aktiven Nutzenden war bislang 2016 mit 3,92 Millionen erreicht worden. (viw/sda)
Bild: keystone
7:39
Bundesfeiern wegen Corona-Pandemie in bescheidenem Rahmen
Nachdem eine Bundesrätin und zwei Bundesräte am Samstag bereits ihre Bundesfeier-Ansprachen gehalten oder veröffentlicht haben, sind am Nationalfeiertag die übrigen Regierungsmitglieder ausser Ueli Maurer an der Reihe. Simonetta Sommaruga und Viola Amherd nehmen am Rütli der Frauen teil.

Dieser Anlass auf der Geburtswiese der Eidgenossenschaft ist dem 50-Jahr-Jubiläum des Frauenstimmrechts gewidmet. Die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft lud alle Frauen und Frauenverbände aufs Rütli ein.

Gesundheitsminister Alain Berset hält eine Ansprache an der Bundesfeier in Greyerz FR, in seinem Heimatkanton. Auch Bundespräsident Guy Parmelin tritt in der Heimat auf: Am Abend hält er die Bundesfeierrede in Lausanne. Zuvor nimmt er am Bauernbrunch in Bouloz FR teil.

Aussenminister Ignazio Cassis ist auf einer diplomatischen Reise nach Thailand, Laos und Vietnam. Er wendet sich aus der Schweizer Botschaft in Bangkok virtuell besonders an die Landsleute in Südostasien. Justizministerin Karin Keller-Sutter spricht am «Buurezmorge» eines Bauernhofs im luzernischen Hohenrain zur Festgemeinde.

Keine oder kleine Feiern

Im allgemeinen finden die 1.-August-Feiern am Sonntag in kleinerem Rahmen statt. Vielerorts wurde bereits am Samstag gefeiert. Verschiedene Städte wie Basel, Bern und Luzern verzichten wegen der Corona-Pandemie auf die grosse, zentrale Feier. 200 Bauernhöfe bieten am 1. August einen «Buurezmorge» an.

Thun gibt an seiner Bundesfeier am 1. August der Bevölkerung das Wort. Fünf Thunerinnen und Thuner wurden ausgewählt, die eine je fünfminütige Rede halten werden.

Während im Kanton Basel-Stadt die Bundesfeiern zum zweiten Mal aufgrund der epidemiologischen Lage abgesagt wurden, zeigt man sich im Baselbiet in Feierlaune. So führen etwa mehrere Gemeinden Anlässe durch.

Auch die Stadt Zürich will sich die Bundesfeier nicht ein zweites Mal nehmen lassen. Wie immer wird der Tag mit Kirchenglocken und Salutschüssen begonnen. Es wird jedoch keinen Umzug und kein Fest mit Musik geben.

In der Stadt St. Gallen gibt es wie jedes Jahr in der Kathedrale einen Gottesdienst mit verschiedenen Glaubensgemeinschaften, der auch im Regionalfernsehen übertragen wird. Die Plätze müssen reserviert werden.

In Genf sind Konzerte, Vorstellungen und Führungen geplant. Der Zugang zu den fünf Veranstaltungsorten am See ist jedoch Corona-Pandemie-bedingt beschränkt. (viw/sda)
Eine Schweizerfahne an der Bundesfeier am Nationalfeiertag auf dem Monte Generoso, am Samstag, 1. August 2020. (KEYSTONE/Ti-Press/Elia Bianchi)
Bild: keystone
7:22
Bundespräsident beschwört Schweizer Werte in Herzogenbuchsee
Am Vorabend der Bundesfeier hat Bundespräsident Guy Parmelin (SVP) in Herzogenbuchsee an Tugenden wie Mut, Zuversicht und gegenseitige Hilfe erinnert. Mit diesen schweizerischen Werten soll das Land in die Zukunft schreiten.

Dieses «Swiss made-Konzept» bewähre sich seit 730 Jahren, erklärte Parmelin in seiner Ansprache. Die Covid-19-Pandemie habe viele aus dem Gleichgewicht gebracht. Ihnen wolle er sein Mitgefühl ausdrücken. Und jenen danken, die sich im Gesundheitswesen oder zu Hause selbstlos für ihre Nächsten einsetzten.

Er denke aber auch an die jüngsten Unwetter, sagte Parmelin Die dabei gezeigte Solidarität und das Engagement der Bevölkerung bewundere er enorm. Das sage er bewusst an einem Tag, an dem sich die Schweiz auf ihre Grundwerte und ihren Nationalstolz besinne.

Eher diskreter Umgang mit Stolz
Bundespraesident Guy Parmelin waehrend seiner 1. Augustansprache an der 1. Augustfeier in Herzogenbuchsee, am Samstag, 31. Juli 2021. (KEYSTONE/Marcel Bieri)
Bild: keystone
Von Stolz zu erzählen wirke seltsam, fuhr Parmelin fort. Das seien sich die Schweizerinnen und Schweizer nicht gewohnt und behandelten entsprechende Gefühle eher diskret. Aus vielen Gesprächen wisse er aber, dass die Bevölkerung durchaus glücklich und stolz sein könne.

Als Bundespräsident habe er erleben dürfen, wie das internationale Genf das Spitzentreffen zwischen Joe Biden und Wladimir Putin würdevoll organisiert habe. Glücklich und stolz dürfe das Land auch auf seine Fussball-Nationalmannschaft an der Europameisterschaft sein. Und auch Olympia biete Anlass zum Stolz.

Leider sei aber auch zu beobachten, dass das Auf und Ab der Pandemie die Schweiz am gelassenen Blick in die Zukunft hindere. Dennoch hofften alle, das Schlimmste sei vorbei und damit die schwere Zeit der Einschränkungen zentraler Werte.

Aufgabe der Politikerinnen und Politiker sei es, das Land zusammenzuhalten, Vertrauen zu schaffen und Begeisterung zu wecken. Als Bundespräsident sei ihm der Zusammenhalt besonders wichtig.

Parmelin hatte sich schon vor dem Beginn der Feier in der Dreifachturnhalle in Herzogenbuchsee unter die Bevölkerung gemischt. Mehrere hundert Leute nahmen an der Feier teil. Aus Pandemiegründen war die Teilnehmerzahl beschränkt. Die Musikgesellschaft umrahmte die Feier. Für den Nationalfeiertag mit Bundesratsbesuch hatte sich «Buchsi», wie das Dorf im Volksmund genannt wird, reich beflaggt. (viw/sda)
7:17
Weltgrösste Schweizerfahne am Säntis kann nicht ausgerollt werden
Wegen des schlechten Wetters hat am Säntis in der Ostschweiz die weltgrösste Schweizerflahne zum 1. August nicht ausgerollt werden können. Nebel und unbeständiges Wetter machten laut den Bergbahnen am Samstag die Arbeiten in der Felswand zu gefährlich.

Das geplante Zeitfenster am Morgen zum Ausrollen der 80 mal 80 Meter grossen Flagge habe aus Sicherheitsgründen nicht genutzt werden können, sagte Sarah Bösch, Event-Bereichsleiterin bei der Säntis-Schwebebahn, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage. Dies sei seit sieben Jahren nicht mehr vorgekommen.

Die eingerollte Fahne war zuvor bereits am Mittwochabend von einem Höhenarbeiterteam oberhalb der Wand fixiert worden. Sie soll nun wieder entfernt werden. Die PR-Aktion findet seit über zehn Jahren jeweils zum 1. August statt. Bei schönem Wetter ist die Fahne nicht nur von der Schwägalp, sondern von der halben Ostschweiz aus zu sehen. Dieses Bild aus dem letzten Jahr zeigt, wie das wieder hätte aussehen sollen:
Die 80x80 Meter grosse Schweizerfahne haengt an einer Felswand unterhalb des Saentis, anlaesslich des Nationalfeiertags, am Freitag, 31. Juli 2020, auf der Schwaegalp. (KEYSTONE/Alexandra Wey)
Bild: keystone
(viw/sda)
7:15
Berset setzt auf Zuversicht und sozialen Zusammenhalt
«Die Schweiz hat sich in der Krise bewährt», sagt Bundesrat Alain Berset in seiner Rede zum 1. August. Doch die Krise sei noch nicht ausgestanden. Der Gesundheitsminister setzt auf Eigenverantwortung und sozialen Zusammenhalt, denn Zwang ist für ihn keine Option.

Berset zeigt sich in seiner am Samstag veröffentlichten Rede zum 1. August zuversichtlich – das Land werde sich auch nach dieser Krise bewähren. Die vielbeschworene Solidarität sei in den letzten 18 Monaten getestet worden. Man habe harte Erfahrungen gemacht und gelernt mit Unsicherheit umzugehen.

«Doch wir können mit Zuversicht die nächsten Herausforderungen angehen», denn «wir übernehmen Verantwortung im Kampf gegen das Virus». Trotz hitziger Debatten und viel Leid gehe die Gesellschaft gestärkt aus dieser Krise hervor, es sei die Solidarität, die die Schweiz stark mache.

Bundesrat setzt auf Gemeinsinn
Le conseil federal Alain Berset photographie lors de l'excursion du Conseil federal ce jeudi 1 juillet 2021 au Domaine de la Chartreuse de La Lance a Concise, Vaud.(KEYSTONE/Laurent Gillieron)
Bild: keystone
Zu Beginn der Pandemie habe man zu drastischen Mitteln greifen müssen, um den ersten Schock abzudämpfen. Auch damals habe der Bundesrat stets auf die Eigenverantwortung der Leute gesetzt und damit auf den Gemeinsinn, «der unser Land stark gemacht hat».

Eigenverantwortung könne nur wahrnehmen, wer Alternativen habe, sagt Berset weiter. Die Wahl zu haben, sei entscheidend: «Will man Wirtschaftshilfe in Anspruch nehmen? Will man sich impfen oder regelmässig testen lassen?»

Dies gelte auch für das Covid-Zertifikat: «Jede und jeder von uns soll selber entscheiden können, ob er oder sie dieses brauchen will oder nicht. Nur mit Eigenverantwortung und Wahlmöglichkeit kann echter sozialer Zusammenhalt entstehen – Zwang ist keine Option». Der Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen müsse für alle gewährleistet sein, so Berset.

Die Pandemie habe Flexibilität, Bescheidenheit und Selbstbewusstsein abverlangt, «all das werden wir auch künftig brauchen». Alles spreche dafür, auch «heute mit Optimismus und Mut die Herausforderungen anzupacken, mit denen wir uns konfrontiert sehen».

Man solle nicht in die Defensive gehen und sich an das Erreichte klammern, sagte Berset. Er verwies auf frühere Generationen. Diese hätten sich unter ähnlichen Umständen nicht an der «Vergangenheit festgeklammert wie an einer Boje in unruhigem Wasser». Sie hätten «unser Land neu positioniert, damit es zu den Gewinnern von morgen gehört» und ihr Bestes gegeben, damit die Schweiz erfolgreich bleibt, gerade auch in schwierigen Zeiten. (viw/sda)
7:13
Bundesrätin Sommaruga betont Bedeutung der Grundversorgung
Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat anlässlich des Bundesfeiertages am Samstag in einer Video-Ansprache die Bedeutung einer verlässlichen Grundversorgung in der Schweiz betont. Diese sei für den Zusammenhalt des Landes wichtig.

«Das ist die Schweiz – ein Land in dem man sich nahe sein kann, ein Land in dem vieles gut funktioniert, selbst in schwierigen Zeiten», sagte die Vorsteherin des Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) in der Videobotschaft vom Samstag.
Bundesraetin Simonetta Sommaruga spricht waehrend der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 15. Juni 2021 im Staenderat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Bild: keystone
Eine verlässliche Grundversorgung sei zum Beispiel während des Hochwassers oder der Coronakrise von Bedeutung: «Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie wichtig das ist. Während der bedrohlichen Hochwasser-Situation haben wir uns auf die Feuerwehr und auf viele weitere Einsatzkräfte verlassen können.» Bei der Coronakrise habe sich die gute Grundversorgung unter anderem bei der Post oder im Verkehr gezeigt.

Die gute Grundversorgung habe man früheren Generationen zu verdanken, die darin investiert hätten und «Grossartiges geschaffen haben». Auf diesen Pioniergeist könne man aufbauen.

Der Wille, die Schweiz gemeinsam zu gestalten, halte das Land zusammen. Gemeinsam könne man viel erreichen, wie zum Beispiel Eisenbahn-Jahrhundertprojekte zeigen würden. Vorausschauende Politik und innovative Wirtschaft trügen das ihrige bei. Mit den Worten «Machen wir weiter so, mit Mut und Weitsicht für die Zukunft unserer Kinder und Enkel», schloss Sommaruga ihre Botschaft zum Bundesfeiertag ab.

Sommaruga nimmt am 1. August an der Bundesfeier auf dem Rütli teil. (viw/sda)
7:10
Happy birthday, Schweiz!
Die Schweiz feiert heute Geburtstag. Aufgrund der noch immer anhaltenden Coronakrise (und wohl auch wegen des eher bescheidenen Wetters) werden voraussichtlich nicht die allergrössten Partys stattfinden. Ganz ohne feiern geht's aber natürlich nicht und darum halten wir hier die wichtigsten Ereignisse rund um den Nationalfeiertag fest.
Ein Jugendlicher schwingt eine Schweizerfahne an der Bundesfeier am Nationalfeiertag auf dem Monte Generoso, am Samstag, 1. August 2020. (KEYSTONE/Ti-Press/Elia Bianchi)
Bild: keystone

So schützt du deine Haustiere am 1. August

Video: srf/Roberto Krone
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Zu Beginn der 90er-Jahre wurde Sarah Wiener zweimal hintereinander Berliner Stadtmeisterin in Vollkontakt-Taekwondo. Dies ist zwar eine kuriose, aber keineswegs erstaunliche Randnotiz ihrer Biografie. Die Deutsch-Österreicherin mit Jahrgang 1962 brach mit 17 die Schule ab, trampte durch die Welt und liess sich schliesslich als junge alleinerziehende Mutter und Sozialhilfeempfängerin in Berlin nieder. Und kämpfte sich hoch und höher. Wurde von der Kellnerin zur Catering-Unternehmerin, zur …

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