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Tauchunglück auf den Malediven: Tote Taucher aus Höhle geborgen

epa12964129 A vessel of the Maldivian Coast Guard during a search and recovery operation in the Vaavu Atoll, Maldives, 16 May 2026. The operation follows a scuba diving accident on 14 May, which claim ...
Ein Rettungsboot auf der Suche nach den Leichen.Bild: keystone

Tauchunglück auf den Malediven: Tote Taucher aus Höhle geborgen

18.05.2026, 13:0118.05.2026, 13:37

Nach dem Tauchunglück auf den Malediven konnten die Leichen von vier Italienern in einer Meereshöhle gefunden werden, teilt das italienische Aussenministerium am Montag mit. In den nächsten Tagen sollen weitere Tauchgänge zur Bergung der Leichen durchgeführt werden.

Die Suchaktion zog sich über mehrere Tage und musste zwischenzeitlich unterbrochen werden. Am Wochenende war dabei ein maledivischer Rettungstaucher ums Leben gekommen.

Die Leichen der vier vermissten italienischen Taucher wurden nach Angaben der maledivischen Behörden im dritten Abschnitt der Höhle beim Tauchplatz Cave Dive im Vaavu-Atoll lokalisiert.

Insgesamt fünf Italiener waren vergangene Woche bei einem Tauchunglück ums Leben gekommen. Eine Leiche konnte bereits geborgen werden, die Suche nach den anderen vier Leichen gestaltete sich kompliziert. Die genaue Ursache des Unglücks sowie die Umstände des Todes der fünf Italiener sind weiterhin Gegenstand von Ermittlungen der lokalen Behörden auf den Malediven.

Malediven beliebtes Urlaubsziel für ausländische Touristen

Die Malediven sind ein kleiner Inselstaat im Indischen Ozean südwestlich von Sri Lanka. Die Inseln des Archipels ziehen mit idyllischen weissen Sandstränden viele internationale Urlauber an. Auch für Schnorchler und Taucher aus dem Ausland sind die Malediven und ihre Korallenriffe ein beliebtes Ziel.

Nach Angaben des Aussenministeriums erkundeten die Italiener eine Höhle mit mehreren Kammern, die durch schmale Gänge verbunden sind, in etwa 50 Metern Tiefe. Medienberichten zufolge durfte die Gruppe aber nur in etwa 30 Metern Tiefe tauchen. Für tiefere Tauchgänge ist auf den Malediven eine spezielle Genehmigung nötig, die die Tauchergruppe offenbar nicht hatte. (hkl/sda/dpa)

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42 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Roli_G
18.05.2026 14:19registriert Januar 2021
Richtig tragisch, dass ein Helfer gestorben ist.
Den verunglückten Tauchern dürfte hoffentlich die Risiken wie Stickstoffnarkose, Orientierungsverlust in einer Höhle etc bekannt gewesen sein. Eigentlich müsste man in so einem Fall von klarem Selbstverschulden und grosser Gefahr für die Helfer auf eine Bergung der Leichen verzichten. Das Risiko für die Helfer ist einfach zu gross.
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benn
18.05.2026 14:32registriert September 2019
wer unter 30m taucht erhöht die risiken massiv und dann noch ein höhlentauchgang, jetzt ist auch noch ein retter ums leben gekommen, echt lasst sie da und riskiert nicht noch mehr leben, sie sind das risiko selber eingegangenen!
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Thiskussion
18.05.2026 13:19registriert Oktober 2024
Uff, da stehen mir als erfahrener Hobbysporttaucher die Haare zBerg.. Was wollen die da unten in 50 - 60 m 'forschen'? Ich kann ja kaum eine einfache addierung machen auf 40 m, dann noch in eine Höhle... Ein absoluter Albtraum. Wäre interessant zu erfahren, was die Todesursache war, verschmutzte Atemluft, Tiefenrausch, ...
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