Ösi-Duo hält sich im Final zurück – doch Kritik gibt's erneut
Beim Eurovision Song Contest sind eigentlich zuerst die Musiker und ihre Länder im Fokus. Doch nicht nur die Künstlerinnen und Künstler, auch die Moderierenden stehen jeweils unter genauester Beobachtung des ESC-Publikums. Im vergangenen Jahr holte sich das Schweizer Trio um Hazel Brugger, Sandra Studer und Michelle Hunziker Bestnoten ab. Besonders die Performance des Mini-Musicals Made in Switzerland von Brugger und Studer im Halbfinal, flankiert von der schwedischen Moderatorin Petra Mede, wurde im In- und Ausland gefeiert.
Einen wesentlich schwereren Stand beim Publikum hatte das diesjährige österreichische Moderationsduo. Bereits im ersten Halbfinale, das am Dienstag stattfand, wurden Victoria Swarovski und Michael Ostrowski kritisiert. Auch das watson-ESC-Expertinnentrio fand die Darbietung der beiden etwas «altmödelig». Zwei Tage später folgten weitere Stimmen, die wenig Begeisterung für das Duo äusserten. Jetzt einer der Vorwürfe: Die «Let's Dance»-Moderatorin und der Schauspieler würden zu viel Raum einnehmen.
Diese Kritik schien sich das Moderatoren-Duo zu Herzen genommen zu haben. Denn im Finale am Samstagabend halten sich die beiden eher im Hintergrund. So erschienen Swarovski und Ostrowski erst zwölf Minuten nach dem Start der Show auf der Bühne. Genug, um negativen Kommentaren dieses Mal zu entgehen?
Nicht im Geringsten: Dieses Mal bemängelten die Zuschauenden die Outfitwahl der Moderatoren. Victoria Swarovski wählte ein Glitzerkleid in Dunkelgrün, Michael Ostrowski einen glänzenden Anzug in Blau. «Aladdin wünscht sich sein Outfit zurück», kommentierte jemand auf X. «Warum ist der österreichische Moderator in dieser Art von Pyjama gekleidet?», fragte ein anderer.
Dass die kritischen Kommentare die Moderatoren durchaus beschäftigten, liess Swarovski auf der Bühne durchblicken. Nach dem Auftritt von Albanien sagte sie: «Was für ein toller Start! Wir haben die ersten fünf Songs dieses grossen Finales gehört, und das war nur ein kleiner Vorgeschmack darauf, wie abwechslungsreich dieser Abend werden wird.» Dann kam sie darauf zu sprechen, was sie und ihr Kollege machen, wenn sie nicht vor den Kameras zu sehen sind:
Ostrowski ergänzte: «Das tun wir, wirklich, ja. Millionen von euch teilen ihre Gedanken, und ich habe sogar ein paar tolle Modetipps bekommen. Und vielen Dank für all die Komplimente», versuchte der 53-Jährige die Kritik humorvoll zu nehmen. «Das ist der Eurovision Song Contest, das gehört einfach zur Tradition dazu», so Swarovski.
Bereits vor wenigen Tagen wurden die beiden auf die Kritik im Netz angesprochen. Damals sagte Victoria Swarovski noch: «Ich habe das gar nicht gesehen.» Und weiter: «Es wird immer jemanden geben, der jammert.» Auch Michael Ostrowski erklärte, wie er mit negativen Kommentaren umgeht: «Ich blende das aus.» (con/t-online)
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