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Nach diesen Kriterien wählen Handy-Nutzer ihr Mobilfunk-Abo aus

Es gibt Hunderte von unterschiedlichen Schweizer Handy-Abos und Prepaid-Angeboten. Entsprechend schwierig ist für Laien die Wahl des optimalen Mobilfunk-Angebots. Doch welche Kriterien sind für Kunden am wichtigsten? 



Die Schweizer Handynutzer sind im grossen und ganzen mit ihrem Mobilfunkanbieter zufrieden. Viele stören sich zwar an den hohen Gebühren fürs Telefonieren ins bzw. im Ausland, den Anbieter deswegen zu wechseln ziehen aber nur wenige in Betracht.

Für die Meisten steht nämlich die Netzqualität im Vordergrund. «Eine hohe Netzqualität ist das A und O für Schweizer Mobilfunkkunden. Anbieter, die hierbei sparen, sägen am eigenen Ast», fasst Telekomexperte Ralf Beyeler vom Internetvergleichsdienst Moneyland die Ergebnisse einer Umfrage unter knapp 1'500 Teilnehmern zusammen. Dabei konnten die Befragten 16 Kriterien jeweils auf einer Skala von 1 (überhaupt nicht wichtig) bis 10 (sehr wichtig) bewerten.

Kriterien für die Wahl des Mobilfunk-Abos

Bild

Lesebeispiel: 88% erachten die Netzabdeckung als wichtig bis sehr wichtig (hellgrün bis dunkelgrün).   grafik: watson / quelle moneyland

Stehen Kunden vor der Wahl eines neuen Mobilfunkangebots, sind ihnen laut der repräsentativen Befragung neben den Hauptkriterien Netzabdeckung und -qualität vor allem der Preis und die Gesprächsqualität wichtig. Weniger Aufmerksamkeit widmen sie hingegen dem Kundendienst, Rabatten und verbilligten Smartphones sowie der Benutzung des Handys im Ausland, dem sogenannten Roaming.

Anteil der Befragten, die folgende Kriterien als wichtig bis sehr wichtig einstufen (Bewertungen 8 bis 10 auf der Skala):

Interessant sei, dass ein vergünstigtes Smartphone nur für knapp die Hälfte der Befragten ein wichtiges Kriterium sei, erklärte Beyeler. «Die Kunden sollten bedenken, dass bei der Abowahl nicht ein möglichst hoher Rabatt oder ein vergünstigtes Smartphone relevant sein sollten, sondern die Gesamtkosten.» Oftmals sei ein günstiges Angebot ohne Rabatt und ohne vergünstigtes Smartphone billiger als ein teures Angebot mit einem hohen Rabatt.

Roaming-Gebühren werden übersehen

Gerade bei den Kosten fürs Telefonieren ins Ausland oder aus den Ferien, zeigt sich aber laut Beyeler immer noch eine hohe Unzufriedenheit: «Das verwundert kaum», so der Experte, «denn die Roaming-Preise sind trotz jährlichen Preissenkungen immer noch hoch.»

Viele Kunden liessen aber diesen Bereich bei der Wahl eines Abos ausser Acht. Böse Überraschungen gebe es erst, wenn die hohe Handyrechnung ins Haus flattere. Konkret seien Anrufe ins Ausland allerdings nur für gut ein Drittel der Befragten wichtig. Damit bilde dieses Auswahlkriterium das Schlusslicht.

Jüngere umgehen Roaming mit WhatsApp, Skype und Co.

Die Unterschiede zwischen den Altersgruppen seien aber markant: Bei den 19- bis 25-Jährigen sind es gerademal 27 Prozent, welche das Telefonieren aus dem Ausland für wichtig halten. Bei den 50- bis 74-Jährigen sind es bereits knapp die Hälfte die auf Roaming-Gebühren achten.

«Jüngere Kunden wissen meistens, dass sie die teuren Mobilfunktarife für Anrufe ins Ausland via WhatsApp, Skype, Facebook und Co. umgehen können», erklärt Beyeler. Für viele Kunden seien daher Telefonate ins Ausland via Mobilfunk gar nicht nötig.

Umfrage

Bei welchem Anbieter bist du?

  • Abstimmen

15,105

  • Wingo9%
  • M-Budget11%
  • Swisscom38%
  • Yallo3%
  • Sunrise15%
  • UPC3%
  • Coop Mobile2%
  • TalkTalk0%
  • Aldi1%
  • Salt17%
  • Lycamobile1%
  • Lebara0%
  • ein anderer1%

Swisscom hat die treusten Kunden

Daher sei es auch nicht erstaunlich, dass die Meisten zwar Probleme mit den hohen Gebühren hätten, dem Anbieter aber dennoch die Stange hielten, erklärte Beyeler. Mit 58 Prozent sind eine deutliche Mehrheit der Befragten seit mehr als fünf Jahren beim selben Anbieter.

Die grösste Kundenbindung hat dabei der Branchenprimus Swisscom. Beim Telekomriesen sind knapp neun von zehn Abonnenten seit mindestens fünf Jahren dabei. Bei Sunrise sind es immerhin noch gut zwei Drittel und bei Salt knapp 60 Prozent. Aber auch Nischenanbieter wie M-Budget kommen auf Werte von 42 Prozent.

Die geringe Wechselbereitschaft hänge mit dem Umstand zusammen, dass für viele Umfrageteilnehmer die Vertragsbestimmungen nicht zentral seien. Für nicht einmal die Hälfte seien Kündigungsfristen bei der Wahl des Mobilfunkanbieters oder Mindestvertragslaufzeiten ein wichtiges Kriterium.

(oli/lea/awp/sda)

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Video: srf

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Stiggu LePetit 12.09.2018 08:48
    Highlight Highlight 38% bezahlt viel zu viel für ihr Abo. Die Preise bei der Swisscom sind too damn high! Aber solange es die Leute bezahlen...
  • Til 11.09.2018 22:54
    Highlight Highlight Ich bin bei zwei Anbietern. CoopMobile für Telefonie, Lycamobile für Daten. Eine sehr kostengünstige und brauchbare Kombination. Salt(CoopMobile) für Daten-Prepaid kann ich gar nicht empfehlen: die Datenpakete haben ein fixes Verfallsdatum, im ungünstigsten Fall also nur ein Tag gültig statt 30 und das Datum wird noch dazu widersprüchlich kommuniziert.
  • aglio e olio 11.09.2018 21:54
    Highlight Highlight "Jüngere umgehen Roaming mit WhatsApp, Skype und Co.

    [...]19- bis 25-Jährigen sind es gerademal 27 Prozent, welche das Telefonieren aus dem Ausland für wichtig halten. [...]

    «Jüngere Kunden wissen meistens, dass sie die teuren Mobilfunktarife für Anrufe ins Ausland via WhatsApp, Skype, Facebook und Co. umgehen können», erklärt Beyeler. Für viele Kunden seien daher Telefonate ins Ausland via Mobilfunk gar nicht"

    Irgendwie wurden da jetzt 2 Sachen vermischt und die Überschrift fasst es zusammen. ;)

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