Silvio Berlusconi
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wirft ein Auge auf Frauen und auf ein EU-Mandat: Silvio Berlusconi. Bild: AP/PRESL

Er kann es nicht lassen

Trotz Bunga Bunga und Steuerbetrug will Berlusconi bei der EU-Wahl kandidieren

Italiens Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi will laut eigenen Angaben an der Spitze seiner Partei Forza Italia trotz seiner rechtskräftigen Verurteilung bei den EU-Wahlen im Mai antreten.



«Ich wäre glücklich, als Spitzenkandidat in den fünf italienischen Wahlkreisen anzutreten», sagte Berlusconi nach Medienangaben vom Samstag. Seine Hoffnung sei es, dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg seiner Beschwerde gegen das Anti-Korruptions-Gesetz stattgebe und das mit seiner Verurteilung verbundene Verbot, öffentliche Ämter zu bekleiden oder für solche zu kandidieren, ausgesetzt werde.

Wegen dieses Gesetzes war Berlusconi im vergangenen November aus dem italienischen Parlament ausgeschlossen worden. Dem Gründer der zur konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) gehörenden Forza Italia war infolge seiner rechtskräftigen Verurteilung wegen Steuerbetrugs der Pass entzogen worden.

Karima El Mahrough alias «Ruby»: Auf sie hatte Berlusconi mehr als nur ein Auge geworfen. Bild: AP PRESL

Der 77-jährige Berlusconi war im vergangenen August rechtskräftig wegen Steuerbetrugs verurteilt worden. Hinter Gitter muss er wegen seines hohen Alters aber nicht. Am 10. April wird ein Gericht allerdings entscheiden, ob er unter Hausarrest gestellt wird oder ein Jahr Sozialdienst leisten muss.

Vergangenen Sommer wurde Berlusconi zudem in erster Instanz im «Fall Ruby» wegen Sex mit Minderjährigen und Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt. Dagegen wird vermutlich in diesem Jahr ein Berufungsprozess beginnen. (whr/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kampf gegen das Coronavirus: So hart greift Europa durch

Massen-Schnelltests, rote Zonen und Ausgangssperren: Europa kämpft mit allen Mitteln gegen das Coronavirus. Einige Länder machen fast komplett dicht, andere gehen Sonderwege. Milde sind die Massnahmen derzeit fast nirgendwo. Ein Überblick.

In FRANKREICH sind die Regeln mit am strengsten. Die Menschen dürfen nur mit triftigem Grund vor die Tür – etwa um zur Arbeit zu gehen. Spaziergänge und Sport sind nur in einem Umkreis von einem Kilometer vom Wohnort für eine Stunde am Tag erlaubt. Wer das Haus verlässt, muss ein Formular mit dem Grund mitführen. Alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte sind geschlossen. Auch Theater, Kinos, Restaurants und Cafés sind dicht. Schulen und Kitas bleiben offen.

Auch die Regierung in GRIECHENLAND hat …

Artikel lesen
Link zum Artikel