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FILE - In this Oct. 9, 2018, file photo, Carolina Hurricanes' Sebastian Aho (20) gathers in the puck in front of Vancouver Canucks' Nikolay Goldobin (77) during the second period of an NHL hockey game in Raleigh, N.C. The Montreal Canadiens have tendered an offer sheet to Carolina Hurricanes restricted free agent forward Sebastian Aho..The offer sheet is worth $42.27 million over five years, an annual salary cap hit of $8.54 million. If Carolina does not match it, the Canadiens must send a first-, second- and third-round pick to the Hurricanes. It's the first offer sheet in the NHL since 2013. (AP Photo/Karl B DeBlaker, File)

Schnappen die Montreal Canadiens den Carolina Hurricanes Superstar Sebastian Aho weg? Bild: AP

Analyse

Meiers Millionen-Vertrag und 12 weitere wichtige Deals am ersten Tag der NHL-Free-Agency

Die Free Agency in der NHL wurde gestern Abend mit dutzenden Vertragsunterschriften und spannenden Trades lanciert. Die Montreal Canadiens griffen gar zu einem Mittel, das schon Jahre nicht mehr gesehen wurde: das Offer Sheet.



Der 1. Juli war ein spannendes und ereignisreiches Datum in der NHL. Am ersten Tag der diesjährigen Free Agency wechselten zahlreiche Spieler den Verein, verlängerten ihren Vertrag oder waren Teil eines Spielertauschs. Sogar ein lange nicht mehr gesehenes Offer Sheet wurde eingereicht.

118 Spieler unterschrieben seit gestern Abend 18 Uhr Schweizer Zeit einen neuen Vertrag. Insgesamt wurden laut Capfriendly 229 Vertragsjahre verteilt und die Gesamtsumme aller Vertragsausgaben beläuft sich auf 697,2 Millionen US-Dollar. Wir erklären dir die wichtigsten Deals zum Auftakt der Free Agency.

Offer Sheet für Sebastian Aho

Montreal Canadiens, 5 Jahre, 8,454 Mio. pro Saison

Zum ersten Mal seit 2013 wurde in der NHL wieder ein Offer Sheet angeboten. Die Montreal Canadiens versuchen mit Sebastian Aho den Starcenter der Carolina Hurricanes abzuwerben und boten ihm einen Fünfjahresvertrag mit einem Lohn von 8,454 Millionen pro Saison an. Höher gingen die Canadiens nicht, damit die allfällige Kompensation an Carolina nicht grösser ausfällt.

Aho hat die Offerte der «Habs» angenommen. Carolina hat nun sieben Tage Zeit zu entscheiden, ob sie ihre Offerte jener der Canadiens angleichen wollen und so Aho behalten. Machen sie das nicht, verlieren sie den Finnen, erhalten aber beim nächsten Draft drei Picks der Kanadier (erste Runde, zweite Runde, dritte Runde).

Montreal schlägt Carolina mit der Offerte ein Schnippchen, weil diese Aho eigentlich länger als fünf Jahre verpflichten wollten. So bleibt ihnen nichts anderes übrig, als ihm ebenfalls die fünf Jahre anzubieten. Andererseits können die Hurricanes Montreal nun zappeln lassen. Solange Carolina seine Offerte nicht angleicht, kann Montreal die fraglichen Picks nicht für allfällige Trades verwenden. Es ist zu erwarten, dass die Hurricanes ihr Angebot dem Offer Sheet angleichen und Aho behalten.

Timo Meier bleibt ein Shark

San Jose Sharks, 4 Jahre, 6 Mio. pro Saison.

Aus Schweizer Sicht war es die Meldung des gestrigen Abends. Timo Meier verlängert seinen Vertrag bei San Jose um vier Jahre. Mit einem Jahreslohn von sechs Millionen Dollar ist der Appenzeller nun der bestbezahlte Schweizer in der NHL. Trotz der satten Lohnsumme ist das ein hervorragender Vertrag für die Sharks. Andere Teams zahlen für weniger gute Spieler mehr (Kevin Hayes verdient bei Philadelphia 7,14 Millionen). Und Spieler, die nur leicht besser sind, verlangen bei anderen Teams fast das Doppelte (Mitch Marner soll bei Toronto zwischen 10 und 12 Millionen fordern).

Diese Schweizer warten auch noch auf einen neuen Vertrag

Kevin Fiala (Minnesota Wild), Denis Malgin (Florida Panthers), Mirco Müller (New Jersey Devils), Luca Sbisa (UFA), Sven Andrighetto (UFA).

Zudem ist es aus der Sicht des Teams ein genialer Schachzug, dass Meier auch nach Ablauf der vier Jahre Restricted Free Agent bleibt. Die Sharks halten also auch in Zukunft das exklusive Verhandlungsrecht mit dem Schweizer. Des weiteren ist der Vertrag so aufgebaut, dass die Lohnsumme im letzten Jahr zehn Millionen beträgt. Allfällige Offer Sheets müssten also mehr als diese zehn Millionen bieten, was vermutlich alle General Manager abschrecken dürfte.

So viel verdienen die Schweizer Eishockeystars in der NHL

Artemi Panarin wird ein Ranger

New York Rangers, 7 Jahre, 11,642 Mio. pro Saison.

Der heisseste Kandidat auf dem Markt der Unrestricted Free Agents geht bereits am ersten Tag vom Tisch. Der russische Starflügel Artemi Panarin unterschreibt bei den New York Rangers einen Vertrag über sieben Jahre. Gemessen am Potential ist der Vertrag wohl etwas zu grosszügig ausgefallen. Berichten zufolge hat der 27-Jährige aber sogar noch auf mehr Geld verzichtet, um bei den Rangers zu spielen. Columbus soll 13 Millionen jährlich geboten haben, um den Spieler zu halten, Panarin verzichtete.

Damit haben die Rangers ihren Rebuild in nur einem Jahr schon fast abgeschlossen. Mit den Zuzügen von Artemi Panarin und dem finnischen Rookie Kaapo Kakko auf dem Flügel sowie Adam Fox in der Verteidigung sind die New Yorker bestens gerüstet, um in der nächsten Saison wieder die Playoffs zu erreichen.

Sergei Bobrowskis Millionendeal

Florida Panthers, 7 Jahre, 10 Mio. pro Saison.

Nicht nur Artemi Panarin auch Sergei Bobrowski verlässt die Columbus Blue Jackets. Der Starkeeper unterschreibt bei den Florida Panthers einen Vertrag über sieben Jahre und verdient neu zehn Millionen pro Saison. Damit haben die Panthers ihre grösste Problemposition verstärkt.

70 Millionen über sieben Jahre für einen Spieler, der bereits 30 Jahre alt ist, ist sehr viel Geld und eine lange Vertragsdauer. Zudem hat der Russe eine Klausel, die Trades verunmöglichen. Die Panthers werden also die ganze Zeit auf dem Vertrag sitzen bleiben. Der Deal mit Florida bedeutet auch, dass Elvis Merzlikins bei Columbus als erster Anwärter auf die Nummer eins im Tor gilt.

Matt Duchene zu den Predators

Nashville Predators, 7 Jahre, 8 Mio. pro Saison.

Die Nashville Predators holen ihren Wunschspieler in Matt Duchene. Mit dem Kanadier hofft General Manager David Poile, endlich das Problem auf der Centerposition gelöst zu haben. Duchene ist kein Erstliniencenter, aber ein sehr guter Mann für die Mittelachse der zweiten Linie. Der 28-Jährige hat die beste Saison seiner Karriere hinter sich, ist mit der neuen Lohnsumme aber eher überbezahlt.

Unklar ist, was der Zuzug für Kyle Turris bedeutet. Er spielte bislang als Center in der zweiten Linie. Ist er bereit, eine Reihe nach hinten zu rücken? Oder ist seine Zeit in Nashville vorbei?

Der Geheimtipp: Joonas Donskoi

Colorado Avalanche, 4 Jahre, 3,9 Mio. pro Saison.

Colorado hat gestern einen der besten Deals abgeschlossen, der gleichzeitig nur wenig Aufmerksamkeit erhalten hat. Von San Jose kommt Flügel Joonas Donskoi nach Denver. Der Finne hat eine durchzogene Saison hinter sich, ist aber ein explosiver Stürmer, der das Spiel in die gegnerische Zone drücken kann. Für die Avalanche, denen es im Sturm an Kadertiefe mangelte, ist das ein hervorragender Zuzug.

Colorado und Toronto tauschen Spieler

Es war der vermutlich wichtigste Trade am ersten Tag der Free Agency. Das Ziel der Leafs war es, ihre Verteidigung zu verstärken, was nur bedingt gelungen ist. Tyson Barrie ist zwar ein exzellenter Offensivverteidiger, hat aber defensiv eklatante Schwächen. Kerfoot ist ein talentierter Center für die dritte Linie. Mit Nazem Kadri geht Toronto ein physisches Element verloren.

Robin Lehner zu Chicago

Chicago Blackhawks, 1 Jahr, 5 Mio. pro Saison.

Der schwedische Keeper hat schwierige Zeiten, aber auch die beste Saison seiner Karriere hinter sich. Die Islanders konnten oder wollten ihn offenbar nicht halten. Bei Chicago soll er den in die Jahre gekommenen und verletzungsanfälligen Corey Crawford entlasten. Ein guter Zuzug für die Blackhawks. Sollten bei Lehner die mentalen Probleme wieder Überhand nehmen, könnten Crawford und Collin Delia übernehmen.

Anders Lee: Der Captain bleibt ein Islander

New York Islanders, 8 Jahre, 7 Mio. pro Saison.

Lange wurde spekuliert, ob die Islanders nach John Tavares im letzten Sommer mit Anders Lee bereits wieder ihren Captain verlieren. Dem ist aber nicht so. Lee bleibt für sieben weitere Jahre auf Long Island. Der Flügel ist kein brillanter Spielmacher, hat aber einen brandgefährlichen Schuss und ist extrem wertvoll im Powerplay. Für die Islanders ist es vor allem wichtig, dass sie ihr Team der letzten Saison grösstenteils beisammenhalten können.

Wayne Simmonds verstärkt die Devils

New Jersey Devils, 1 Jahr, 5 Mio. pro Saison.

Die Devils sind wieder ein Playoff-Team. In der Verteidigung haben sie sich mit P.K. Subban verstärkt. Auf der Centerposition kommt der hochtalentierte Nummer-eins-Draft Jack Hughes dazu. Und nun hat man mit Wayne Simmonds einen Flügel geholt, der physische Präsenz markieren kann und dennoch auch seine Tore schiesst. Mit einem Vertrag über ein Jahr geht General Manager Ray Shero zudem nicht das Risiko ein, einen älteren Spieler langfristig zu binden.

Joe Pavelski zu den Stars

Dallas Stars, 3 Jahre, 7 Mio. pro Saison.

Joe Pavelski ist ein guter Zuzug für Dallas, auch wenn der Preis mit sieben Millionen für drei Jahre sehr hoch ist. Den Stars fehlte es zuletzt an Skorerpunkten aus den hinteren Reihen. Mit Pavelski in der zweiten Linie kann man das korrigieren. Zudem hat Dallas auf dem Flügel auch noch Altstar Corey Perry geholt.

Viel Geld für Tyler Myers

Vancouver Canucks, 5 Jahre, 6 Mio. pro Saison.

Die Vancouver Canucks wollten unbedingt einen Top-vier-Verteidiger für ihre Hintermannschaft. Geholt haben sie Tyler Myers von den Winnipeg Jets und zahlen ihm nun sechs Millionen jährlich für fünf Jahre.

Zu Beginn war sogar mal von sieben Millionen oder mehr die Rede, aber auch jetzt ist der Kanadier überbezahlt. Myers ist ein äusserst durchschnittlicher Verteidiger ohne grosse Stärken. Ob die Canucks so den Sprung zurück in die Playoffs schaffen? Die Zukunft von General Manager Jim Benning könnte davon abhängen.

Tanev: Pittsburgh investiert ins Mittelmass

Pittsburgh Penguins, 6 Jahre, 3,5 Mio. pro Saison.

Die Pittsburgh Penguins haben vor wenigen Tagen Phil Kessel – einen guten Torschützen – zu den Arizona Coyotes getradet und dafür Alex Galchenyuk – einen durchschnittlichen Stürmer – erhalten. Nun haben sie mit Brandon Tanev erneut einen äusserst durchschnittlichen Stürmer geholt. Der Flügel ist defensiv solid, bringt aber nur wenig Offensivproduktion.

Bonus: Gaëtan Haas

Edmonton Oilers, 1 Jahr, 0,925 Mio. pro Saison

Seit heute Nacht ist klar: Gaëtan Haas hat tatsächlich bei den Edmonton Oilers einen Entry-Level-Vertrag unterschrieben. Der Kontrakt läuft über ein Jahr. In der NHL beträgt der Lohn 925'000 Dollar im Jahr, in der AHL wären es noch 70'000 Dollar. Der Center wird versuchen, sich im Trainingscamp der Oilers für eine Rolle in der NHL aufzudrängen. Wahrscheinlicher ist es aber, dass er in der AHL für Bakersfield zum Einsatz kommt.

Alle Unterschriften vom 1. Juli

Anaheim Ducks

Arizona Coyotes

Boston Bruins

Buffalo Sabres

Calgary Flames

Carolina Hurricanes

Chicago Blackhawks

Colorado Avalanche

Columbus Blue Jackets

Dallas Stars

Detroit Red Wings

Edmonton Oilers

Florida Panthers

Los Angeles Kings

Minnesota Wild

Montreal Canadiens

Nashville Predators

New Jersey Devils

New York Islanders

New York Rangers

Ottawa Senators

Philadelphia Flyers

Pittsburgh Penguins

San Jose Sharks

St.Louis Blues

Tampa Bay Lightning

Toronto Maple Leafs

Vancouver Canucks

Vegas Golden Knights

Washington Capitals

Winnipeg Jets

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