DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Flugverkehr

Nach GAV-Kündigung: Piloten reichen Klage gegen Swiss wegen Vertragsbruch ein



Aeropers reagiert mit einer Klage auf die jüngst gescheiterten Verhandlungen mit der Swiss. Der Langstreckenpilotenverband wirft der Fluggesellschaft Vertragsbruch vor, weil die Swiss neue Langstreckenflugzeuge künftig auch von Regionalpiloten fliegen lassen will.

ARCHIV - Das Swiss-Flugzeug ueberfliegt die Stadt Zuerich und den Zuerichsee, aufgenommen am 12. April 2013 im Airbus A319. Die Swiss kuendigt den Gesamtarbeitsvertrag mit dem Pilotenverband Aeropers per Ende November 2016. Dies sei wegen unueberbrueckbarer Differenzen und der wiederholt von Aeropers angekuendigten gerichtlichen Schritten unausweichlich, teilte die Fluggesellschaft am Montag mit. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Pilotengewerkschaft Aeropers klagt gegen die Swiss. Bild: KEYSTONE

Damit verletze die Swiss die Bestimmungen des Gesamtarbeitsvertrages, erklärte Aeropers in einer Medienmitteilung vom Donnerstag und bestätigte damit eine entsprechende Meldung des «Blicks».

Man habe das Management in den letzten Wochen mehrfach auf diese Verletzungen hingewiesen, hiess es weiter. Leider habe dieses die von Aeropers vorgebrachten Lösungsvorschläge abgelehnt und dem Verband keine andere Wahl gelassen, als die Gerichte anzurufen, liess sich Aeropers-Präsident Rolf Odermatt zitieren.

«Wo Swiss drauf ist, ist Swiss drin»

Zudem habe man auf dem Markenversprechen bestanden: «Wo Swiss drauf, ist Swiss drin». Der Gesamtarbeitsvertrag sehe vor, dass die Langstreckenflüge durch den Pilotencorps der Aeropers geflogen werde. «Diese vertragliche Verpflichtung hat die Swiss durch den Abschluss des GAV2014-Plus gebrochen, was wir nicht akzeptieren können», so Rolf Odermatt, Präsident der Aeropers. 

Die Swiss hatte am Montag wegen «unüberbrückbaren Differenzen» die Kündigung des Gesamtarbeitsvertrages (GAV) per Ende November 2016 ausgesprochen.

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda liess die Fluggesellschaft lediglich verlauten, den GAV eingehalten zu haben und ihn auch künftig einzuhalten. Von der Klage habe die Swiss aus den Medien erfahren. Allerdings sei dieser Schritt nicht überraschend, da die bereits erfolgte Ankündigung gerichtlicher Schritte durch den Aeropers Vorstand ein Grund der Kündigung des GAVs gewesen sei. (pma/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Chur, Wien, Stockholm: In halb Europa wurde gegen die Corona-Massnahmen protestiert

Am Samstag kam es in verschiedenen Ländern Europas zu Demonstrationen gegen die jeweiligen Corona-Massnahmen. In Chur nahmen mehr als 4000 Personen am Protest teil.

In Chur haben am Samstag über 4000 Personen gegen die Behördenanordnungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie demonstriert. Kundgebungen dieser Art fanden bereits in anderen Schweizer Städten statt, aber mit geringerer Teilnahme.

Aufgerufen zum Protestmarsch für eine verhältnismässige Corona-Massnahmenpolitik hatte der Verein «Stiller Protest». Die Demonstration wurde von der Churer Stadtpolizei unter Auflagen bewilligt. Bedingung für die Durchführung der Kundgebung war unter anderem …

Artikel lesen
Link zum Artikel