Sport
Formel 1

Hier tickt Vettel aus und rammt Hamilton während der Safety-Car-Phase

epa06021586 British Formula One driver Lewis Hamilton of Mercedes AMG GP (L) talks to German Formula One driver Sebastian Vettel of Scuderia Ferrari (R) after the qualifying session of Canada Formula  ...
Dürften in nächster Zeit nicht mehr so friedlich diskutieren: Lewis Hamilton und Sebastian Vettel.Bild: VALDRIN XHEMAJ/EPA/KEYSTONE

Hier tickt Vettel aus und rammt Hamilton während der Safety-Car-Phase

25.06.2017, 19:1526.06.2017, 10:42

So chaotisch wie beim GP von Aserbaidschan in Baku ging es in der Formel 1 lange nicht mehr zu und her. Einer der Höhepunkte war das Duell zwischen Lewis Hamilton und Sebastian Vettel.

Nachdem bei Daniil Kwjat am Toro-Rosso-Renault die Bremsen versagten, kam zum ersten Mal der Safety Car zum Einsatz. Kurz vor der Freigabe beschleunigte der in Führung liegende Hamilton aus einer Kurve heraus nur zögerlich. Vettel krachte daraufhin von hinten in den Mercedes und ärgerte sich dermassen, dass er darauf Hamilton auch noch seitlich ins Auto fuhr.

Eine von drei 10-Sekunden-Strafen während des Rennens betraf Vettel für sein «gefährliches Fahren» während der Safety-Car-Phase. «Ein Witz», schimpfte der am 3. Juli 30-jährig werdende Deutsche, «Lewis hätte für sein langsames Fahren bestraft werden müssen.»

Doch Vettel muss noch eine weitere Strafe verdauen: Für sein Manöver gegen Lewis Hamilton in Baku büsst ihn der Automobil-Weltverband FIA mit drei Strafpunkten. Sollten dem Deutschen beim nächsten Rennen am 9. Juli mit dem Grand Prix von Österreich in Spielberg nochmals drei Punkte aufgebrummt werden, würde er sogar für ein Rennen gesperrt.

Fast gleichzeitig, als Vettel per Funk über seine Strafe informiert wurde, befahl Rennleiter Charlie Whiting den in Führung liegenden Hamilton an die Box. Grund: Der 32-Jährige hielt jeweils bei Tempo 340 km/h mit der Hand den Cockpit-Kopfschutz fest, weil sich dieser gelockert hatte. Das war für die Rennleitung ein zu grosses Sicherheitsrisiko. Hamilton, der am Samstag seine 66. Pole-Position erobert hatte (noch zwei fehlen zum Rekord von Michael Schumacher), vergab beim Stopp die entscheidenden Sekunden zu seinem 57. GP-Triumph. Im Ziel fehlten ihm 6,188 Sekunden.

Williams driver Lance Stroll of Canada takes a celebratory drink from the boot of Red Bull driver Daniel Ricciardo of Australia, left, who is winner the Formula One Azerbaijan Grand Prix in Baku, Azer ...
Sieger Daniel Ricciardo lässt den drittplatzierten Lance Stroll Siegerchampagner aus seinem Schuh trinken.Bild: Efrem Lukatsky/AP/KEYSTONE

Den Sieg erbte Ricciardo, der wegen der ersten Trümmerteile auf der Strecke nach dem Bottas-Unfall schon nach wenigen Runden einen ungeplanten Stopp einlegen musste, um das Auto zu säubern. «Ich fiel auf die 17. Position zurück und kann es nicht glauben, dass ich noch gewinnen konnte. Einfach verrückt.»

Zweiter wurde Valtteri Bottas, der auf der Zielgeraden noch Rookie Lance Stroll im Williams-Mercedes überholen konnte. Der 18-jährige Kanadier ist der jüngste Fahrer aller Zeiten auf einem Formel-1-Podest. (blu/sda)

46 Jahre Sauber im Zeitraffer

1 / 31
Die Geschichte des Sauber-Rennstalls
1970: Gründung der PP Sauber AG zum Bau von Rennsportwagen. Peter Sauber wird Schweizer Meister im Sauber C1.
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Kreuzbandriss nach hartem Check: Saisonende für HCD-Topskorer Simon Ryfors
Bittere Nachrichten für den HC Davos: Topskorer Simon Ryfors hat im Spiel gegen Fribourg-Gottéron einen Kreuzbandriss sowie eine Meniskusverletzung erlitten und wird in dieser Saison keine Spiele mehr bestreiten können.
Nachdem der HC Davos mit nur einem Sieg aus vier Spielen bereits enttäuschend in die neue Saison gestartet ist, kommt es nun noch dicker für den Vizemeister aus dem Bündnerland.
Zur Story