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Syrien: IS in Syrien und im Irak unter Druck - Armee rückt auf Palmyra vor

25.03.16, 16:08


Syriens Armee steht vor der Rückeroberung der historischen Oasenstadt Palmyra aus den Händen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Kämpfer des Regimes eroberten am Freitag die historische Zitadelle am Rande der Stadt.

Zuvor hatte die Armee schon einen strategisch wichtigen Hügel eingenommen, von dem aus man die archäologischen Stätten Palmyras überblicken kann.

In Palmyra im Zentrum Syriens kam es nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zu heftigen Gefechten. Die Anhänger des IS versuchten, mit einem Gegenangriff verlorenes Gebiet zurückzugewinnen. Es gebe massive russische Luftangriffe nahe den archäologischen Stätten.

Palmyra gehört wegen seiner einzigartigen Bauwerke aus den ersten Jahrhunderten nach Christus zum Unesco-Weltkulturerbe. Der IS hatte die Stadt im Mai 2015 von der syrischen Armee eingenommen. Seitdem sprengten die Dschihadisten den rund 2000 Jahre alten Baal-Tempel, den Baal-Schamin-Tempel sowie mehrere einzigartige Turmgräber, den Triumphbogen und einen Teil der berühmten Säulenstrasse. Syriens Armee hatte ihre Offensive vor etwa zwei Wochen gestartet.

Die US-Streitkräfte haben nach Medienberichten bei einem Angriff in Syrien ein Führungsmitglied des Islamischen Staats (IS) getötet. Der bei einem Luftangriff getötete Abdel Rahman al-Kaduli sei die «Nummer zwei» der Dschihadistenmiliz, meldete am Freitag der US-Fernsehsender NBC News unter Berufung auf Quellen im Verteidigungsministerium.

IS auch im Irak unter Druck

Im Irak konnten die Armee und kurdische Peschmerga-Kämpfer mehrere Dörfer westlich der Stadt Machmur einnehmen, wie irakische Medien berichteten. Bei der Operation «Eroberung» seien sie von US-Luftangriffen unterstützt worden, sagte ein Armeesprecher.

Bereits am Donnerstag hatten irakische und kurdische Einheiten die erste Phase einer Offensive begonnen, mit der sie die IS-Hochburg Mossul befreien wollen. Bis der eigentliche Angriff auf Mossul beginnt, könnten aber noch Monate vergehen. Die Kämpfe südöstlich der nordirakischen Metropole sind derzeit noch rund 70 Kilometer von der Stadt entfernt.

Der IS hatte Mossul im Sommer 2014 unter seine Kontrolle gebracht - die Einnahme der zweitgrössten irakischen Stadt war einer der grössten Erfolge der Extremisten. Die frühere Millionenstadt gilt neben Al-Rakka in Syrien als inoffizielle Hauptstadt der Terrormiliz.

Ende 2015 konnten irakische Regierungstruppen die Provinzhauptstadt Ramadi westlich von Bagdad vom IS zurückerobern. Nach westlichen Schätzungen haben die Extremisten inzwischen 40 Prozent des Gebietes verloren, das sie einst im Irak kontrollierten. (sda/dpa/afp)

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