Aargau
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Die Wahrscheinlichkeit, zu gewinnen, ist unwahrscheinlich klein. Und doch ... bild: shutterstock

Die verrückte Geschichte der Frau, die bei Euromillions 184 Millionen gewonnen hat

Eine Schweizerin aus bescheidenen Verhältnissen hat im Oktober 2018 den Euromillions-Jackpot geknackt. Ihr Rekordgewinn übertrifft sogar die Preisgelder, die Roger Federer bisher erspielt hat.

Philipp Zimmermann / ch media



7, 17, 29, 37 und 45 sowie die Sternzahlen 3 und 11. Diese Zahlen haben das Leben einer Aargauerin verändert.

Der 2. Oktober 2018 ist der Tag, der das Leben einer Aargauerin für immer verändern wird. Wie so viele andere in halb Europa hat auch sie einen Spielschein für die abendliche Ziehung der Euro-Millions-Zahlen ausgefüllt. Ihr Einsatz: 24.50 Franken.

Fast 183.9 Millionen liegen im Jackpot. Eine Person knackt ihn. Es ist die Aargauerin.

«Ich habe die Zahlen gleich angeschaut», erzählt sie auf Anfrage in einem kurzen Gespräch. Sie glich die Zahlen mehrmals ab, bis sie begriff, dass sie den Jackpot tatsächlich als Einzige geknackt hat – und auf einen Schlag eine Multimillionärin geworden ist.

In England gehen Euro-Millions-Glückspilze an die Öffentlichkeit, lassen sich mit überdimensioniertem Check und Champagnerglas in der Hand fotografieren. Adrian und Gillian Bayford, Eltern zweier Kinder und aus einfachen Verhältnissen, gaben nach dem Rekordgewinn von 190 Millionen Euro im August 2012 (damals 228 Millionen Franken) sogar eine Medienkonferenz, die live im Fernsehen übertragen wurde. «Wir wollen unser Glück teilen», sagten sie. Das Glück hielt allerdings nicht lange. Ein Jahr später trennten sie sich.

Ganz anders verhalten sich Schweizer Lottomillionäre – so auch die Frau aus dem Aargau. Sie will weder ein Bild von sich noch ihren Namen in den Medien publiziert sehen. «Ich möchte anonym bleiben», sagt sie.

«Ich hoffe, meine Privatsphäre wird respektiert.»

Die Beratung durch die Lotteriegesellschaft

Wie alle Schweizer Millionen-Gewinner hat die Aargauerin von der Lotteriegesellschaft Swisslos eine Beratung erhalten. «Es ist ein Riesenunterschied, ob jemand eine oder fünf Millionen gewinnt – oder diesen Betrag», erklärt Swisslos-Mediensprecher Willy Mesmer. Eine Million ist ein angenehmes Pölsterchen auf der Seite. Aber 184 Millionen – ein solcher Betrag kann ein Leben auf den Kopf stellen.»

«So etwas erleben auch wir nicht alle Tage.»

Willy Mesmer, Swisslos-Sprecher

Zur Anonymität rät er aus zwei Gründen: «So ein Betrag lockt gewisse Leute an, die alle möglichen Versprechungen abgeben. Es kann auch ein sozialer Druck entstehen, Geld für etwas geben oder spenden zu müssen.»

Der 184-Millionen-Gewinn ist der grösste der Schweizer Euro-Millions-Geschichte, der zehntgrösste Europas überhaupt. «So etwas erleben auch wir nicht alle Tage», sagt Mesmer. Bei Swisslos erfahren nur wenige Personen die Identität der Glückspilze. «Wir tun alles, damit die Gewinnerinnen und Gewinner anonym bleiben. Für die Beratung treffen wir sie deshalb nicht bei uns am Swisslos-Sitz in Basel, sondern an einem diskreten Ort.»

Aus Vorsicht vor Paparazzi, wie Mesmer erklärt. «Einmal fiel mir auf, dass mehrmals derselbe Wagen vor unserem Gebäude stand. Darin sass ein Mann mit einer Fotokamera und einem grossen Objektiv. Da war der Fall klar.»

Die Ziehung, die der Frau den Jackpot bescherte:

abspielen

Video: YouTube/EuroMillions

Die Aargauerin, die aus einfachen und bescheidenen Verhältnissen kommt, hätte ein Vermögen an Steuern sparen können, wäre sie bis Ende 2018 in eine Steueroase eines anderen Kantons gezügelt. Sie entschied sich dagegen. «Ich will hierbleiben», sagt sie.

Ihr Leben will sie – so gut es geht – weitgehend weiterleben wie bisher. Ihre Stelle hat sie nicht gekündigt. Wie reagieren Leute, die vom Gewinn gehört haben? «Sie sind zurückhaltend. Wenige sprechen mich auf den Gewinn an.» Sie würden sich freuen, dass sie «normal» geblieben sei.

So profitieren Bund, Kanton und Gemeinde

Roger Federer hat in seiner Karriere bisher 122 Millionen Franken an Preisgeldern erspielt. Ein Betrag in dieser Grössenordnung wird der Gewinnerin nach Zahlung der Steuern bleiben – ausser ihr steuerrelevantes Einkommen und Vermögen hätten sich, etwa durch Spenden, massgeblich reduziert.

Je nach Wohnort spült der Riesengewinn bis zu 70.1 Millionen Franken in die Kassen von Bund, Kanton und Gemeinde. Rechnet man mit 183.9 Millionen Franken Einkommen und Vermögen, würde der Kanton Aargau 23.1 Millionen erhalten, der Bund 21.2 Millionen.

Bei der Gemeinde hängt der Betrag vor allem vom Steuerfuss für 2018 ab, der Zivilstand macht bei dieser Summe einen kleinen Unterschied: Oberwil-Lieli mit dem tiefsten Aargauer Steuerfuss von 57 Prozent würde demnach 11.7 Millionen erhalten, bei den sieben Aargauer Gemeinden mit dem höchsten Steuerfuss von 125 Prozent wären es 25.8 Millionen Franken.

Der Gemeindeammann am Wohnort der Frau äussert sich auf Anfrage nicht zum Gewinn und zum baldigen Steuersegen. Dass er sich auf diesen freuen kann, steht aber ausser Frage. Die Aargauerin muss ihn in ihrer diesjährigen Steuererklärung angeben. Stichtag ist nicht etwa der Zeitpunkt der Auszahlung, sondern der Tag der Ziehung, sprich der 2. Oktober 2018.

(aargauerzeitung.ch)

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45Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • reactor 31.03.2019 12:24
    Highlight Highlight Habe jetzt irgendetwas verrücktes zu der Geschichte der Frau erwartet. Abgesehen davon, dass der Gewinn verrückt ist, scheint mir das im Titel versprochene entgangen zu sein. Der Grund weshalb ich den Artikel überhaupt angekluckt hab.
  • Lizzy_La 31.03.2019 08:32
    Highlight Highlight Frau zu Mann: „was würdest du machen wenn ich im Lotto gewonnen hätte?“
    Mann: „ ich würde die Hälfte nehmen und abhauen.“
    Frau: „hier haste 6 Franken, ich hab zwölf gewonnen und jetzt verpiss dich.“🙄
  • Schneider Alex 31.03.2019 06:13
    Highlight Highlight Da kämpfen wir politisch für eine gerechtere Einkommensverteilung. Dann bejubeln wir die Lotto-König*innen. Wir sollten die meist ärmliche Bevölkerung, welche Lotto spielt, aufklären, wie gering die Chancen für einen solchen Gewinn sind. Denken wir doch vor allem an die vielen Millionen enttäuschte Menschen, die die Ziehung der Lottozahlen verfolgen und nichts gewonnen haben. Sie fühlen sich einmal mehr als Verlierer.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 31.03.2019 09:38
      Highlight Highlight Ihr versteht einfach nicht, dass Leistung und gearbeitete Stunden nicht dasselbe sind. Wer viel verdienen möchte, muss halt etwas in den MINT-Fächern studieren und nicht Künstler werden.
    • ChlyklassSFI 31.03.2019 12:11
      Highlight Highlight Und viel Verdienst gleich Leistung? Haha!
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 31.03.2019 17:19
      Highlight Highlight @Valon Gut-Behrami Bist wohl ein Neider. Kannst du trotzdem nichts dagegen tun.
    Weitere Antworten anzeigen
  • IchSageNichts 30.03.2019 22:46
    Highlight Highlight Wäre gerne am nächsten Jahresgespräch dabei wenn der Chef eine gute Bewertung abgibt und sie nach einer Lohnerhöhung fragt :)
  • Chrigi-B 30.03.2019 21:44
    Highlight Highlight Über 20 Mio? Bahamas einfach.
  • Sarkasmusdetektor 30.03.2019 20:59
    Highlight Highlight Und was war jetzt so verrückt an der Geschichte?
  • Buttercup Bumbersplat 30.03.2019 20:31
    Highlight Highlight Weiterhin jeden Tag zur Arbeit? Ich hätte so viele bessere Dinge zu tun 😃
    • ändu aus B (weder Bärn noch Basel) 30.03.2019 21:39
      Highlight Highlight @Jay: Mit einem normalen Milliönchen oder auch zwei mag das stimmen. Aber mit 184??? Wenn man da nur ein BISSCHEN normal bleibt, sollte man das schaffen, denke ich...
    • TheOnlyZeus 30.03.2019 22:22
      Highlight Highlight Arbeit ist für sehr viele Leute schon wichtig hinsichtlich Tagesstruktur, sozialen Kontakten, dem Gefühl etwas sinnvolles zu tun...

      Sofort komplett auszusteigen kann schon gefährlich sein. Eine Reduktion auf 60-80% würde ich mir z.B. sinnvoll vorstellen.
    • Buttercup Bumbersplat 30.03.2019 22:29
      Highlight Highlight Bei 122 Millionen, ja genau..muss man schon extrem blöd tun..
    Weitere Antworten anzeigen
  • äti 30.03.2019 20:20
    Highlight Highlight Bei so einem Betrag gibts wohl nur eins: Wegziehen an einen Ort, wo man unbekannt ist. Nicht der Steuern wegen, sondern den Bekannten und Neidern und ... wegen. Eben, der Ruhe wegen.
  • Gustibrösmälie 30.03.2019 20:16
    Highlight Highlight „Ich hoffe, meine Privatsphäre wird respektiert“, sagte sie und es kam in allen Zeitungen.
    • Ribosom 30.03.2019 20:58
      Highlight Highlight Ihr Name und ihre Adresse sind ja nicht bekannt.
  • Der Rückbauer 30.03.2019 20:07
    Highlight Highlight Sie wird, so zeigen die Erhebungen über vergangene grosse Gewinne, mit grosser Wahrscheinlichkeit unglücklich werden, denn sie wechselt aus dem Forellenbach in den Haifischteich.
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 30.03.2019 19:48
    Highlight Highlight Ein schöner Betrag. Ich spiele trotzdem kein Lotto, die Wahrscheinlichkeit ist einfach zu gering und der Erwartungswert negativ.
  • Mikey_ 30.03.2019 19:28
    Highlight Highlight Spannende und lustige Geschichte.
    Die Frau hat sehr Glück🍀
    • Loeffel 31.03.2019 10:52
      Highlight Highlight Ironie? Oder an welcher Stelle brachte Sie die Geschichte zum Lachen? 😉
  • Markus97 30.03.2019 19:21
    Highlight Highlight Ich mag es ihr von Herzen gönnen. Trotzdem muss ich ein wenig schmunzeln. Scheinbar stört es niemanden, dass eine Frau einfach so über hundert Millionen bekommt, während man einen Manager, welcher dafür arbeitet zum Teufel wünscht...
    • Lümmel 30.03.2019 19:38
      Highlight Highlight Das ist ja wohl definitiv NICHT miteinander vergleichbar!
    • Sauäschnörrli 30.03.2019 19:56
      Highlight Highlight Sie hat auch dafür gearbeitet, oder denkst du so ein Schein füllt sich von selber aus und fliegt dann zu Annahmestelle. Ganz zu schweigen von der Verantwortung, die auf ihr lastete, als sie sich für die Zahlen entscheiden musste.
    • Dominik Treier 30.03.2019 19:59
      Highlight Highlight Dafür arbeitet...XD... Wohl eher elbögelt bis er da ist und dann nicht weiss was er ausser intrigieren mit der Macht anfangen soll... Aber das ist ein generelles Problem bei Menschen die Unternehmen führen, die ihnen nicht gehören. Verantwortung gegenüber Unternehmen und vor allem den Mitarbeitern? Kann man das essen? Hauptsache ich bekomme möglichst viel...
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 30.03.2019 19:15
    Highlight Highlight «Wenige sprechen mich auf den Gewinn an.»

    Es ist also bekannt. Das ganze Dorf weiss, wer die 100 Millionen auf der hohen Kante hat. Phuuh, nicht ungefährlich..
    • Dominik Treier 30.03.2019 20:02
      Highlight Highlight Sind wir mal ehrlich. Ich wohne in einem 1000-Seelendorf... Dort wüsste das innert 3 Wochen jeder, egal ob man etwas sagt... Gemeinderat und Steuerkomission (Denunziantenverein) und deren Schweigepflicht lassen grüssen... Ausserdem dürfte in so einem Dorf und das sind die meisten im Aargau ein Budgetüberschuss von 20 Millionen wohl kaum verborgen bleiben...
  • 1+1=3! Initiative 30.03.2019 19:04
    Highlight Highlight Herzlichen Glückwunsch! Und viel, viel Kraft, dass sich dieser unvorstellbare Geldsegen nicht in einen Fluch verwandelt.
  • Flexon 30.03.2019 18:55
    Highlight Highlight Ganz verrückt diese Geschichte.
    • TheDoctor 30.03.2019 19:21
      Highlight Highlight Besonders dieser ausgefallene Cliffhanger am Ende des dritten Absatzes...
    • @schurt3r 30.03.2019 19:53
      Highlight Highlight ...
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    • Buttercup Bumbersplat 30.03.2019 20:30
      Highlight Highlight hahaha
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