ÖV
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25 Menschen starben 2019 im öV – keiner davon sass in einem öffentlichen Verkehrsmittel



HANDOUT - Die Unfallstelle der Kollision eines Personenzuges mit einem Lastwagen, am Freitag, 19. Oktober 2018, in Berikon-Widen. Am Freitagmorgen kurz nach 7 Uhr ist es in im Kanton Aargau zu einem Unfall zwischen einem Lastwagen und einem Zug der der Bremgarten-Dietikon-Bahn gekommen. (HANDOUT KANTONSPOLIZEI AARGAU) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***

Bild: KANTONSPOLIZEI AARGAU

Wer in der Schweiz den öffentlichen Verkehr benützt, reist sicher. Sowohl die Anzahl der schweren Unfälle als auch jene der Todesopfer waren 2019 erneut tief, wie aus dem am Montag publizierten Sicherheitsbericht des Bundesamtes für Verkehr (BAV) hervorgeht.

Demnach wurden dem BAV im vergangenen Jahr 212 schwere Unfälle im öffentlichen Verkehr gemeldet. 25 Menschen kamen dabei ums Leben, 161 Menschen wurden schwer verletzt. Unter den Todesopfern befinden sich keine Passagiere von öffentlichen Verkehrsmitteln.

Im Fünf-Jahres-Vergleich ist die Zahl der schweren Unfälle und der Schwerverletzten relativ hoch. Die Zahl der Todesopfer ist dagegen eher tief.

Die meisten Unfälle passierten, weil andere Verkehrsteilnehmende die Vorschriften im Strassenverkehr missachtet hatten. Es waren denn auch vor allem Busse und Trams, die in Unfälle verwickelt waren. Zweithäufigste Ursache von Unfällen war die Unaufmerksamkeit von Reisenden. Ebenfalls eine wichtige Rolle beim Verursachen von Unfällen spielten Leichtsinn und Gedankenlosigkeit, wie das BAV in einer Mitteilung zum Bericht weiter schreibt.

Spitzenplätze im europäischen Vergleich

Im Vergleich zum Individualverkehr ist der öffentliche Verkehr in der Schweiz weiterhin sehr sicher, wie eine Auswertung der Periode 2008 bis 2017 des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigt. Demnach ist das Risiko, im Zug tödlich zu verunfallen, pro Personenkilometer 59-mal tiefer als im Auto. Im europäischen Vergleich belegt die Schweiz hinsichtlich Sicherheit im öffentlichen Verkehr den zweiten Rang.

Bei der Sicherheit an Bahnübergängen konnte dank den entsprechenden Sanierungsmassnahmen der letzten Jahre ebenfalls eine europäische Spitzenplatzierung erzielt werden, wie das BAV schreibt. In der Schweiz gibt es knapp 4400 Bahnübergänge; davon erfüllten Ende 2019 rund 4200 die höchsten Sicherheitsanforderungen.

Im Güterverkehr haben die Fachleute des BAV im letzten Jahr erneut rund 400 Züge mit fast 7000 Bahnwagen kontrolliert. Sie entdeckten dabei wiederum verschiedene Mängel. Aufgrund dessen hat das BAV verschiedene Massnahmen ergriffen.

Ein wesentlicher Aspekt dabei ist die Zusammenarbeit mit den ausländischen Aufsichtsbehörden. Neben der bereits bestehenden Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden in Deutschland, Italien und Frankreich werden neu der Austausch und gemeinsame Kontrollen mit Belgien gestartet. (aeg/sda)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Donald 26.05.2020 02:00
    Highlight Highlight Sorry, aber das ist blöde Stimmungsmache und nicht mal zu Ende gedacht. Wollt ihr diesen Artikel mal der Familie des Zugchefs zeigen, welcher 2019 in der Tür eingeklemmt wurde?
    Es gibt einige Unfälle von ÖV Passagieren. Am Bahnhof, an der Bushaltestelle, auf dem Weg zur Station etc.
    Die generelle Aussage, dass ÖV Passagiere so sicher leben, ist also falsch. Nur weil die "Passagiere" im moment des Unfalls gerade nicht im Bus oder Zug "sitzen"...
  • MaPhiA 25.05.2020 16:51
    Highlight Highlight beim titel musste es wieder einmal schnell gehen, wie bei so manchem bus-chauffeur... sie fahren oftmals schon los, bevor sie den blinker gestellt haben und geben den anderen verkehrsteilnehmern kaum zeit zu reagieren... oder sind im glauben, bei einer busspur in einen kreisel, vortritt zu haben - obwohl im kreisverkehr ''links vor rechts'' gilt, auch wenn 2 spuren in den kreisel führen...
    • Donald 26.05.2020 20:18
      Highlight Highlight @MaPhiA
      Als Autofahrer gönne ich dem Bus gerne ein paar Privilegien, damit er pünktlich und für möglichst viele Leute attraktiv ist.

      Aber ich glaube sowieso der emotionale Autofahrer, der stets die anderen Verkehrsteilnehmer bewerten muss und selbst immer alles richtig macht, hat tiefliegendere Probleme.
    • MaPhiA 26.05.2020 21:01
      Highlight Highlight ich lasse dem buss auch gerne den vortritt - wenn ich die gelegenheit bekomme, ohne beinahe eine vollbremsung machen zu müssen...
  • Victor Paulsen 25.05.2020 16:06
    Highlight Highlight "25 Menschen starben 2019 im öV – keiner davon sass in einem öffentlichen Verkehrsmittel"
    Diese Überschrift widerspricht sich selber. Wenn man den Artikel liesst, weiss man, was damit gemeint ist. Aber das ist sehr ungenau ausgedrückt
    • michiOW 25.05.2020 16:57
      Highlight Highlight Immerhin steht es so im Titel. Ausserdem steht es so vermutlich in einem BAV bericht
    • Dominik Treier 25.05.2020 17:44
      Highlight Highlight Bei Unfällen, in die ein Fahrzeig des öffentlichen Verkehrs involviert war, wäre wohl zu lang gewesen.
    • El Vals del Obrero 25.05.2020 18:16
      Highlight Highlight Wobei es aber ein grundlegendes (Kachel-)Design-Problem ist, dass man von einem bestimmten Artikel auf den Übersichtsseiten nur den (längenbeschränkten) Titel und ein Symbolbildchen sieht, statt etwa auch Headertext oder Zusammenfassung oder Beginn des Texts. Ob man einen Artikel auch liest wird somit zur Glückssache, da nur die Überschrift entscheidet.

      "... starben im Zusammenhang mit ÖV ..." wäre vielleicht noch eine Möglichkeit gewesen.

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