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25 Menschen starben 2019 im öV – keiner davon sass in einem öffentlichen Verkehrsmittel

25.05.2020, 11:2025.05.2020, 13:03
Bild: KANTONSPOLIZEI AARGAU

Wer in der Schweiz den öffentlichen Verkehr benützt, reist sicher. Sowohl die Anzahl der schweren Unfälle als auch jene der Todesopfer waren 2019 erneut tief, wie aus dem am Montag publizierten Sicherheitsbericht des Bundesamtes für Verkehr (BAV) hervorgeht.

Demnach wurden dem BAV im vergangenen Jahr 212 schwere Unfälle im öffentlichen Verkehr gemeldet. 25 Menschen kamen dabei ums Leben, 161 Menschen wurden schwer verletzt. Unter den Todesopfern befinden sich keine Passagiere von öffentlichen Verkehrsmitteln.

Im Fünf-Jahres-Vergleich ist die Zahl der schweren Unfälle und der Schwerverletzten relativ hoch. Die Zahl der Todesopfer ist dagegen eher tief.

Die meisten Unfälle passierten, weil andere Verkehrsteilnehmende die Vorschriften im Strassenverkehr missachtet hatten. Es waren denn auch vor allem Busse und Trams, die in Unfälle verwickelt waren. Zweithäufigste Ursache von Unfällen war die Unaufmerksamkeit von Reisenden. Ebenfalls eine wichtige Rolle beim Verursachen von Unfällen spielten Leichtsinn und Gedankenlosigkeit, wie das BAV in einer Mitteilung zum Bericht weiter schreibt.

Spitzenplätze im europäischen Vergleich

Im Vergleich zum Individualverkehr ist der öffentliche Verkehr in der Schweiz weiterhin sehr sicher, wie eine Auswertung der Periode 2008 bis 2017 des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigt. Demnach ist das Risiko, im Zug tödlich zu verunfallen, pro Personenkilometer 59-mal tiefer als im Auto. Im europäischen Vergleich belegt die Schweiz hinsichtlich Sicherheit im öffentlichen Verkehr den zweiten Rang.

Bei der Sicherheit an Bahnübergängen konnte dank den entsprechenden Sanierungsmassnahmen der letzten Jahre ebenfalls eine europäische Spitzenplatzierung erzielt werden, wie das BAV schreibt. In der Schweiz gibt es knapp 4400 Bahnübergänge; davon erfüllten Ende 2019 rund 4200 die höchsten Sicherheitsanforderungen.

Im Güterverkehr haben die Fachleute des BAV im letzten Jahr erneut rund 400 Züge mit fast 7000 Bahnwagen kontrolliert. Sie entdeckten dabei wiederum verschiedene Mängel. Aufgrund dessen hat das BAV verschiedene Massnahmen ergriffen.

Ein wesentlicher Aspekt dabei ist die Zusammenarbeit mit den ausländischen Aufsichtsbehörden. Neben der bereits bestehenden Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden in Deutschland, Italien und Frankreich werden neu der Austausch und gemeinsame Kontrollen mit Belgien gestartet. (aeg/sda)

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