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Lage spitzt sich zu

USA evakuieren Flughafen im Irak



Die Situation im Irak spitzt sich weiterhin zu. Angesichts des Vormarschs der islamistischen Terrorgruppe Isis schliessen die USA eine militärische Reaktion im Irak nicht aus. Das Land brauche zusätzliche Hilfe von den USA und er schliesse bei Überlegungen über eine Reaktion keine Option aus, sagte US-Präsident Barack Obama am Donnerstag im Weissen Haus. Er wolle sicherstellen, dass die Extremisten gestoppt werden könnten.

Die Aktuelle Karte zeigt, welche Städte von der ISIS (Rot) und welche von den Kurden (Grau) kontrolliert werden.

An Iraqi policeman mans a checkpoint in the capital Baghdad on June 12, 2014, as jihadists and anti-government fighters have spearheaded a major offensive that overrun all of Nineveh province. Jihadists are pushing toward Baghdad after capturing a town only 90 kilometres (56 miles) to its north, in a lightning three-day offensive the Iraqi government has failed to stop. AFP PHOTO / AHMAD AL-RUBAYE

Bild: AFP

President Barack Obama answers questions on violence in Iraq during his meeting with Australian Prime Minister Tony Abbott, Thursday, June 12, 2014, in the Oval Office of the White House in Washington. Obama said that Iraq will need additional assistance from the U.S. to push back an Islamic insurgency. The president did not specify in a brief question-and-answer session what type of assistance he is willing to provide. But Obama did say the White House has not ruled anything out. He said he is watching the situation in Iraq with concern and wants to ensure that jihadists don't get a foothold. Iraq has been beset by violence since the last American forces withdrew in late 2011. The violence escalated this week with an al-Qaida-inspired group capturing two key Sunni-dominated cities this week and vowing to march on to Baghdad. (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais)

Bild: Pablo Martinez Monsivais/AP/KEYSTONE

Obama traf sich mit seinem Team für nationale Sicherheit, um über die Situation zu beraten. Das teilte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates der USA, Caitlin Hayden, mit. Zuvor hatte es geheissen, die USA wollten sich nicht an Luftangriffen auf die Aufständischen beteiligen. Obama forderte die irakische Führung auf, an einer politischen Lösung zu arbeiten. «Dies sollte ein Weckruf für die irakische Regierung sein», sagte er.

Die USA ziehen mehrere hundert Amerikaner aus einem irakischen Luftwaffenstützpunkt nördlich von Bagdad vorübergehend ab. Das berichtete der Sender «Fox News» am Donnerstag unter Berufung auf namentlich nicht genannte Regierungsbeamte. Sie hatten in dem sunnitischen Gebiet irakische Sicherheitskräfte im Einsatz von Kampfjets und Überwachungsdrohnen trainiert.

Ein US-Militärsprecher sagte indessen hunderte Angestellte von US-Unternehmen seien nach Bagdad gebracht worden. Demnach ist die US-Regierung nicht an der Aktion beteiligt. «Es sind ihre Leute, es sind ihre Flugzeuge», sagte der Militärvertreter mit Blick auf die Unternehmen.

Die US-Aussenamtssprecherin Jennifer Psaki bestätigte, dass Mitarbeiter des US-Programms für ausländische Rüstungsverkäufe (FMS) aus Sicherheitsgründen vorübergehend verlegt worden seien. Die US-Botschaft und die Konsulate arbeiteten jedoch weiter wie bisher, betonte Psaki. Auf dem Militärflughafen Balad waren während der US-Besatzung bis zu 36'000 US-Militärangestellte stationiert, doch wurde der weitläufige Komplex im November 2011 in die Verantwortung der Iraker übergeben.

Der Iran schickte unterdessen nach einem US-Medienbericht Revolutionsgarden in den benachbarten Irak, um die Dschihad-Verbände der Isis zurückzudrängen, die grosse Teile im Norden und Westen des Iraks erobert haben. Mindestens drei Bataillone der Al-Quds-Brigaden, die Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarden, wurden zur Unterstützung geschickt, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf iranische Sicherheitskreise.

Unter dem Druck der islamistischen Isis-Kämpfer droht der Irak zu zerbrechen. Die Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki bekam im Parlament keine Unterstützung für Notstandsmassnahmen und im Kurdengebiet übernahmen Kurdenkämpfer regional die Kontrolle. (sda/dpa) 

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