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Mordprozess in Südafrika

Blutverschmiert schaute Pistorius in der Tatnacht in die Kamera der Polizei

Am 10. Tag im Mordprozess gegen Oscar Pistorius kommen ein schockierendes Bild aus der Tatnacht und Ermittlungspannen seitens der Polizei zu Tage. 



Im Mordprozess gegen Oscar Pistorius in Südafrika wurde am Freitag ein schockierendes Bild vom Verdächtigen aus der Tatnacht gezeigt: Blutverschmiert und auf seinen Prothesen blickt Pistorius nach dem Mord in die Kamera. Die Polizei hatte das Bild in der Tatnacht nach ihrer Ankunft in Pistorius' Villa gemacht. 

Weiter kamen schwere Ermittlungspannen zur Sprache. Im Zeugenstand räumte der ehemalige Polizist Giliam van Rensburg ein, dass ein Kollege die Tatwaffe ohne Schutzhandschuhe angefasst habe. 

Wertvolle Uhr vom Tatort verschwunden

«Der Ballistiker hantierte ohne Handschuhe an der Waffe herum. Er hatte schon das Magazin herausgenommen», sagte der im vergangenen Jahr aus dem Polizeidienst ausgeschiedene van Rensburg. «Ich habe ihn gefragt: Was machen Sie da? Er hat ‹Entschuldigung› gesagt, sie an ihren Platz zurückgelegt und dann nur seine Handschuhe aus seiner Tasche gezogen», sagte der frühere Kommissariatsleiter.

Zudem sei eine wertvolle Uhr aus dem Besitz des angeklagten südafrikanischen Sprintstars spurlos vom Tatort verschwunden. Er habe es «nicht fassen» können. «Wir waren da. Wie konnte diese Uhr verschwinden?», sagte van Rensburg aus. «Ich war wütend.» 

Weder eine Durchsuchung der Ermittler noch der Fahrzeuge hätte etwas ergeben. Eine Untersuchung sei eingeleitet worden, aber auch diese habe keine Ergebnisse erbracht. Die Ermittlungspannen waren bereits während der Voranhörungen zu dem Prozess im vergangenen Jahr bekannt geworden. (rar/sda)

Lesen Sie mehr zu unserer Berichterstattung zum Pistorius-Prozess

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