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«Victoria's Secret»-Mutter L Brands schreibt wieder schwarze Zahlen



Model Devon Windsor walks the runway during the 2018 Victoria's Secret Fashion Show at Pier 94 on Thursday, Nov. 8, 2018, in New York. (Photo by Evan Agostini/Invision/AP)

So kennt man die Marke Victoria's Secret. Bild: Evan Agostini/Invision/AP/Invision

Die Konzernmutter von «Victoria's Secret» hat im Weihnachtsquartal gute Geschäfte gemacht - obwohl das Dessous-Label weiter in der Krise steckt. Unterm Strich verdiente L Brands in den drei Monaten bis Ende Januar 860 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch (Ortszeit) nach US-Börsenschluss mitteilte.

Vor einem Jahr hatte es noch einen Verlust von 192 Millionen Dollar gegeben. Der Umsatz stieg zudem im Berichtsquartal um gut zwei Prozent auf 4.8 Milliarden Dollar.

Konzernchef Andrew Meslow sprach von einer Rekordleistung seines Unternehmens und auch bei Anlegern kamen die Quartalszahlen gut an. Die Aktien reagierten nachbörslich zunächst mit einem Kurssprung um rund fünf Prozent. Dass es so gut lief, war jedoch der florierenden Parfümerie-Kette Bath & Body Works zu verdanken und nicht dem Sorgenkind «Victoria's Secret», das als Ladenhüter gilt und im vergangenen Jahr bereits an einen Investor verkauft werden sollte.

Die grösste Unterwäsche-Show der Welt

Während Bath & Body Works die Verkäufe im Schlussquartal auf flächenbereinigter Basis um 22 Prozent steigerte, gingen sie beim einst schillernden Unterwäsche-Label um drei Prozent zurück. «Victoria's Secret» hat sich bei L Brands vom Aushängeschild zum Sanierungsfall entwickelt. Der Konzern hatte die Tochter eigentlich schon mehrheitlich an einen Finanzinvestor veräussert, doch aufgrund von Belastungen durch die Coronavirus-Krise war der Deal gescheitert.

Viele Problemzonen

Die Reizwäsche-Marke, die bei ihren Modenschauen jahrelang die Elite der Top-Models über den Laufsteg schickte, kämpft schon länger mit Imageproblemen und sinkenden Verkäufen. Die auf makellose, leicht bekleidete Frauenkörper setzende «Sex Sells»-Vermarktung wurde in Zeiten von «Body Shaming»-Debatten und der «#MeToo»-Bewegung zum Stein des Anstosses. Zudem brachten Berichte über Belästigungsvorwürfe gegen Manager die Dessous-Kette unter Druck.

Auch der Gründer und Ex-Vorstandschef Leslie Wexner wurde immer mehr zum Problem. Der Ruf des 83-Jährigen litt stark unter seiner Verbindung zum US-Millionär Jeffrey Epstein, der 2019 nach einem Missbrauchsskandal in einem New Yorker Gefängnis gestorben war. Wexner soll lange Zeit enge Beziehungen mit Epstein unterhalten haben, was zu heftiger Kritik führte. Sein Nachfolger Meslow hatte zuvor Bath & Body Works geführt. L Brands arbeitet daran, «Victoria's Secret» als separates Unternehmen auf eigene Füsse zu stellen. (aeg/sda/dpa)

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