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Wind wirbelt Hüpfburg zehn Meter in die Luft – fünf Kinder tot, mehrere Verletzte

16.12.2021, 06:2416.12.2021, 13:21

Bei einem dramatischen Hüpfburg-Unfall in einer Grundschule im australischen Bundesstaat Tasmanien sind fünf Kinder ums Leben gekommen.

Rettungskräfte im Einsatz vor Ort – für zwei Kinder kam jede Hilfe zu spät.
Rettungskräfte im Einsatz vor Ort – für zwei Kinder kam jede Hilfe zu spät.Bild: keystone

Vier weitere würden im Krankenhaus behandelt, fast alle seien in kritischem Zustand, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Heftiger Wind hatte die aufblasbare Burg am Morgen (Ortszeit) bei einer Weihnachtsfeier in die Luft gerissen. Die Kinder stürzten daraufhin aus bis zu zehn Metern Höhe in die Tiefe.

Es sollte eigentlich ein fröhlicher Tag werden. Rund eine Woche vor dem Weihnachtsfest hatte die Hillcrest Primary School in der Stadt Devonport viele bunte Aktivitäten organisiert, um mit den Schülern das Jahresende zu begehen. Die Szenen, die sich dann aber auf dem Schulgelände abspielten, waren erschütternd, wie Augenzeugen berichten: «Diese Kinder wollten ihren letzten Tag in der Grundschule feiern, stattdessen müssen wir nun um sie trauern», erklärte Polizeikommissar Darren Hine.

Windböen hätten die Hüpfburg in eine «tödliche Waffe» verwandelt, so der Sender 9News. Es sei die «grösste Tragödie in der Geschichte Devonports».

Rettungskräfte waren mit zahlreichen Krankenwagen und Helikoptern im Einsatz. Eltern eilten zu der Schule, ohne Gewissheit zu haben, ob ihr Kind von dem Unglück betroffen war. Die Familien der Opfer sowie auch die Einsatzkräfte wurden psychologisch betreut.

Polizeibeamte, die zu dem Einsatzort gerufen wurden, lagen sich weinend in den Armen. Menschen im ganzen Land sind schockiert von der Nachricht. Am Zaun der Schule legten viele Bürger Blumen nieder. Am Abend sollte in einer nahegelegenen Kirche der Opfer gedacht werden.

«Die Ereignisse, die sich heute in Devonport auf Tasmanien ereignet haben, sind einfach erschütternd», sagte Premierminister Scott Morrison. «Kleine Kinder wollen einen lustigen Tag zusammen mit ihren Familien verbringen und es wird zu einer so schrecklichen Tragödie – zu dieser Jahreszeit. Es bricht einem einfach das Herz.»

Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist derweil noch unklar. Die Behörden leiteten Ermittlungen ein – auch um herauszufinden, auf welche Weise die Hüpfburg im Boden verankert war und wie sie sich durch den Wind lösen konnte. «Eine Reihe von Personen und Zeugen müssen befragt werden, daher wird es einige Zeit dauern», betonte Polizeikommissar Hine. Der Fokus liege aber zunächst darauf, die Kinder und die Angehörigen der Toten zu unterstützen.

Schon in der Vergangenheit gab es tödliche Unfälle mit Hüpfburgen, wenn auch sehr selten: 2015 wurden in Estland zwei Kinder getötet, als eine starke Windböe eine Hüpfburg meterhoch durch die Luft schleuderte. Drei weitere Kinder wurden schwer verletzt. 2016 starb in Harlow in der britischen Grafschaft Essex eine Siebenjährige in einem Unwetter, als sich eine Hüpfburg aus der Verankerung löste und 300 Meter weit «wie ein Wagenrad» einen Hügel hinunterstürzte. (sda/dpa)

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13 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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dechloisu
16.12.2021 09:12registriert November 2016
«Kleine Kinder wollen einen lustigen Tag zusammen mit ihren Familien verbringen und es wird zu einer so schrecklichen Tragödie - zu dieser Jahreszeit. Es bricht einem einfach das Herz.»

Langsam aber sicher kann man sich "zu dieser Jahreszeit" sparen

zu jedem anderen Zeitpunkt im Jahr wäre es eine genauso grosse Tragödie
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Snowy
16.12.2021 06:54registriert April 2016
💔
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Bikemate
16.12.2021 09:20registriert Mai 2021
Mein Herzliches Beileid an alle Betroffenen. Was für ein Albtraum.
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